Migros-CEO Mario Irminger warnt vor erheblichen Folgen der 10-Millionen-Initiative für den Detailhandel in der Schweiz. Dies berichtet die Schweiz am Wochenende. Eine Annahme der Vorlage würde den Sektor «im Kern» treffen, erklärte Irminger.
«Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der heutige Servicelevel – in der Verarbeitung ebenso wie in den Läden – nicht mehr aufrechterhalten werden kann», sagte er. Konkret könnten kürzere Öffnungszeiten, weniger Filialen und ein reduziertes Angebot die Folge sein.
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Als Hauptgrund nennt Irminger die demografische Entwicklung. Viele Mitarbeitende gingen in den kommenden Jahren in Pension, während gleichzeitig Personal fehle. Bereits heute habe die Migros Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen.
Besonders abhängig sei die Branche von ausländischen Arbeitskräften. Bei der Migros-Tochter Micarna seien rund 60 Prozent der Angestellten Ausländer, in einzelnen Bereichen wie der Zerlegerei bis zu 90 Prozent. «Wir sind auf sie angewiesen», erklärte Irminger.