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Bundesrat Martin Pfister nennt den Verzicht auf den F-35 eine «mögliche Option». Hoffentlich meint er das nicht ernst

An der Medienkonferenz über die Verteuerung der 36 bestellten Kampfjets F-35 zur Erneuerung der Schweizer Luftwaffe ab den 2030er Jahren musste Verteidigungsminister Martin Pfister (Mitte) über das «Missverständnis» bezüglich Beschaffungspreis Auskunft geben. Es ist verständlich, dass ihm die Vertretung dieser Milliardenverteuerung, die ihm seine Vorgängerin und Parteikollegin Viola Amherd eingebrockt hat, mit äusserster Vorsicht kommentierte.

© KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Bundesrat Martin Pfister spricht an einer Medienkonferenz ueber das Thema "Air2030: Aktuelle Herausforderungen und weiteres Vorgehen", am Mittwoch, 25
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Auf die Frage, ob nicht auch der Verzicht auf den Kauf der F-35-Jets in Frage komme, gab Pfister eine erstaunliche, ja abwegige Antwort: «Sie haben recht, dass das auch eine Option ist, die der Bundesrat auch diskutiert hat. Das ist eine Option und das ist ein Worst Case, den wir aber nicht anstreben. Aber natürlich, das ist auch eine mögliche Option, wenn wir uns nicht einigen würden, das muss man offen sagen. Das ist gerade in den Verhandlungen eine Option.»

Es ist zu hoffen, dass der Verteidigungsminister dies alles nicht ernst meint, sondern eine gezinkte Karte gezogen hat, um bei den Verhandlungen mit den USA wenigstens noch einen Trumpf im Ärmel zu haben. Denn wenn etwas keine Option sein darf, ist dies der Verzicht auf den Kauf der F-35-Jets.

Den Amerikanern würde ein schweizerisches njet angesichts des weltweiten Rüstungshungers nicht das Geringste ausmachen. Denn erstens hat unser Land schon rund 700 Millionen Dollar «Vorschuss» überwiesen. Und zweitens sind gegenwärtig die Auftragsbücher für den F-35 aus aller Welt so prall gefüllt, dass der Hersteller Lockheed getrost auf die Eidgenossen verzichten kann. Das Unternehmen könnte die 36 Maschinen problemlos sofort weiterkaufen. Und dies drittens erst noch garantiert zu einem höheren Preis.

Die einzige Option für die Schweiz wäre die Anschaffung einer geringeren Anzahl von F-35. Aber auch diese Lösung hätte ihren Preis. Nämlich denjenigen einer schlechteren Verteidigungsbereitschaft zugunsten unseres Luftraums. Und entsprechend höheren Wartungskosten pro Maschine. Bundesrat Martin Pfister sollte sich also das nächste Mal lieber auf die Zunge beissen, statt von einer Verzichtsoption beim F-35-Kauf zu schwafeln.

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