178 Jahre nachdem beim Schweizer General Johann August Sutter (gestorben 1880) in Kalifornien Gold gefunden wurde, machen sich im nächsten Sommer ein paar Schweizer zur Goldsuche in die USA, Kanada und Mexiko auf. Die goldene Generation um Captain Granit Xhaka und Ricardo Rodríguez, die 2009 den U-17-Weltmeistertitel holte, qualifizierte sich gestern im letzten Qualifikationsspiel für das wichtigste Turnier im Weltfussball.
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Sechs Qualifikationsspiele, vier Siege, zwei Unentschieden, keine Niederlage, 14:2-Tore – das nennt man souverän. Xhaka, der in der Heimat seiner Eltern bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wird, auf SRF: «Wir können stolz sein auf uns!» Coach Yakin: «Wir haben von der ersten Sekunde an gespürt, dass die Mannschaft an die WM will.»
Xhaka, der schon als 17-Jähriger mit unerschütterlichem Selbstvertrauen an die Junioren-WM flog («ich habe gepackt bis zum Finale»), wird auch im nächsten Sommer alles daransetzen, unter Taktikfuchs und Nati-Coach Murat Yakin den ersten WM-Titel für Profifussballer in der Geschichte des helvetischen Fussballs zu holen. Unmöglich? Warum denn nicht? An der EM im letzten Jahr warfen die Schweizer im Achtelfinal den vierfachen Weltmeister Italien souverän mit 2:0 raus, im Vierteilfinal scheiterten die Schweizer erst in der Elfer-Lotterie gegen England, den Weltmeister von 1966.
Coach Murat Yakin hat es innert weniger als einem Jahr geschafft, dass (fast) keiner mehr den zurückgetretenen Xherdan Shaqiri und Fabian Schär nachtrauert. Nur Goalie Gregor Kobel konnte seinen Vorgänger Yann Sommer (vor allem mit der Fussarbeit) noch nicht vergessen machen. Dafür haben Rubén Vargas (FC Sevilla) und Dan Ndoye (Nottingham Forest) in den besten Ligen der Welt Quantensprünge gemacht. Und keiner hatte den 20-jährigen Johan Manzambi auf der Rechnung. Der SC-Freiburg-Spieler schiesst bereits regelmässig Tore für die Nati.
Xhaka und der zurzeit verletzte Italien-Söldner Remo Freuler sind im defensiven Mittelfeld eine Wucht, Manuel Akanji und Nico Elvedi lassen in der Innenverteidigung fast nichts anbrennen.
Let’s go for gold!