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Bundeswehr kann Kasernen nicht mehr selbst bewachen: Der private Sicherheitsdienst kostet den Steuerzahler 666 Millionen Euro im Jahr

KLAUS-DIETMAR GABBERT / KEYSTONE
Brandenburg/ ARCHIV: Ein Soldat des Fernmeldebataillons 610 steht in der Uckermark-Kaserne in Prenzlau in einem Wachhaeuschen Wache (Foto vom 29
KLAUS-DIETMAR GABBERT / KEYSTONE

Die Bundeswehr kann ihre eigenen Kasernen nicht mehr selbst bewachen und muss dafür private Sicherheitsdienste engagieren. Dies bestätigte das Verteidigungsministerium auf Anfrage der Bild-Zeitung. Allein 2024 kostete dies den Steuerzahler 666 Millionen Euro.

Grund für die Abhängigkeit von privaten Wachdiensten ist der anhaltende Personalmangel bei der Truppe. Mit der schrittweisen Verkleinerung der Bundeswehr nach der Wiedervereinigung und der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 sei nicht mehr genügend Personal für die Bewachung der Liegenschaften vorhanden, so das Ministerium. Vor der Reform hätten Wehrpflichtige einen erheblichen Teil dieser Aufgaben übernommen. Seitdem sei die Truppenstärke von 250.000 auf 180.000 Soldaten geschrumpft.

Die Sicherheitsdienste werden von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben beauftragt. Derzeit überwacht das Unternehmen Secura-Protect mit rund 2000 Mitarbeitern bundesweit die Bundeswehr-Standorte. Die Regierung argumentiert, dies sei die «wirtschaftlichste Option». Kritiker, darunter CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter, fordern hingegen einen Gesellschaftsdienst, um wieder mehr Personal für Bundeswehr und kritische Infrastrukturen bereitzustellen.

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