Bundesrat Martin Pfister hat vor zunehmender russischer Desinformation und Einflussnahme in der Schweiz gewarnt. An der Dreikönigstagung der Schweizer Medienbranche sagte der Verteidigungsminister, Russland versuche seit 2022 vermehrt, die politische Haltung der Schweiz zu beeinflussen und die Bevölkerung zu verunsichern.
«Insbesondere Russland greift die Schweiz seit 2022 zunehmend mit Beeinflussungsaktivitäten an», erklärte Pfister. Ziel sei es, die Schweiz als nicht mehr neutral, nicht mehr demokratisch und nicht mehr sicher darzustellen. Als Beispiel nannte er eine koordinierte Kampagne vom Mai 2025, bei der prorussische Konten auf sieben Plattformen in allen Landessprachen ein aus dem Kontext gerissenes Video aus Genf verbreitet hätten. Das Material sei über zwei Millionen Mal angesehen worden und habe Chaos und Instabilität suggeriert.
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Laut Pfister verbreiten allein Russia Today und Prawda monatlich zwischen 800 und 900 Artikel in der Schweiz. Solche Propaganda könne eine Gesellschaft verwundbar machen, wenn ihr nicht entschlossen begegnet werde. Pfister forderte die Medien auf, ihrer demokratischen Verantwortung nachzukommen.