Migration und Wirtschaft stehen oben auf der Prioritätenliste der Bürger, doch die Erwartungen an die Bundesregierung werden zunehmend von Skepsis überlagert. Das zeigt eine aktuelle Insa-Umfrage im Auftrag von der Bild-Zeitung.
Demnach wünschen sich 33 Prozent der Befragten, dass die Regierung das Thema Zuwanderung konsequenter angeht – deutlich mehr als in anderen Politikfeldern. Die Wirtschaft folgt mit 23 Prozent, erst danach kommen Klimaschutz (14 Prozent), Sicherheit (12 Prozent) und Bildung (9 Prozent).
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Doch trotz dieser klaren Prioritäten fehlt es den Deutschen an Zuversicht: Nur noch 19 Prozent glauben im September, dass sich die Lage im Bereich Migration und Asyl während der laufenden Legislaturperiode verbessern wird. Im Mai waren es noch 32 Prozent. Im selben Zeitraum ist der Anteil derer, die mit einer Verschlechterung rechnen, von 18 auf 35 Prozent gestiegen.
Auch bei der Wirtschaft sinkt das Vertrauen rapide. Während im Mai noch 43 Prozent darauf gesetzt haben, dass CDU/CSU und SPD die deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen könnten, glauben dies im September nur noch 28 Prozent. Parallel dazu stieg die Zahl der Skeptiker auf 56 Prozent. Die versprochene «Trendwende» bleibt für viele bisher reine Rhetorik.