Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul fordert China und Russland auf, den Weg für eine UN-Resolution zur Sicherung der Strasse von Hormus freizumachen. Dies sagte er am Rande eines Besuchs bei den Vereinten Nationen in New York. Ein doppeltes Veto von Peking und Moskau habe eine solche Resolution im Iran-Krieg bislang verhindert. Wadephul erklärte: «Wer die internationale regelbasierte Ordnung nicht nur mit Worten verteidigen will, sondern sie lebendig sehen will, der muss es ermöglichen, dass entsprechende Resolutionen hier verabschiedet werden.»
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Wadephul sagte weiter, die Gespräche bei den Vereinten Nationen hätten gezeigt, dass die internationale Gemeinschaft die freie Passage durch die Strasse von Hormus als notwendig erachte. Zudem müsse der Iran erkennen, dass er auf nukleare Bewaffnung verzichten solle. «Diese Welt braucht nicht neue Nuklearmächte, sondern diese Welt braucht weniger Atomwaffen», sagte er.
Der Minister stellte sich zudem hinter Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz, der den USA mangelnde Strategie im Iran-Konflikt vorgeworfen hatte. Wadephul betonte mit Blick auf Teheran: «Die Ernsthaftigkeit und die Dringlichkeit der Situation ist noch nicht allen in Teheran deutlich geworden. Und darauf wollte der Bundeskanzler aufmerksam machen.»