EVP-Chef Manfred Weber hat sich als Präsident der Europäischen Volkspartei (EVP) eine deutliche Gehaltserhöhung genehmigt. Nach Angaben von Euractiv stieg sein EVP-Gehalt um 17 Prozent auf 197.832 Euro jährlich. Zusammen mit seiner Abgeordnetenvergütung im Europaparlament von rund 132.000 Euro kommt der CSU-Politiker damit auf ein Jahreseinkommen von knapp 330.000 Euro – überwiegend finanziert aus öffentlichen Mitteln.
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Webers Kabinettschef Tom Vandenkendelaere erklärte gegenüber Euractiv, die Erhöhung spiegle die «gesetzliche Indexierung» nach belgischem Recht wider. Eine Pflicht zur Anpassung gebe es für politische Ämter jedoch nicht. Damit war die EVP nicht gezwungen, Webers ohnehin komfortables Zweitgehalt anzuheben.
Laut Sitzungsprotokollen der Partei fiel der Beschluss im Juni, kurz nach Webers Wiederwahl zum Präsidenten. Das Gehalt solle während der Amtszeit nur über Indexierungen steigen. Gleichzeitig mussten laut Euractiv mehrere EVP-Mitarbeiter Gehaltseinbussen hinnehmen oder wurden auf niedrigere Positionen versetzt – während Personen mit engen politischen Kontakten nach Madrid befördert wurden.