«Lebt denn der alte Ost-Michl noch?», möchte man nach einem ehemals dauerbrennenden Schunkelhit («Holzmichl») der Combo De Randfichten fragen und bierselig die Antwort grölen: «Jaaa – er lebt noch! Er lebt noch, lebt noch . . .» Wer sich die Wahlkarte nach der Bundestagswahl ansah, konnte die untergegangene DDR leicht wiederfinden: Der einst rote Osten ist blau geworden. AfD-blau. Woher kommt diese Renitenz?
Zunächst gilt es, den Augenschein zu relativieren: Die blauen Wahlkreise markieren AfD-Gewinne bei den Erststimmen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die AfD im Westen ebenfalls rund 20 Prozent holte, in ehemaligen Arbeiterhochburgen vorn liegt und in Hessen zweitst ...