Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Aufregung über AfD-Personalpläne: Parteien verteilen Spitzenposten seit Jahren nach politischem Lager

Anhören ( 1 min )
Aufregung über AfD-Personalpläne: Parteien verteilen Spitzenposten seit Jahren nach politischem Lager
Aufregung über AfD-Personalpläne: Parteien verteilen Spitzenposten seit Jahren nach politischem Lager
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Debatte über mögliche Massenumbesetzungen durch die AfD in Sachsen-Anhalt sorgt für heftige Reaktionen in der deutschen Politik. Vertreter von CDU, SPD und Grünen warnen vor einem «Staatsstreich», nachdem AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund angekündigt hatte, bei einer Regierungsübernahme «150 bis 200 Stellen» im Land neu besetzen zu wollen. Sachsen-Anhalts Staatskanzlei-Chef Rainer Robra erklärte dazu, ein solcher Austausch sei «ohne krasse Verstösse gegen Recht und Gesetz völlig ausgeschlossen».

Klaus-Dietmar Gabbert/DPA/Keystone
Ulrich Siegmund im Landtag von Sachsen-Anhalt
Klaus-Dietmar Gabbert/DPA/Keystone

Gleichzeitig zeigt eine Übersicht über Bund und Länder laut Bild-Zeitung, dass auch andere Parteien seit Jahren Schlüsselposten gezielt mit parteinahen Personen besetzen. Im Bund tauschen neue Kanzler und Minister regelmässig Stabs-, Referats- und Abteilungsleiter aus. Betroffen sind laut dem Bericht mehr als 250 Schlüsselstellen, hinzu kommen Botschafter und Behördenchefs.

Besonders umstritten war der Umbau im Wirtschaftsministerium unter dem damaligen Grünen-Minister Robert Habeck. Ex-Agora-Chef Patrick Graichen wurde Staatssekretär, weitere Vertraute aus dessen Umfeld erhielten Spitzenpositionen oder Förderungen. Insgesamt vergab das Ministerium neun Referatsleiterstellen ohne reguläre Ausschreibung wegen eines angeblichen «besonderen Vertrauensverhältnisses».

Auch FDP-geführte Ministerien setzten auf politische Vertraute. Im Verkehrsministerium von Volker Wissing wurden 18 Stellen ohne Ausschreibung vergeben, im Justizministerium von Marco Buschmann weitere 19. Offiziell begründete die Regierung dies mit dem notwendigen «politischen Vertrauen».

Auf Kritik stiess zudem die Ernennung von Stephan Harbarth zum Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts. Der frühere CDU-Fraktionsvize wechselte direkt aus dem Bundestag an das höchste deutsche Gericht. Auch in den Bundesländern gilt Parteiproporz seit Jahren als verbreitete Praxis. Der Berliner Grünen-Politiker Benedikt Lux erklärte offen, seine Partei habe während ihrer Regierungszeit nahezu die gesamte Führung der Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht. Betroffen waren Polizei, Feuerwehr, Staatsanwaltschaft und Verfassungsschutz.

Weitere Beispiele reichen von der Ernennung des SPD-Politikers Stephan Kramer zum Thüringer Verfassungsschutzchef bis zur früheren SPD-Chefin Andrea Nahles an die Spitze der Bundesagentur für Arbeit.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.