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«Das wäre nicht mehr mein Land»: CDU-Ministerin Prien würde bei AfD-Regierung auswandern

In einem Interview mit dem Funke-Podcast «Meine schwerste Entscheidung» kündigte die Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) an, dass sie im Falle einer Besetzung des Bundeskanzleramts durch die AfD auswandern würde. «Wenn die AfD den Bundeskanzler stellt, dann werde ich Deutschland sicherlich vorher verlassen», sagte sie. «Das wäre nicht mehr mein Land.»

CLEMENS BILAN / KEYSTONE
epa12416146 German Education and Family Minister Karin Prien arrives for a closed meeting of the German federal cabinet at Villa Borsig in Berlin, Germany, 30 September 2025
CLEMENS BILAN / KEYSTONE

Prien schildert im Podcast, wie sie bereits mit ihrem Umfeld über die Möglichkeit einer Auswanderung spreche. Auch ihre Kinder bereite sie auf internationale Berufswege vor. Ein Sohn werde Koch – «das kann man tatsächlich überall in der Welt machen». Als bevorzugtes Ziel nennt sie Israel – trotz des dortigen Kriegs. Es sei «immer noch der beste Zufluchtsort für Juden».

Prien, die als erste Bundesministerin mit jüdischen Wurzeln seit Gründung der Bundesrepublik gilt, beschreibt in dem Gespräch ihre Sorge um die Sicherheit von Juden in Deutschland. Bereits jetzt gelinge es dem Staat nicht mehr, jüdische Bürger wirksam vor Angriffen zu schützen. «Und es gelingt auch nicht, sie davor zu bewahren, dass sie eben sich im öffentlichen Raum kaum noch als Juden zeigen können», sagte sie. Sie selbst verstecke inzwischen häufiger ihren Davidstern.

Sie ruft zur Wachsamkeit auf: «Alle Parteien der Mitte» respektierten zwar weiterhin die deutsche Staatsräson, Israel und die Juden in Deutschland zu schützen – doch man müsse die Entwicklung «genau beobachten».

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