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Der grösste politische Anlass der Schweiz in diesem Jahr ist dem Schweizer Fernsehen keine Sendeminute wert. Aber für ein paar Dutzend Aktivisten auf einer linken Nischen-Mission fährt man gern Kameras auf

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Der grösste politische Anlass der Schweiz in diesem Jahr ist dem Schweizer Fernsehen keine Sendeminute wert. Aber für ein paar Dutzend Aktivisten auf einer linken Nischen-Mission fährt man gern Kameras auf
Der grösste politische Anlass der Schweiz in diesem Jahr ist dem Schweizer Fernsehen keine Sendeminute wert. Aber für ein paar Dutzend Aktivisten auf einer linken Nischen-Mission fährt man gern Kameras auf
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Über 115.000 Schweizer haben die Kompass-Initiative unterschrieben, die fordert, dass bei weitreichenden EU-Abstimmungen immer das doppelte Mehr aus Volks- und Ständemehr gilt. Ein Abstimmungstermin ist noch nicht gesetzt.

In Dübendorf haben die Initianten eine Informationsveranstaltung organisiert. Über 1700 Besucher: Es war der grösste politische Anlass im laufenden Jahr in der Schweiz. Klimaaktivisten störten den Ablauf, indem sie kurzerhand die Bühne stürmten.

Peter Klaunzer/Keystone
Unterstuetzer bei der Einreichung der Kompass-Initiative vor der Bundeskanzlei Bern
Peter Klaunzer/Keystone

Dem Schweizer Fernsehen war diese demokratiefeindliche Aktion keinen Beitrag wert. Aber das war nur konsequent, denn SRF ignorierte den gesamten Grossanlass ganz generell.

War die Veranstaltung der Kompass-Initianten zu wenig wichtig? Daran lag es kaum. Denn am Leutschenbach ist man sogar offen für völlig irrelevante Randerscheinungen.

Als im April ein paar Dutzend Leute vor dem Bundeshaus den «Rethink Masculinity Day» zelebrierten, rückte ein SRF-Team mit Kameras aus und gab den Veranstaltern sogar im Rahmen eines Interviews die Gelegenheit, ihre Mission für eine neue Form von Männlichkeit zu erklären.

Das Beispiel könnte durch beliebige andere ausgetauscht werden. Es zeigt: Wer es bei den Schweizern zu Hause auf den Bildschirm des Staatsfunks schafft, das ist keine Frage harter Kriterien, sondern der persönlichen Präferenzen des SRG-Personals.

Für die Kompass-Initiative haben die mehrheitlich linken Journalisten von SRF keinerlei Sympathien. Alles, was nach Gender und Wokeness riecht, kommt hingegen in den Genuss einer Vorzugsbehandlung.

Ein Grossanlass zu einer wichtigen Volksabstimmung ist offenbar weniger wichtig als das Treffen einiger weniger Exoten, die sich schwertun damit, dass es noch ganz normale Männer gibt. Wie passt das zusammen mit einem gebührenfinanzierten Medienhaus, das sich selbst als relevant für die Demokratie und den Zusammenhalt im Land versteht?

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