Bulgarien erwägt eine Ausnahme von den jüngst verhängten US-Sanktionen gegen russische Ölkonzerne. Das berichtet Politico.
US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche Sanktionen gegen die russischen Energiegiganten Rosneft und Lukoil angekündigt. In mehreren EU-Staaten, darunter Bulgarien, löste dies hektische Versuche aus, Ausnahmeregelungen zu erwirken.
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In Sofia geht die Sorge um, dass der Betrieb der Lukoil-Raffinerie in Burgas – sie deckt laut Politico bis zu 80 Prozent des bulgarischen Kraftstoffbedarfs – eingestellt werden könnte, weil internationale Banken ihre Zusammenarbeit einstellen. Ein solches Szenario könne nicht nur Versorgungsengpässe, sondern auch massive Proteste und politische Instabilität auslösen, heisst es aus Regierungskreisen. Im schlimmsten Fall sei sogar ein Kollaps der Regierung möglich.
Ex-Umweltminister Julian Popov sieht Bulgarien unvorbereitet. Es gebe keinen Plan B, sollte sich Lukoil zurückziehen. Popov schlägt deshalb vor, dass der Staat das operative Management der Raffinerie übernimmt – idealerweise begleitet von einem internationalen Expertenteam.