Fünf Monate vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg droht den Grünen ein massiver Rückschlag: Erstmals seit Jahren ist die Partei in einer Umfrage auf den dritten Platz abgerutscht – hinter CDU und AfD. Während die Christdemokraten laut Infratest Dimap mit 29 Prozent weiterhin vorne liegen, erreicht die AfD mit 21 Prozent ein neues Rekordhoch. Die Grünen stagnieren bei 20 Prozent, berichtet die Bild-Zeitung.
BERND WEISSBROD / KEYSTONE
Die AfD zieht damit an den Grünen vorbei – ein symbolträchtiger Dämpfer für Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir. Der frühere Bundeslandwirtschaftsminister soll Ministerpräsident Winfried Kretschmann beerben, dessen Rückzug feststeht. Doch bislang gelingt es Özdemir nicht, die Partei aus der Abwärtsspirale zu holen. Laut Insa-Umfrage im Auftrag des Portals «Schwäbische.de» würden nur noch 17 Prozent die Grünen wählen – ein Verlust von über fünfzehn Punkten im Vergleich zur Wahl 2021.
Bei der Direktwahlfrage liegt Özdemir mit 29 Prozent klar vor CDU-Kandidat Manuel Hagel (9 Prozent). Doch auch Tübingens parteiloser Oberbürgermeister Boris Palmer – nicht einmal im Rennen – kommt laut Insa auf 24 Prozent Zustimmung und liegt damit zwischen den offiziellen Spitzenkandidaten.
Die AfD profitiert unterdessen von ihrem Kandidaten Markus Frohnmaier und liegt in beiden Umfragen bei 20 bis 21 Prozent. SPD, Linke und FDP verharren unter «ferner liefen».