In einem Interview mit Fox News hat US-Vizepräsident J.D. Vance detaillierte Einblicke in die jüngst unterbrochenen Verhandlungen mit dem Iran in Islamabad gegeben. Vance betonte, dass man trotz des vorläufigen Abbruchs der Gespräche keineswegs von einem Scheitern sprechen könne, da die Vereinigten Staaten ihre Bedingungen mit beispielloser Deutlichkeit hinterlegt hätten.
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«Ich würde nicht einfach sagen, dass die Dinge schiefgelaufen sind; ich denke auch, dass Dinge richtig gelaufen sind», erklärte der Vizepräsident und verwies darauf, dass man erstmals seit Jahrzehnten auf einem solch hohen diplomatischen Niveau mit der iranischen Führung zusammengekommen sei.
Dennoch machte er unmissverständlich klar, dass die USA in den Kernfragen der nationalen Sicherheit keine Kompromisse eingehen werden, da das fundamentale Ziel bleibe, dass der Iran «niemals eine Atomwaffe haben darf».
Besonderes Augenmerk legte Vance auf die physische Sicherung von angereichertem Uran. Er stellte klar, dass die USA darauf bestehen, das Material aus dem Iran zu entfernen, damit es niemals für den Bau einer Waffe verwendet werden kann: «Wir möchten dieses Material komplett aus dem Land schaffen, damit die Vereinigten Staaten die Kontrolle darüber haben.» Er räumte zudem ein, dass die iranische Delegation unter Aussenminister Abbas Araghchi sich zwar in einigen Punkten auf die US-Position zubewegt habe, die Zugeständnisse jedoch letztlich nicht weit gingen. Dies habe die US-Führung dazu veranlasst, das Team abzuziehen: «Ich denke, das Team, das dort war, war unfähig, einen Deal abzuschliessen, und sie mussten zurück nach Teheran, entweder zum Obersten Führer oder zu jemand anderem, und tatsächlich die Zustimmung zu den Bedingungen einholen, die wir gesetzt hatten.»
Vance hob hervor, dass der kulturelle Unterschied in der Verhandlungsführung eine zentrale Rolle spielte: «Iraner sind sehr andere Verhandler, zumindest diese Iraner waren sehr andere Verhandler als wir es in den Vereinigten Staaten sind.» Trotz der harten Rhetorik aus Teheran sieht er eine Resthoffnung auf eine Einigung. Zu Araghchis öffentlichen Statements merkte er an: «Da ist ein bisschen Prahlerei dabei, aber wenn man zwischen den Zeilen liest, sagt er selbst, dass wir nur Zentimeter von einer Einigung entfernt waren.»
Ein weiterer Streitpunkt bleibt die Strasse von Hormus. Vance begründete die US-Gegenblockade als Antwort auf iranischen «wirtschaftlichen Terrorismus»: «Was sie getan haben, ist, sich an diesem Akt des wirtschaftlichen Terrorismus gegen die ganze Welt zu beteiligen. [...] Nun, wie der Präsident der Vereinigten Staaten gezeigt hat, können zwei dieses Spiel spielen. Und wenn die Iraner versuchen, wirtschaftlichen Terrorismus zu betreiben, werden wir uns an ein einfaches Prinzip halten: Dass auch keine iranischen Schiffe herauskommen.»
Abschliessend skizzierte Vance die Vision einer Normalisierung, sofern der Iran ein «normales Land» werde, das keine Atomwaffe anstrebt und keinen Terrorismus verfolgt. Er betonte, dass der Präsident sehr glücklich wäre, «wenn der Iran wie ein normales Land behandelt würde, wenn er eine normale Wirtschaft hätte, wenn seine Menschen in der Lage wären, Wohlstand zu erlangen und zu gedeihen.» Doch die Verantwortung für den nächsten Schritt liege nun allein bei Teheran. Es liege im Interesse des US-Präsident, dass das iranische Volk gedeiht und Erfolg hat. Die USA habe ihre Bedingungen für eine Beendigung des Krieges auf den Tisch gelegt. «Der Ball liegt im iranischen Spielfeld», schloss Vance die Bewertung der Lage ab.