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«Der Vatikan sollte bei moralischen Fragen bleiben»: J. D. Vance rechtfertigt Trumps Angriffe auf den Papst und fordert klare Trennung von Kirche und US-Politik

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«Der Vatikan sollte bei moralischen Fragen bleiben»: J. D. Vance rechtfertigt Trumps Angriffe auf den Papst und fordert klare Trennung von Kirche und US-Politik
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Inmitten eskalierender Spannungen zwischen dem Weissen Haus und dem Vatikan hat Vizepräsident J. D. Vance die jüngsten Angriffe von Präsident Donald Trump gegen Papst Leo XIV. verteidigt. Trump hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche scharf kritisiert, nachdem dieses den US-Militäreinsatz im Iran als «inakzeptabel» verurteilt und zu Friedensverhandlungen aufgerufen hatte.

Chip Somodevilla/AP/Keystone
Vizepräsident J. D. Vance an einem Anlass von Turning Point USA
Chip Somodevilla/AP/Keystone

Der Streit entzündete sich an mehreren Posts des Präsidenten auf dessen Plattform Truth Social. Trump behauptete darin, Papst Leo – der erste in den USA geborene Pontifex – sei nur im Amt, weil er selbst im Weissen Haus sitze. «Wenn ich nicht im Weissen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan», so der Präsident. Zudem warf er dem Papst vor, sich der «radikalen Linken» anzubiedern und damit der Kirche zu schaden. Zusätzliches Aufsehen erregte ein mittlerweile gelöschtes Bild, das Trump in einer Pose zeigte, die viele als Christus-Darstellung interpretierten. Während Kritiker von Blasphemie sprachen, erklärte Trump später, er habe sich lediglich als eine Art «Arzt» dargestellt, der Menschen rette.

In einem Interview mit Bret Baier bei Fox News versuchte Vizepräsident Vance die Wogen zu glätten, ohne dabei von der harten Linie der Regierung abzuweichen. Den umstrittenen Post bezeichnete er als missverstandenen Humor: «Ich denke, der Präsident hat einen Scherz gepostet und ihn natürlich gelöscht, weil er erkannt hat, dass viele Leute seinen Humor in diesem Fall nicht verstanden haben.» Vance lobte die «ungefilterte» Art des Präsidenten, die eine direkte Kommunikation mit den Bürgern ermögliche, ohne den Umweg über Kommunikationsprofis.

Trotz der religiösen Bedeutung des Papstes stellte Vance unmissverständlich klar, dass die Richtlinienkompetenz für die US-Politik allein beim Präsidenten liege. Zwar respektiere man den Papst, doch gebe es in Sachfragen fundamentale Differenzen. «Ich denke durchaus, dass es in manchen Fällen am besten für den Vatikan wäre, bei moralischen Angelegenheiten zu bleiben [...] und den Präsidenten der Vereinigten Staaten die amerikanische öffentliche Politik diktieren zu lassen», so Vance. Der Vizepräsident betonte, dass solche Reibereien «natürlich» seien: «Wenn sie im Konflikt stehen, stehen sie im Konflikt. Ich mache mir darüber nicht allzu viele Sorgen.»

Während der Vatikan bislang nicht offiziell auf die jüngsten Äusserungen aus dem Weissen Haus reagierte, kommentierte Papst Leo XIV. die verbalen Attacken gelassen und stellte klar, dass er sich in seinem Kurs nicht beirren lasse: Er habe keine Angst vor der Trump-Regierung.

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