Linke Aktivisten haben beim Landesparteitag der AfD in Baden-Württemberg mit einer Protestaktion für Aufsehen gesorgt. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, platzierten sie im Frühstücksraum eines Hotels in Heidenheim ein Hakenkreuz aus veganem Hackfleisch und ergänzten dieses mit dem Schriftzug «Vorsicht vor der NSAFD».
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Nach Angaben der Aktivisten stammen die Beteiligten aus dem Umfeld des Zentrums für Politische Schönheit. Sie erklärten, sich im Hotel einquartiert zu haben, in dem auch zahlreiche Delegierte der AfD übernachteten. Die Polizei bestätigte den Vorfall. Die Ermittler prüfen den Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.
Ein an der Aktion beteiligter Aktivist bezeichnete den Protest als «künstlerische Intervention». Das aus 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch gefertigte Arrangement sollte nach seinen Angaben zum Nachdenken anregen. Die Aktivisten erklärten zudem, einzelne Beteiligte seien nach der Aktion von AfD-Mitgliedern bedroht worden.
Die Parteiführung reagierte mit scharfer Kritik. Der baden-württembergische AfD-Landesvorsitzende Emil Sänze sprach auf dem Parteitag von einer Schmach für die Partei. Er berichtete von «Antifa-Leuten», die im Hotel ein Hakenkreuz aus Hackfleisch platziert hätten. «So weit ist die Republik gekommen», sagte Sänze.
Auf dem Parteitag wurden Sänze und Markus Frohnmaier als Landesvorsitzende im Amt bestätigt. AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel zeigte sich mit Blick auf die kommenden Landtagswahlen optimistisch. Sie erklärte, die AfD werde die nächsten Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stellen. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hatte die AfD zuletzt 18,8 Prozent der Stimmen erzielt und ist dort stärkste Oppositionsfraktion.