Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Deutscher Rechnungshof rügt Steuergeschenke in Milliardenhöhe

Anhören ( 1 min )
Deutscher Rechnungshof rügt Steuergeschenke in Milliardenhöhe
Deutscher Rechnungshof rügt Steuergeschenke in Milliardenhöhe
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Mehr als 40 Milliarden Euro entgehen dem Staat jedes Jahr – durch politisch beschlossene Vergünstigungen. In einem internen Papier, das der Bild-Zeitung vorliegt, kritisiert der Bundesrechnungshof zahlreiche Steuerprivilegien als ineffizient, wirkungslos oder gar klimaschädlich.

Insgesamt 107 Vergünstigungen für Produkte, Dienstleistungen und ganze Branchen hat der Rechnungshof unter die Lupe genommen. Besonders problematisch: Viele Subventionen laufen weiter, obwohl sie seit Jahren in der Kritik stehen. Als Beispiele nennen die Prüfer unter anderem den ermässigten Mehrwertsteuersatz für Hotelübernachtungen (1,8 Milliarden Euro jährlich) und den Investitionsabzugsbetrag für Unternehmen (250 Millionen Euro). Auch die in der Corona-Krise eingeführte Steuersenkung für die Gastronomie belastet den Haushalt weiterhin mit 3,6 Milliarden Euro pro Jahr – obwohl sie ursprünglich befristet war.

Deutscher Rechnungshof rügt Steuergeschenke in Milliardenhöhe

Besonders ins Gewicht fallen laut Bericht jene Vergünstigungen, die dem Klima schaden. Neun Subventionen mit teils negativer Umweltwirkung summieren sich auf rund 5 Milliarden Euro jährlich. Genannt wird unter anderem die Steuererleichterung für Agrardiesel, die den Staat 430 Millionen Euro kostet.

Der Bundesrechnungshof moniert auch massive Lücken in der eigenen Subventionsübersicht der Bundesregierung. Wichtige Posten wie das Dieselprivileg, die Pendlerpauschale und das Dienstwagenprivileg fehlen darin – obwohl sie zusammen rund 18 Milliarden Euro pro Jahr ausmachen.

Das Fazit der Prüfer fällt entsprechend scharf aus: «Der Bundesrechnungshof kann keine ziel- und wirkungsorientierte Überprüfung der Subventionen durch die Bundesregierung erkennen. Insbesondere leistet sie damit keinen Beitrag zur weiterhin erforderlichen Haushaltskonsolidierung.»

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.