Die Ukraine sieht Fortschritte in den Verhandlungen mit Russland und hält ein baldiges Kriegsende für möglich. «Alle verstehen, dass der Krieg enden muss. Deshalb verhandeln sie», sagte Präsidentenberater Kyrylo Budanow in einem Interview mit Bloomberg.
Der frühere Militärgeheimdienstchef, heute enger Vertrauter von Präsident Wolodymyr Selenskyj, spricht von wachsender Annäherung in den Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und den USA. Beide Seiten hätten zwar weiterhin Maximalforderungen, bewegten sich aber auf einen Kompromiss zu. «Ich glaube nicht, dass es noch lange dauern wird», so Budanow.
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Im Zentrum der Verhandlungen stehen Sicherheitsgarantien für die Ukraine sowie territoriale Fragen. Russland verlangt unter anderem den Rückzug ukrainischer Truppen aus Teilen der Ostukraine, während Kiew einen Waffenstillstand entlang der aktuellen Frontlinie anstrebt. Die USA brachten zuletzt eine wirtschaftliche Sonderzone ins Spiel.
Hinter den Kulissen zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Kreml-nahe Quellen sprechen von festgefahrenen Gesprächen ohne greifbare Fortschritte. Die Positionen beider Seiten seien weiterhin unvereinbar. Eine Lösung erfordere zudem eine breitere Einigung mit den USA und Europa, deren Interessen nicht deckungsgleich seien.
Parallel setzt Moskau militärisch und wirtschaftlich auf Durchhaltefähigkeit. Trotz hoher Kriegskosten verfüge Russland laut Budanow über enorme Ressourcen und Mobilisierungspotenzial. Die Ukraine hingegen bleibt stark von westlicher Finanz- und Militärhilfe abhängig und steht unter wachsendem Druck, neue Mittel zu sichern.
Ein kurzfristiger Waffenstillstand über Ostern deutet zwar auf punktuelle Entspannung hin. Ob daraus ein tragfähiger Frieden entsteht, bleibt offen.