Der deutsche Bundeskanzler erlebt ein persönliches Debakel. Friedrich Merz rutscht im aktuellen Insa-Politikerranking auf den letzten Platz ab. Er kassierte schmerzhafte 62 Prozent negative Bewertungen in der Beliebtheitsskala.
Besonders bitter für den Regierungschef: Der «Denkzettel» kommt nicht nur von der Opposition, sondern zunehmend aus dem eigenen Lager. Innerhalb der Unionswählerschaft ist der Nimbus des starken Mannes verflogen. Merz stürzt hier von Platz drei auf Platz sechs ab.
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Mit lediglich 55 Punkten liegt er weit hinter CSU-Chef Markus Söder, der mit 66 Punkten die unangefochtene Nummer eins der konservativen Wähler bleibt. Das Signal ist deutlich: Die Basis fremdelt mit dem Kurs ihres Kanzlers.
Während Merz stagniert, profitiert sein Kabinett. Der «Lichtblick» der Union ist derzeit Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). Der Bayer legte den grössten Sprung nach oben hin und kletterte von Platz neun auf Platz sechs. Dobrindt positioniert sich damit als effektives Kraftzentrum innerhalb der Koalition.
An der Spitze des Feldes bleibt die Lage derweil stabil. Boris Pistorius (SPD) verteidigt souverän den ersten Platz, gefolgt von Cem Özdemir (Grüne) und Hendrik Wüst (CDU). Julia Klöckner hält sich wacker als beliebteste Frau in den Top fünf.
Für Merz bleibt am Ende nur der Blick nach oben und die bittere Erkenntnis, dass selbst Parteifreunde wie Jens Spahn auf Platz neunzehn mittlerweile mehr Zuspruch finden als der Mann im Kanzleramt.