Russland baut offenbar seine Schattenflotte für Flüssigerdgas aus, um Exporte aus dem sanktionierten Projekt Arctic LNG 2 zu steigern. Dies berichtet Bloomberg.
Demnach steuern vier LNG-Tanker mit den Namen «Kosmos», «Luch», «Orion» und «Merkuriy» derzeit die Arktis an. Einer der Frachter habe als Ziel den Hafen Murmansk angegeben, der nahe dem schwimmenden Gasspeicher «Saam» liegt. Dort werden Exporte aus dem Projekt Arctic LNG 2 gelagert. Die Schiffe hätten im März und April ihre Flagge auf Russland gewechselt, nachdem zuvor Eigentümerwechsel erfolgt seien.
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Laut Bloomberg weisen die Tanker typische Merkmale einer sogenannten Schattenflotte auf. Sie seien älter als übliche LNG-Schiffe und über wenig bekannte Firmen sowie undurchsichtige Zwischenhändler übertragen worden. Die Schiffe «Kosmos» und «Luch» gingen demnach an die in Hongkong ansässige Mighty Ocean Shipping Ltd., während «Orion» und «Merkuriy» an Celtic Maritime and Trading SA übergingen. Obwohl die Eigentümer nicht in Russland ansässig sind, fahren die Tanker unter russischer Flagge.
Insgesamt umfasst Russlands LNG-Schattenflotte laut Analyse mindestens sechzehn Tanker. Diese wechseln regelmässig Flaggen und Eigentümer, was ihre Nachverfolgung erschwert. Eines dieser Schiffe wurde im März beschädigt und ist derzeit ausser Betrieb.
Während die EU ab 2027 ein Importverbot plant, richten sich die russischen Exportbemühungen verstärkt auf Abnehmer in Asien.