Nach dem erneuten Gewinn der Champions League durch Paris Saint-Germain ist es in Frankreich zu schweren Ausschreitungen gekommen. Das französische Innenministerium meldete landesweit 416 Festnahmen, davon 283 in Paris. Innenminister Laurent Nuñez erklärte, sieben Polizisten seien verletzt worden. Zudem wurden mehrere Fahrzeuge und Geschäfte beschädigt.
Thomas Padilla/AP/Keystone
Besonders in der Hauptstadt kam es in der Nacht zu Zusammenstössen zwischen vermummten Gruppen und den Sicherheitskräften. Auf den Champs-Élysées lieferten sich Randalierer und Polizei wiederholt Auseinandersetzungen. Dabei kamen Wurfgeschosse und Tränengas zum Einsatz. Eine Bushaltestelle wurde zerstört, weitere Sachschäden wurden gemeldet.
Zur Absicherung der Feierlichkeiten waren landesweit rund 22 000 Polizisten im Einsatz, davon allein 8000 in Paris. Die Sicherheitsvorkehrungen waren bereits im Vorfeld verstärkt worden, nachdem es schon nach dem Halbfinalsieg gegen den FC Bayern zu zahlreichen Festnahmen gekommen war.
Auslöser der Feierlichkeiten war der zweite Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte von Paris Saint-Germain. Der französische Meister setzte sich im Final in Budapest gegen den FC Arsenal nach Elfmeterschiessen mit 4:3 durch. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden.
Die Behörden rechnen auch am Sonntag mit einem Grossaufgebot. Zu den offiziellen Feierlichkeiten in Paris werden nahezu 100 000 Menschen erwartet. Präsident Emmanuel Macron will die Mannschaft zudem im Élysée-Palast empfangen.
Die erneuten Ausschreitungen werfen einen Schatten auf den sportlichen Erfolg des Hauptstadtklubs. Bereits im Jahr 2025 war es nach dem Triumph in der Königsklasse zu gewaltsamen Zusammenstössen gekommen.