Die Bundesnetzagentur bereitet sich mit einer neuen «Sicherheitsplattform Strom» auf mögliche Strommangellagen vor, die sich über mehrere Tage bis Wochen erstrecken könnten. Das berichtet Apollo News.
Die Plattform soll im Krisenfall als zentrales Instrument dienen, um den Stromverbrauch grosser Unternehmen zu koordinieren. Energieintensive Betriebe mit einem Jahresverbrauch von mindestens acht Gigawattstunden müssten sich registrieren und im Fall einer absehbaren Mangellage ihren prognostizierten Verbrauch sowie mögliche Einsparpotenziale melden. Unternehmen könnten mit einer Vorlaufzeit von drei Tagen bis 24 Stunden angewiesen werden, ihren Stromverbrauch zu reduzieren. Kommen sie entsprechenden Anordnungen nicht nach, könne die Bundesnetzagentur die zuständigen Verteilnetzbetreiber zur Abschaltung auffordern.
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Nach Angaben der Bundesnetzagentur wird die Plattform vorsorglich seit 2024 aufgebaut. Die Behörde erklärte Apollo News, sie diene dazu, «die Kommunikation und Koordination im Falle einer Energiemangellage» zu verbessern. Zugleich betonte sie: «Es besteht keine Mangellage. Die deutsche Stromversorgung ist sehr sicher, und die Bundesnetzagentur hält grossflächige Störungen der Stromversorgung weiterhin für sehr unwahrscheinlich.»
Ein Vertreter der Bundesnetzagentur verwies in zitierten Unterlagen zudem auf das Energiesicherungsgesetz. Dieses sehe «grundsätzlich keine Entschädigung» vor, wenn Unternehmen im Rahmen solcher Anordnungen ihre Produktion drosseln müssten.