Die Professional Darts Corporation (PDC) schliesst Transgender-Athletinnen mit sofortiger Wirkung von Frauenturnieren aus. Dies geht aus neuen Richtlinien der Darts Regulation Authority (DRA) hervor.
Künftig dürfen laut Regelwerk nur noch «biologische Frauen» an entsprechenden Wettbewerben teilnehmen. Die PDC hat diese Vorgaben übernommen. Betroffen ist unter anderem die niederländische Spielerin Noa-Lynn van Leuven, die nicht mehr an der PDC Women’s Series teilnehmen kann.
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Van Leuven hatte 2025 und 2026 an der Weltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace teilgenommen und insgesamt sechs Turniere der Frauenserie gewonnen. An offenen Wettbewerben, an denen Männer und Frauen teilnehmen können, darf sie weiterhin starten. Die DRA betonte, man wolle inklusiv bleiben und ermutige zur Teilnahme an gemischten Turnieren.
Van Leuven reagierte mit Kritik auf die Entscheidung. «Anscheinend bin ich gerade in den Ruhestand geschickt worden - nicht freiwillig, sondern weil ich nicht mehr teilnehmen darf», erklärte sie in einem Video. «Hier geht es nicht nur um mich. Das ist ein weiterer schwerer Schlag für die Trans-Community.»
Die DRA begründet die Anpassung unter anderem mit wissenschaftlichen Einschätzungen. Demnach könnten sich mehrere Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu einem Vorteil summieren. Darts wird daher als «geschlechtsspezifische Sportart» eingeordnet. Die Regelungen sollen nach Angaben der DRA regelmässig überprüft werden.