Bilder, die man vor allem aus London, Paris oder Berlin kennt, gehören nun auch zur Schweizer Realität: Ein bärtiger Mann rennt schreiend durch den Bahnhof von Winterthur, in der Hand eine Stichwaffe, auf den Lippen der Ruf «Allahu akbar». Drei Passanten bluten, eine Person wird schwer verletzt, zwei weitere mittelschwer. Panik bricht aus, Schulkinder rennen um ihr Leben.
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Auf dieses Ereignis reagieren auch ausländische Medien. Sie tun das in einer Mischung aus Schrecken und Ernüchterung.
Die Zeitung Bild war früh am Start und setzte vor allem auf die Videoclips, in denen der Täter zu sehen ist und die sich viral verbreiten. Das deutsche Boulevardblatt ist routiniert bei der Berichterstattung über islamistische Gewalt, allerdings in aller Regel solcher im eigenen Land.
Die deutsche Zeit titelt trocken: «Messerangreifer verletzt drei Menschen in Winterthur». Betont wird, dass der 31-jährige Täter – ein schweizerisch-türkischer Doppelbürger – kein unbeschriebenes Blatt sei. Er fiel der Bundespolizei bereits 2015 wegen IS-Propaganda und Verstössen gegen das Dschihadismusverbot auf.
Die französische Nachrichtenagentur AFP und das asiatische Netzwerk CNA verbreiten die Augenzeugenberichte weltweit. Sie beschreiben minutiös, wie der Angreifer die dschihadistische Kampfformel «Allahu akbar» fünf- bis sechsmal skandierte.
In den Berichten internationaler Medien schwingt in den meisten Fällen auch ein gewisses unterschwelliges Erstaunen über die schwindende Sicherheit in der Schweiz mit, die man bisher kaum mit solchen Schlagzeilen in Verbindung gebracht hat.