Altkanzlerin Angela Merkel hat sich gegen die Möglichkeit einer AfD-Kanzlerin ausgesprochen und angekündigt, alles in ihrer Macht Stehende dagegen zu unternehmen. Dies sagte Merkel bei einem Auftritt an der Digitalkonferenz Republica in Berlin. Auf die Frage nach einer möglichen AfD-Kanzlerin in zehn Jahren sagte Merkel: «Ich werde alles tun, was in meiner Macht noch steht, dass das nicht passiert.»
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Die frühere CDU-Politikerin warnte zugleich vor Resignation angesichts steigender Umfragewerte der AfD. «Wenn es genügend Menschen gibt, die an die Demokratie glauben – und daran glaube ich immer noch –, dann wird das nicht passieren», erklärte sie im Gespräch mit zwei WDR-Journalisten. Mit Blick auf hohe Zustimmungswerte der Partei in Sachsen mahnte Merkel, man dürfe «nicht schon Ergebnisse vorwegnehmen, die gar nicht eingetreten sind».
Zugleich richtete sie einen Appell an das Publikum. «Jeder, der nicht möchte – und ich gehöre dazu –, dass die AfD stark wird, der muss etwas tun», sagte Merkel. Die AfD versuche derzeit, den Volksbegriff umzudefinieren, erklärte die Altkanzlerin weiter. Die Demokratie beruhe jedoch darauf, dass «Fakten Fakten sind» und jeder deutsche Staatsbürger Teil des Volkes sei.