Warum kommt es in deutschen Freibädern immer häufiger zu Gewalt und Übergriffen? Dieser Frage geht das ZDF in der Reportage «Sommer, Sonne, Schlägerei? – Brennpunkt Freibad» nach. Als Ursachen nennt der Sender vor allem hohe Temperaturen, gesellschaftliche Veränderungen und männliches Gewaltverhalten. Die Herkunft der Tatverdächtigen bleibt dagegen unerwähnt. Darauf macht Apollo News aufmerksam.
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Zu Wort kommen unter anderem Bademeister, Sicherheitsmitarbeiter und Badegäste. Eine Security-Mitarbeiterin erklärt, hohe Temperaturen führten zu gereizter Stimmung und einer niedrigeren Hemmschwelle für Konflikte. Ein Freibadleiter aus Gelsenkirchen verweist auf einen nachlassenden gegenseitigen Respekt und beschreibt Freibäder als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Das ZDF betont zudem, dass laut Polizeistatistik die meisten Tatverdächtigen bei Gewaltdelikten Männer seien.
Nicht erwähnt wird jedoch, dass das Bundeskriminalamt die Tatverdächtigen auch nach Nationalität erfasst. Nach den jüngsten BKA-Zahlen wurden bei schwerer Körperverletzung in Schwimmbädern 162 deutsche und 130 ausländische Tatverdächtige registriert. Bei Sexualdelikten überwiegen ausländische Beschuldigte mit 237 Fällen gegenüber 130 deutschen. Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit werden in der Statistik als Deutsche gezählt.
Für Aufmerksamkeit sorgt auch eine Aussage eines Badegasts, den das ZDF interviewt. Auf die Frage nach ausländischen Tätern entgegnet er: «Deutsche sind genauso.» Zum Schluss der Reportage zieht der Sender das Fazit, Security-Personal sorge inzwischen dafür, dass es im Freibad «fast wieder so wie früher» sei. Gleichzeitig zeigt die Sendung, dass an vielen Orten Sicherheitsdienste, Einlasskontrollen und zusätzliche Regeln inzwischen zum normalen Freibadbetrieb gehören.