Deutschland in der China-Abhängigkeit: Kritische Industrieimporte kommen zunehmend aus Peking
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Deutschland in der China-Abhängigkeit: Kritische Industrieimporte kommen zunehmend aus Peking

Anhören ( 1 min )
Deutschland in der China-Abhängigkeit: Kritische Industrieimporte kommen zunehmend aus Peking
Deutschland in der China-Abhängigkeit: Kritische Industrieimporte kommen zunehmend aus Peking
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Deutschlands Abhängigkeit von chinesischen Importen bei strategisch wichtigen Gütern nimmt weiter zu. Das geht aus einer Studie der Friedrich-Naumann-Stiftung hervor, die sich auf vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamts stützt. Besonders betroffen sind Lithium-Ionen-Akkus, Solarpanels und Antibiotika.

Demnach kamen im vergangenen Jahr rund zwei Drittel der direkt importierten Lithium-Ionen-Akkus aus China. Zwei Jahre zuvor lag der Anteil noch bei knapp der Hälfte. Bei Solarpanels stieg der chinesische Anteil von rund 89 auf knapp 93 Prozent. Auch bei Antibiotika nahm die Abhängigkeit zu: Der Anteil chinesischer Direktimporte erhöhte sich laut Studie von gut 65 auf rund 73 Prozent.

Christian Charisius/DPA/Keystone
Container im Terminal Altenwerder im Hamburger Hafen (Symbolbild)
Christian Charisius/DPA/Keystone

Studienautor Frederic Spohr kritisierte die Entwicklung scharf. «Ausgerechnet in kritischen Bereichen diversifiziert Deutschland nicht, sondern wird noch abhängiger und damit noch verletzlicher», erklärte der Leiter der Büros der FDP-nahen Stiftung in Taiwan und Korea.

Die Zahlen stehen im Widerspruch zur China-Strategie der Bundesregierung von 2023. Diese hatte zum Ziel, wirtschaftliche Risiken zu reduzieren und Lieferketten breiter abzustützen. Dennoch wächst laut der Untersuchung die Konzentration auf chinesische Anbieter weiter. Am Mittwoch wird Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zu Gesprächen in China erwartet.

Die Analyse berücksichtigt ausschliesslich direkte Einfuhren aus China. Lieferungen über Drittstaaten mit chinesischen Vorprodukten sind darin nicht enthalten. Experten warnen seit Jahren vor den geopolitischen Risiken der einseitigen Abhängigkeit – bislang ohne sichtbare Trendwende.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.