Im Handelsstreit mit den USA hat China nun gezielt Sektoren ins Visier genommen, die zu den politischen Rückhaltzonen von US-Präsident Donald Trump zählen. Wie die Asia Times berichtet, könnten die chinesischen Vergeltungsmassnahmen vor allem die Landwirtschafts- und Energiebranchen in republikanisch dominierten Bundesstaaten empfindlich treffen.
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Anlass ist Trumps Entscheidung, Strafzölle auf chinesische Importe auf bis zu 145 Prozent zu erhöhen. Peking antwortete mit eigenen Zöllen von 125 Prozent und administrativen Hürden für US-Exporteure, etwa durch verzögerte Lizenzverlängerungen für Schweine- und Geflügelbetriebe. Die chinesische Führung trifft damit bewusst Regionen, in denen Trump bei den Wahlen 2024 besonders stark abgeschnitten hatte: Rund 78 Prozent der landwirtschaftlich geprägten US-Bezirke hatten laut USDA für ihn gestimmt.
Zudem hat China seine Importe von US-Flüssiggas seit Februar eingestellt und bezieht stattdessen Energie aus Australien, Indonesien und Brunei. Auch die Exportrestriktionen für seltene Erden verschärfte Peking. Diese sind nicht nur für Hightech und E-Mobilität von Bedeutung, sondern auch für das US-Militär: Sie werden etwa in Raketen, Kampfjets und Radarsystemen verwendet.
Chinas Präsident Xi Jinping lehnt laut Asia Times jegliches Nachgeben ab. Während Trump zuletzt angedeutet hatte, China würde «die Zölle einfach schlucken», dementierte Peking jüngste US-Aussagen über angebliche neue Verhandlungen.