Das polnische Innenministerium empfiehlt den Bürgern, sich auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten – mit Vorräten an Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten für mindestens drei Tage. Zusätzlich rät das Ministerium zum Besitz eines batteriebetriebenen Radios, um auch bei Stromausfällen informiert bleiben zu können. Dies erklärte der stellvertretende Innenminister Wiesław Leśniakiewicz in einem Interview mit der Nachrichtenagentur PAP.
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«Man sollte darauf vorbereitet sein, dass man mindestens drei Tage ohne die Hilfe staatlicher Strukturen überleben kann», so Leśniakiewicz. Neben Trinkwasser und Medikamenten sollten auch Hygieneartikel und unabhängige Lichtquellen vorhanden sein.
Der Appell ist Teil einer breiter angelegten Strategie zum Zivilschutz. Polens Behörden verweisen auf die Einsatzbereitschaft von 16.000 freiwilligen Feuerwehren und 5000 staatlichen Rettungsteams für den Ernstfall. Der Hinweis auf Selbstverantwortung fällt in eine Zeit, in der in Polen auch sicherheitspolitische Defizite diskutiert werden. So erklärte Krzysztof Bosak, Vizepräsident des polnischen Parlaments, die Armee sei aktuell nicht einmal auf einen Verteidigungskrieg vorbereitet – es mangle an Ausrüstung, Munition und Infrastruktur.
Zudem bestätigte das Verteidigungsministerium jüngst Pläne, an der Grenze zu Belarus und Russland neue Verteidigungsanlagen zu errichten – einschliesslich des Einsatzes von Antipersonenminen.