Ursula von der Leyens neuestes Kind ist da: Seit wenigen Tagen ist die EU-App zur Altersverifizierung im Internet startklar.
Offiziell soll sie Kinder vor den Abgründen von Tiktok oder Porno-Plattformen bewahren. In Wahrheit wird gerade das Ende des freien, anonymen Internets zementiert.
Die Parallelen zum Covid-Zertifikat sind nicht zu übersehen. Damals hiess das Zauberwort «Gesundheit», heute «Kinderschutz». Die Infrastruktur bleibt dieselbe: ein digitaler Gatekeeper, ohne den der Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe – damals das Restaurant, heute der digitale Informationsraum – verwehrt bleibt.
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Wer sich nicht per staatlich verifizierter App ausweist, bleibt draussen. Das Internet, einst ein grenzenloser Raum der Freiheit, bekommt eine Grenzkontrolle im Hosentaschenformat.
Die EU verspricht Anonymität durch «Zero-Knowledge-Proofs». Angeblich soll die App beim Einsatz nur das Allernotwendigste preisgeben und alle anderen Informationen schützen.
Doch die Realität sieht anders aus: Kaum war die App präsentiert, meldeten Hacker bereits den ersten Totalausfall. Das System wurde in wenigen Minuten ausgehebelt.
Dazu kommt: Die App, die unsere Jüngsten vor den dunklen Seiten des Internets beschützen soll, ist nur die Vorstufe zum «EUDI Wallet», einer umfassenden digitalen Identität. Auf die Alterskontrolle kann sehr schnell anderes folgen, beispielsweise ein «Social Score», der das persönliche Verhalten bewertet.
Kontrolliert der Staat erst einmal die Technologie, mit der wir uns im Netz bewegen, wird der Jugendschutz zum Trojanischen Pferd für eine lückenlose Überwachung und Zensur.