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Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie nach wie vor aus der russischen Hauptstadt Moskau zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Freitag, dem 29. Mai. 2026. Heute dürfen Sie das Intro meiner schweizerischen Sendung auf keinen Fall verpassen. Es wäre eigentlich besser geeignet gewesen für ein internationaleres EU-Publikum, weil ich dort über eine der grössten Gefahren spreche, die derzeit in Europa, in der Europäischen Union mit einer gelegentlich schulterzuckenden Gleichgültigkeit gar nicht richtig zur Kenntnis genommen wird. Man lässt das einfach geschehen, dabei zerrinnt da vor unseren Augen eines der wichtigsten Fundamente der freien Gesellschaft, nämlich die offene Ungeschminkte, direkte, freie Rede. Die freie Meinungsäusserung. Wo sind wir eigentlich hingekommen, wenn sich da Leute mit höchst fragwürdiger, demokratischer Legitimation aufschwingen? Brandmauern hochzuziehen. Und zwar nicht einfach nur Brandmauern in der deutschen Innenpolitik, das geht ja viel weiter. Wir leben im Zeitalter der Brandmauer, der Ausgrenzung des Unerwünschten. Wir sind wieder an diesem Punkt angelangt, dass es beispielsweise rechtfertigungspflichtig sein soll, wenn man sich mit Leuten unterhält, die Auffassungen vertreten, die im Schüstmilieu als falsch, als skandalös empfunden werden. Diese sterile, woke, Pseudo-Achtsamkeit, diese militante, staatlich aufmunitionierte Überempfindlichkeit. Linker Kreise nennen wir das Kind beim Namen, das kommt von links. Meinungszensur aus moralischen Gründen der angeblichen Rücksichtsnahme. Es ist der Öffentlichkeit eine bestimmte Meinung nicht zuzumuten, weil sie jemanden verletzen könnte. Mit diesen süsslichen Verlogenheiten wird das dann jeweils so ungefähr verteidigt. Aber das wäre ja alles. Irrelevant und unbedeutend, wenn die Bürgerlichen da nicht so schwach wären. In zahlreichen EU-Ländern, aber auch in der Schweiz, meine Damen und Herren, wir haben diese Missstände auch, wenn auch weniger stark ausgeprägt. Aber vor zwei Tagen ist an einem Kongress in der Schweiz, in dem es über die neuen EU-Verträge ging, Kompass Europa, sehr kritisch. Da plötzlich eine Gruppe von Linksradikalen auf die Bühne gestürmt. Und als der Veranstalter, Alfred Gantner, ein super erfolgreicher Unternehmer, einem dieser Krawallmenschen das Interview anbot, er möge doch eine Frage stellen, hat er einen Vortrag gehalten, warum das jetzt überhaupt nicht gehe, so eine Veranstaltung durchzuführen, warum es absolut geradezu kriminell sei, diese neuen EU- wie ich sage, Unterwerfungsverträge nicht anzunehmen. Und dies übrigens in gestochen scharfem Hochdeutsch. Und jetzt mit allem Respekt auch vor den Zuwanderern aus Deutschland und der überwiegende Grossteil, ist er gerade deshalb in die Schweiz gekommen, weil er schätzt, dass wir in der Schweiz diese Freiheitskultur noch haben. Aber es kommen eben auch andere Deutsche in die Schweiz, die offensichtlich das Gefühl haben, sie müssten uns erzählen, was wir zu sagen haben und was nicht. Das unterscheidet jetzt also den Schweizer vom Deutschen, zumindest wenn er in der Öffentlichkeit auftritt. Ich habe noch nie... in der deutschen Öffentlichkeit irgendeine Meinung für unzulässig bezeichnet, käme mir doch überhaupt nicht in den Sinn. Im Gegenteil, fühle mich ja geradezu gedrängt, mich da der deutschen Öffentlichkeit aufzudrängen. Jetzt könnte ich sagen, ja, auf vielfachen Wunsch, nicht zuletzt von Ihnen. Aber es gibt vielleicht auch andere, die sagen, ich soll endlich mal die Klappe halten. Aber jetzt unabhängig einmal von dieser persönlichen Episode von diesem narzisstischen Nebenschauplatz. Das sind besorgniserregende Entwicklungen. Und gerade bei so etwas Wichtigem wie dem Ukraine-Konflikt versucht man uns seit über vier Jahren einzureden, nein, mit den Russen darf man nicht reden, das ist russische Propaganda und die, die das tun, die werden sanktioniert, die versucht man mundtot zu machen. Versucht sie auch in ihrer Existenz zu treffen. Da sind wir einfach auf der Stufe einer totalitären Entwicklung. Das ist ein Verrat an den europäischen Werten. Das ist ein Verrat an der Meinungsäusserungsfreiheit. Das ist ein Verrat an dem, wofür Generationen von Vorfahren ihr Blut vergossen haben. Gegen die Monarchen, die Potentaten und die gesalbten Häupter. Gegen die Inquisitionen, die sich da immer wieder aufgeschwungen haben. Das hat es aber auch in Russland gegeben. Ich habe gestern ein... Ein intensives Gespräch, geführt in zwei Teilen, sozusagen den definitiven Podcast. Im Giftschrank, gewissermassen. Ja, das war das Gespräch im Giftschrank, der Griff in den Giftschrank. Was man überhaupt nicht tun sollte, um Himmels Willen. Sie haben sich mit dem Leibhaftigen unterhalten. Aber ich habe mal den Satz gesagt, gibt es den Teufel, mache ich mit ihm ein Interview? Selbstverständlich. Weil eben viele von denen, die wir für den Teufel halten, am Ende vielleicht gar keine Teufel sind. Und ich habe gesprochen, ein Interview geführt mit dem erfolgreichsten und gleichzeitig umstrittensten, bei uns meist angefeindeten Journalisten, Medienmann, aber auch Unterhaltungsentertainer. Russlands mit Wladimir Solovyov. Stellen Sie sich vor, ich habe mit Wladimir Solovyov gesprochen, dem seelenlosen Propagandisten des Kreml, der seit über zehn Jahren an sechs Tagen die Woche, wenn er nicht gerade an der Front ist, auch tagsüber Sendungen gestaltet. Ich habe mit Leuten seines Teams gesprochen, habe sie gefragt, wann schläft er eigentlich? Er hat kein Team von Mitarbeitern, die ihm die Texte aufschreiben, die ihm ins Ohr flüstern, was er zu sagen hat. Der Mann tritt ohne Netz und doppeltem Boden auf. Er redet absoluten Klartext. Ich habe versucht herauszufinden, wer ist der Mann, der jeden Abend die Aufmerksamkeit von Millionen von Russen findet. Und jeder kennt ihn hier. Und alle reden mit grösstem Respekt vor ihm, auch wenn sie sagen, er ist schon ziemlich aggressiv, er teilt aus. Aber er hat den Mut, Wahrheiten auszusprechen. Er hat den Mut, sich dem Gespräch zu stellen. Und er hat auch den Mut, die russische Regierung zu kritisieren. Darüber haben wir gesprochen und wir sind uns auch in die Haare geraten. Aber wir haben eigentlich kein Streitgespräch mit ihm führen wollen. Ich wollte herausfinden, wer ist dieser Mann? Mit einer unglaublichen Bildung. Er ist Ingenieur. Er kommt aus einer sehr bildungsbürgerlichen, kultivierten Familie. Jüdischer Hintergrund. Die Religion spielt eine grosse Rolle. Gleichzeitig ist er ein vehementer Kritiker der Regierung Netanyahu und dieser israelischen Aussenpolitik im Moment. Er sagt auch, dass man mit diesen Methoden doch den Nahen Osten vollends in Brand stecken werde. Absolut abwegig. Und er kritisiert in diesem Zusammenhang übrigens auch die Europäische Union, natürlich auch mich in dem Sinn, dass es da an Aufschrei und Empörung fehle angesichts der Kriegsführung Israels. Wobei wir die Kriegsführung Israels immer verurteilt haben hier, aber die Frage ist, was ist der Ursprung? Aber auch da, der schreckt nicht davor zurück, in die Kontroverse zu gehen. Er hat mir gesagt, talk to me. Aber kommt mir nicht mit Meinungen, kommt mit Fakten. Das wurde also eine ziemlich intensive Sache. Wie gesagt, ich wollte kein Streitgespräch. Ich hatte sehr auf eine Art analytische Ergründung dieser Persönlichkeit angelegt. Wer ist denn das eigentlich? Was ist das für ein Mann, der bei uns mit Sanktionen belegt wird? Der in unseren Medien aufs Schrecklichste verteufelt wird, obwohl ja niemand seine Sendungen anschauen kann. Der spricht ja Russisch. Mehrere Stunden pro Abend. Diskussionssendungen, ich habe ihm eine angeschaut, da hört er die meiste Zeit zu. Der geht an die Front, der Kevlar West, in die Kampfgebiete, der unterhält sich mit den Soldaten, mit den Offizieren, der ist ganz nahe dran. Natürlich, das ist die russische Sicht. Das ist russische Propaganda. So als ob es auf der anderen Seite keine Propaganda gäbe. Wer so redet, hat vor der Propaganda bereits kapituliert, der hat sich die Propaganda verinnerlicht. Ich habe ihn natürlich gefragt. Wo ist für Sie die Grenze? Zwischen legitimer Aufklärung, Aufrüttelung des Publikums und Propaganda und Demagogie. Denn Solowjow spricht ja auch von den ukrainischen Nazis. Da habe ich ihm entgegengehalten, ja, aber sorry, das ist doch einfach ein zynischer Missbrauch der Geschichte. Es sind ja auch Millionen von Ukrainern gestorben im Zweiten Weltkrieg, pro Kopf der Bevölkerung mehr als jetzt Leute aus der russischen Sowjetrepublik. Und es habe Widerstandskämpfer gegen die Nazis gegeben. Das sei doch eine komplette Verzerrung, eine Pervertierung der ukrainischen Geschichte. Also das war nicht einfach nur ein Gespräch sozusagen nach den neuen Podcast-Regeln, dass man sich da an den Tisch setzt und einfach mal ein Mikrofon einstellt und der andere redet dann ein paar Stunden lang. Wobei wir haben uns ein paar Stunden lang unterhalten in zwei Teilen. Der erste Teil ist etwas philosophischer und der zweite Teil ist etwas konfrontativer. Meine Damen und Herren, wo sind wir denn angekommen, wenn so etwas bereits umstritten sein könnte in der Öffentlichkeit? Sind wir denn an dem Punkt angelangt, wo wir nur noch das akzeptieren, was unseren beschränkten Sichtweisen entspricht? Hat man sich das bereits aufoktroyieren lassen? Und wo sind denn da eigentlich die Journalisten? Wo sind die kritischen Geister in Europa, die dieses ganze Gerüst, diese Gummizelle, des normierten Denkens, des von oben gesteuerten Denkens, dorthin schmeissen, wo es hingehört, nämlich auf den Abfallhaufen, die Kehrichtverbrennungsanlage der Geschichte. Das zeigt natürlich, wie man sich da bereits von diesen Machtmechanismen hat lähmen und narkotisieren lassen. Vermutlich auch ich. Und umso wichtiger ist es eben, immer wieder auszubrechen. Da gibt es Leute, die sagen, mit den Russen soll man nicht reden. Ja, wenn sie mit den Russen reden, müssen sie ja mit den Ukrainen reden. Nein, man muss vor allem mit denen reden, mit denen niemand mehr redet. Und ja, stimmt, manchmal bin ich auch der Pflichtverteidiger der Verfehmten und Verdammten. Warum eigentlich nur ich? Warum machen das andere nicht? Man muss sich ja nicht das zu eigen machen, was man verteidigt, gegen falsche Vorwürfe. Das ist die Grundlage unseres Rechtsstaats, Audiatur et altera pars, in dubio pro reo. Und wenn man das kritisiert, hat man das nicht verstanden, um was es geht. Dann hat man sich bereits diesen neuen sanften Despoten, gar nicht mehr so sanften Despoten, ausgeliefert. Und diese Freiheiten, die können Sie offensichtlich nicht mehr der Politik überlassen, dass sie geschützt werden. Die muss man selber schützen. Und wir sind da auf einer abschüssigen Bahn. Es ist ein Verrat an Europas Traditionen und Werten im Gang. Keine Frage. Bin ich der Auffassung, dass das Ganze jetzt ungespitzt in den Boden, in den Abgrund hineinführt? Nein, natürlich nicht. Ich bin Optimist und ich glaube, wir sehen jetzt eine Gegenbewegung. Und ich habe Solowjow von einem Punkt gebracht, wo sogar er, dieser leidenschaftliche, gebildete und ausgebildete Ingenieur, Naturwissenschaftler, Mit unglaublich schneidenden, pauschalisierenden und beleidigenden Diagnosen. Ich finde, das ist eine gute Strategie, die ganze Zeit möglichst viele Leute zu beleidigen. Ist das in der heutigen Zeit die Überzeugungskraft? Manchmal hat er die Stimme angehoben und hat gesagt, mich da sozusagen dröhnend, eindrucksvoll, hat er mich da in den Senkel gestellt. Ich hätte überhaupt keine Ahnung. Meine Fragen zeugten von einer absoluten Unkenntnis der russischen Verhältnisse und der russischen Geschichte. Und als ich ihn dann jeweils fragte, ob er eigentlich seine Stimme... Immer anheben, wenn er keine Argumente mehr habe, sondern nur noch Beschimpfungen. Aber das müssen Sie sich dann selber anschauen, wenn Sie sich darauf einlassen mögen. Es muss ja niemand anschauen. Weil das ist doch auch die absolute Frechheit, dass da bestimmte Leute sich hinstellen und sagen, wir verbieten Inhalte oder wir zensurieren dies oder jenes. In privat zugänglichen Medien, die haben ja schon ihren öffentlich-rechtlichen Rundfunk, den sie zur geschlossenen Echokammer abgedichtet haben. Mit ihrer Cancel Culture, mit ihrer angeblichen respektvollen Haltung. Das ist ja das Gegenteil von Respekt, wenn sie bestimmte Meinungen verbieten, wenn sie Leuten die Möglichkeit nehmen, in der Demokratie das zu tun, worauf die Demokratie beruht, nämlich dem freien Gespräch. Und sie wollen eben alle Medien abwürgen. Da muss man ganz entschieden dagegen treten, meine Damen und Herren. Das ist die Unabhängigkeit der Weltwoche. Ja, wir reden eben auch mit den Russen. Bei uns kann auch ein Putin etwas sagen. Und nicht nur Kaya Kalas und Präsident Zelensky. Behaupten wir, die absolute Wahrheit zu vertreten. Habe ich das jemals gesagt, meine Damen und Herren? Können Sie doch vergessen. Und das geht es ja gar nicht. Aber es geht darum, dass man endlich aufhört, sich einzubilden, diese Wahrheit zu besitzen. Dann steckt man nämlich bis über beide Ohren in der Propaganda drin. Und das kann es ja nicht sein. Ich meine, das ist wirklich eine Pervertierung, eine Karikatur des Europas. Wobei ich diesem Wort mittlerweile misstraue, weil es politisch natürlich auch schon bis zur Unkenntlichkeit zerknautscht und missbraucht wurde. Eine salbungsvolle, hymnische Formel, die auch schon wie ein Popanz, wie so Weihrauch vor sich hergetragen wird. Europa im Namen Europas, der europäischen Werte. Ich kann dieses ganze Gewäsch nicht mehr hören, meine Damen und Herren. Das ist doch alles Unsinn. Man nimmt diese Werte nicht ernst, wenn man in einem Krieg, der jetzt eskaliert, der Ukraine-Krieg, wenn man nach wie vor Kommissionen einsetzen muss, Gespräche führen muss, ob es denn überhaupt richtig sei, diplomatisch mit den Russen zu reden. Sind wir eigentlich von allen Geistern verlassen? Haben wir nicht mehr alle Tassen im Schrank? Haben wir komplett den Verstand verloren, meine Damen und Herren? Wenn eine Atommacht einen Krieg eskaliert und unsere Politiker jeden diplomatischen Kanal verbarrikadiert haben, und sozusagen als Mantra ausgeben, mit denen darf man nicht reden, weil es ja nur Propaganda ist und was wir sagen, ist die reine Wahrheit. Dann muss man diese Politiker pensionieren. Dann muss man sie in den wohlverdienten oder nicht verdienten Ruhestand schicken. Weil sie sind zu einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit geworden. Dann schwingen sie sich noch auf, als seien sie da unfehlbare Autoritäten. Meine Damen und Herren, den Respekt muss man sich zuerst verdienen. Und den verdient man sich nicht dadurch, dass man eine Politik betreibt, die im Inland keinerlei Resultate zustande bringt. Sie sehen es ja, Sie spüren es ja. Und in der Aussenpolitik geht man auf Konfrontation. Wir haben wirklich noch um die einem davonlaufende Wählerschaft wenigstens durch hochgespielte Feindbilder hinter sich zu bringen. Wir sind schon an einem himmeltraurigen Punkt angekommen in unserer europäischen Gegenwart. Cancel Culture, Meinungszensur, das Regiment von falschen Autoritäten, von Scheineliten, von Leuten, die sich da einbilden, sie seien die Institutionen, die sich Kritik verbieten, die die Leute, die sie kritisieren, zurecht kritisieren, vor den Richter ziehen. Das sind doch Ungeheuerlichkeiten. Ich sehe gerade an den Wiener Festwochen in Österreich. Ich habe gedacht, da gibt es noch freie Meinungsäusserung. Da findet heute Freitag, ich wäre natürlich hingefahren, wenn ich nicht hier wäre, da findet eine Diskussion statt, mit Peter Thiel reden, weil die Wiener Festwochen Peter Thiel eingeladen haben, am 7. Juni zu diskutieren mit einem Theologen über den Antichrist. Was wird denn da alles für kompletter Unsinn erzählt? was Thiel da gesagt haben soll über den Antichrist. Und jetzt kommen wieder diese linken Meinungsterroristen und wollen sagen, nein, mit dem darf man eben nicht reden. Darum mache ich in der Schweiz auch diese Campus-Tournee. Aber da dürfen ja auch die linken Trillerpfeifen, die Fraktion der Pfeifen, die darf einfach auf einem Unicampus ein Gespräch stören zwischen Studenten und einem ehemaligen Politiker und Publizisten, der Meinungen vertritt, die nicht überall gut ankommen, von denen er sich aber einbildet, es sei vielleicht wichtig, sich eben auch mit dem auseinanderzusetzen, was angeblich nicht gehört werden will. Man kann es ja dann widerlegen. Das ist der Hintergrund. Darum ist es eben so interessant. Und Sie spüren es auch. Es weckt die Lebensgeister. Und auch es schärft den Fokus. Wenn man sich wieder einmal ausserhalb dieser EU-Blasen bewegt. Auch der schweizerischen Blasen. Und noch einmal. Das heisst nicht, dass man sich einfach zu eigen macht, was die hier sagen. Das ist auch so ein Unsinn. Das sieht man zum Teil in Reaktionen auf sozialen Medien. Sie können doch denen nicht eine Plattform geben. Wer so redet, beleidigt das Publikum. Er behauptet, dass die Leute, die das hören, sich selber keine kritische Meinung bilden können. Lass doch die Leute reden Ich habe gestern den ehemaligen iranischen Aussenminister reden lassen, habe ihn gefragt, was ist Ihre wichtigste Botschaft ans europäische Publikum. Und dann habe ich ihn natürlich gefragt, wenn der Iran so friedlich ist, warum haben Sie Raketen mit 4000 Kilometer Reichweite? Warum haben Sie hoch angereichertes Uran? Wenn sie es doch nur zivil nutzen wollen. Hören Sie, was er dazu sagen hat. Dann gemerkt, kommen nicht so gut an diese Fragen. Dann habe ich nachher gesagt, was will er von der Schweiz? Neutralität, hat er gesagt, er akzeptiere die schweizerische Neutralität, aber nur, wenn wir auf der Seite des Irans stehen. Ja gut, das ist jetzt halt einmal ein anderes Verständnis der Neutralität. Aber da brauchen Sie ja jetzt keinen Vorkoster der Europäischen Kommission, der Ihnen erklärt, warum jetzt die Vorstellung dieses iranischen Spitzenpolitikers, heutiger stellvertretender Sekretär des Sicherheitsrates, in der Familie des ermordeten Staatsoberhaupts Ali Khamenei, nämlich der Bruder des früheren Aussenministers, ist verheiratet mit der Tochter Ali Khameneis. Das ist also iranische Top-Elite. Ja, hören wir doch ihm mal zu, was er zu sagen hat. Aber scheuen wir uns auch nicht, die eigene Meinung zu vertreten, wie ich sie hier auch vertrete. Man muss sie ja nicht teilen. Aber vielleicht entsteht eine Diskussion. Talk to me, sagt Soloviov. Talk to me. Aber kommen Sie mit Fakten und nicht mit irgendwelchem Nonsens. Dass wir uns von Russen mittlerweile erklären müssen, das klingt jetzt auch ein bisschen diskriminierend und herablassend. Aber ich meine es eigentlich eher herablassend für uns. Dass wir uns von Russen erklären lassen müssen, was harte Auseinandersetzungen an der Sache sind. Obwohl ja Russland, darüber haben wir auch gesprochen, weiss Gott, nicht unbedingt disponiert ist, jetzt da, vor allem auch den Schweizer, die Demokratie zu erklären. Aber egal, kommen wir doch mal vom hohen Ross runter und hören wir mal zu, was sie zu sagen haben. Und eben gerade die, die nie zu Wort kommen, die man uns gar nicht zu Wort kommen lässt. «Hören Sie doch auch mit den Ukrainern» Ich habe mit den Ukrainern geredet. Alle reden mit denen. Diese Sicht bekommen Sie ungefiltert, jeden Tag eingehämmert als die reine, unverstellte Wahrheit. Also hören Sie sich unbedingt den Eröffnungsmonolog in meiner schweizerischen Sendung an. Er ist nämlich kürzer geraten als der, den ich jetzt gerade hier aus dem Stehgreif noch einmal reproduziert und neu entwickelt habe. Aber die Medien... Beziehungsweise die Themen von heute, die Schlagzeilen, wollen wir nicht ganz vergessen. EU und Russland, Diplomatie als Zumutung. Moskau wartet darauf, dass die EU endlich entscheidet, wer überhaupt mit Russland sprechen soll. Kaya Kalas nennt das eine russische Falle. Kaya Kalas stammt aus einer Hochadelsfamilie der sowjetischen Kommunisten, Hocharistokratie im Baltikum. Sie nennt es eine russische Falle. Trauert vielleicht noch der Sowjetunion nach. Die EU will vorerst keinen Russlandgesandten ernennen und streitet weiter über Form, Person und Strategie mögliche Gespräche. Meine Damen und Herren, Europa hat Diplomatie verlernt. Man redet seit Jahren über Krieg, Sanktionen, Waffen und rote Linien, aber nicht mehr über den Frieden. Man hat den Frieden verlernt. Es ist auf dem Kriegspfad, dass die EU nicht einmal weiss, wer für sie sprechen soll. Zeigt die ganze Dysfunktionalität. Dieser Konstruktion. Sicherheit und Frieden kann dieser Apparat nicht gewährleisten, solange er auf Gesprächsverweigerung und Aufrüstung setzt. Und er will es offenbar auch nicht. Besonders bezeichnet ist Kaya Kalas. Moralisch maximal hart gegen Moskau, während noch 2023 ausgerechnet ihr Mann mit Russland-Geschäften Geld verdient hat. Das sind die Leute, meine Damen und Herren, die für Europa sprechen, die Europa regieren. Wollen wir das? Will man das in der Europäischen Union? Ist das die Absicht? Sind diese Leute demokratisch genügend kontrolliert? Ich stelle die Frage. Ungarn und Ukraine. Minderheiten zählen nur, wenn sie politisch passen. Ein mögliches Treffen zwischen Peter Magyar und Volodymyr Zelensky soll erst stattfinden, wenn es Fortschritte bei den Rechten der ungarischen Minderheit in Transkarpatien gibt. Zwischen Budapest und Kiew schwellt seit Jahren Streit über die Lage dieser Minderheit. Technische Gespräche laufen bereits. Peter Magyar. Interessant, dass er hier nicht jenen Erwartungen folgt, die man vielleicht mit ihm verbunden hat, sondern der aus ungarischem Interesse heraus, die ungarischen Minderheiten in Transkarpatien, in der Ukraine, dass er diese Interessen vertritt. Robust gegenüber Selenskyj, so wie es die Medien berichten. Im Zuge des Nation Building in der Ukraine geraten Minderheiten seit Jahren unter Druck. Aber der Westen spricht nur über jene Minderheiten, die politisch ins eigene Weltbild passen. Ungarn, Russen oder andere Gruppen in der Ukraine stören das einfache, gut-böse Schema rund um den Lieblingssohn Selenskyj. Ähnlich sieht man es zum Beispiel bei den Serben im Norden Kosovos oder bei den weissen Südafrikanern. Wenn Minderheiten nicht auf der medialen Good Guys-Liste stehen, schaut das Establishment weg. Das ist die Heuchelei der Linken. Moralpolitik, meine Damen und Herren. Minderheitenschutz, ja, aber nur für unsere Minderheiten, für die eigenen Minderheiten. Das ist der Universalismus, der moralische Universalismus, der so verlogen ist, dass er unter dieser eigenen Verlogenheit zusammenbricht und auch nicht mehr akzeptiert wird. Das ist übrigens der gleiche Moralismus der sogenannten regelbasierten Ordnung, die an ihrer eigenen Heuchelei zugrunde gegangen ist. Weil einfach die, die diese Regeln befolgen müssen, sich irgendwann gefragt haben, warum müssen eigentlich die, die die Regeln gemacht haben, sich nicht an diese Regeln halten, nämlich die Amerikaner und die Europäer. März und die Sonderbeauftragten. Weniger Staat versprochen, mehr Kosten geliefert. Friedrich Merz wollte den Staatsapparat verkleinern und die teuren Sonderbeauftragten abbauen. Tatsächlich gibt es zwar weniger Posten, aber die Kosten sollen laut Bericht sogar steigen von rund 69 Millionen Euro unter der Ampel auf fast 89 Millionen Euro. unter dieser bürgerlichen rot-schwarzen Koalition oder schwarz-roten Koalition. Schon 2025 wurde berichtet, dass Schwarz-Rot zahlreiche Beauftragtenstellen streichen wollte, aber kaum wurden echte Einsparungen erreicht. Es ist typisch März. Grosse Worte im Wahlkampf, wenig Führung in der Regierung. Erst spricht er vom aufgeblägten Berliner Wasserkopf. dann wächst der Apparat finanziell einfach weiter. Deutschland hat kein Erkenntnisproblem, Deutschland hat ein Führungsproblem. Der Kanzler weiss, was falsch läuft, aber er setzt es nicht durch. Am Ende bleibt der Bürger mit Steuern, Schulden und Bürokratie zurück, während Berlin seine Posten und Pöstchen weiter finanziert. Elektro-Ferrari Luce Empörung als Luxus-Marketing Ferrari sorgt mit seinem neuen vollelektrischen Modell Luce weltweit für Spott, Kritik und Diskussionen. Tuning-Star JP Krämer lästert über das Design. Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo spricht sinngemäss von der Zerstörung eines Mythos. Und der Wagen soll über 500'000 Euro kosten. Man kann über diesen Elektro-Ferrari lachen, aber aus Marketing-Sicht ist das ein Meisterstück, meine Damen und Herren. Ferrari hat erreicht, was jede Luxusmarke will. Die ganze Welt spricht darüber. Ob Begeisterung oder Wut, ob Fans oder Kritik, alle reden über Ferrari und genau darin liegt die Macht der Marke. Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit, wünsche Ihnen einen schönen Tag, ein geruhsames Wochenende und bleiben wir wachsam und wehren wir uns für unsere Freiheiten. Das ist nämlich Sache der Bürger, das ist die Verantwortung in der Demokratie und setzen wir uns immer wieder und gerade mit denen auseinander. mit denen man sich angeblich nicht auseinandersetzen soll. Und alle, die behaupten, das sei verboten, das zu tun, die können sie vergessen. Mit denen müssen wir abfahren. Okay, alles Gute, bis bald, wir melden uns zurück. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen... immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben tun. machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. 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Achtung, Giftschrank: Mein Duell mit Wladimir Solowjow. Mit Russen reden? Aber sicher, höchste Zeit! Kaja Kallas: Diplomatie als Zumutung. «Minderheiten»: Heuchelei linker Moralpolitik. Merz und die Sonderbeauftragten. Der neue Ferrari

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Achtung, Giftschrank: Mein Duell mit Wladimir Solowjow. Mit Russen reden? Aber sicher, höchste Zeit! Kaja Kallas: Diplomatie als Zumutung. «Minderheiten»: Heuchelei linker Moralpolitik. Merz und die Sonderbeauftragten. Der neue Ferrari
Achtung, Giftschrank: Mein Duell mit Wladimir Solowjow. Mit Russen reden? Aber sicher, höchste Zeit! Kaja Kallas: Diplomatie als Zumutung. «Minderheiten»: Heuchelei linker Moralpolitik. Merz und die Sonderbeauftragten. Der neue Ferrari
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Kapitel

  1. Einleitung und Begrüssung
  2. Intro der schweizerischen Sendung
  3. Gefahren für die freie Meinungsäusserung
  4. Kongress in der Schweiz und EU-Verträge
  5. Persönliche Episode und Meinungsfreiheit
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