Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Dann gehen wir den Weimarer Weg»: Markus Söder vergleicht AfD-Höhenflug mit Machtergreifung Hitlers

Anhören ( 2 min )
«Dann gehen wir den Weimarer Weg»: Markus Söder vergleicht AfD-Höhenflug mit Machtergreifung Hitlers
«Dann gehen wir den Weimarer Weg»: Markus Söder vergleicht AfD-Höhenflug mit Machtergreifung Hitlers
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

CSU-Chef Markus Söder hat auf dem Deutschen Katholikentag in Würzburg eindringlich vor einem Scheitern der schwarz-roten Bundesregierung gewarnt und dabei Parallelen zur Endphase der Weimarer Republik gezogen. «Wenn jetzt wieder eine demokratische Regierung scheitert, aus welchen Gründen auch immer, dann gehen wir den Weimarer Weg», sagte der bayerische Ministerpräsident.

SVEN HOPPE / KEYSTONE
Markus Söder am Deutschen Katholikentag in Würzburg
SVEN HOPPE / KEYSTONE

Söder bezog sich damit auf die politische Entwicklung der Weimarer Republik, die 1933 mit der Machtübernahme Adolf Hitlers endete. Zwar werde sich die Geschichte «nicht eins zu eins wiederholen», erklärte der CSU-Vorsitzende. «Die Anzeichen sind doch da. Es ist nicht das Gleiche, aber es ist irgendwie ähnlich.»

Besonders deutlich wandte sich Söder gegen Überlegungen zu einer möglichen Minderheitsregierung der Union. Eine solche Konstellation sei «nur die Vorstufe zu einer Neuwahl mit einem gigantischen Erfolg von Leuten, die ich nicht unterstütze». Gemeint war die AfD, die in mehreren gegenwärtigen Umfragen bundesweit vor der Union liegt.

Mit ungewöhnlich scharfen Worten griff Söder die Partei direkt an. «Ich behaupte, dass die AfD die schlimmste rechte Organisation in ganz Europa ist», sagte er bei einer Veranstaltung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Gleichzeitig warnte er davor, ausschliesslich mit Verboten oder Ausgrenzung auf den Aufstieg der Partei zu reagieren. Viele AfD-Wähler seien nicht verloren, sondern von Abstiegsängsten und Sorgen über gesellschaftliche Veränderungen geprägt. «Und aus Angst erwächst häufig auch Radikalität», sagte Söder.

Der Ministerpräsident rief dazu auf, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und die demokratische Mitte zu stabilisieren. Politik müsse stärker das Gemeinsame betonen. «Wir haben die Aufgabe, dass dieses Land und die Demokratie nicht kaputtgehen.»

Vertreter der AfD waren wie bereits in den vergangenen Jahren nicht zum Katholikentag eingeladen worden. Die Organisatoren begründeten dies mit der politischen Haltung der Partei und dem christlichen Selbstverständnis der Veranstaltung.

Die jüngsten Umfragen erhöhen den Druck auf die Union zusätzlich. Laut einer aktuellen Insa-Erhebung erreicht die AfD bundesweit 29 Prozent. Andere Institute sehen die Partei zwischen 25 und 28 Prozent. CDU und CSU liegen je nach Umfrage derzeit zwischen 22 und 24 Prozent.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.