Feuerwerksverbote prägen den diesjährigen Bundesfeiertag. Wegen anhaltender Trockenheit fällt der 1. August in weiten Teilen der Schweiz ohne privates und vielerorts auch ohne offizielles Feuerwerk aus, berichtet Keystone-SDA. Nahezu alle Kantone haben Feuer- oder Feuerwerksverbote erlassen. Vielerorts gelten absolute Verbote im Wald, in Waldesnähe oder im gesamten Siedlungsgebiet. In den Städten Zürich und Winterthur ist zudem offenes Feuer im Freien untersagt. Im Wallis wurde zusätzlich der Verkauf von Feuerwerkskörpern verboten. Hintergrund sind die anhaltende Trockenheit und die in grossen Teilen der Schweiz hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr.
Gian Ehrenzeller/Keystone
Auch zahlreiche traditionelle Feuerwerke zum Nationalfeiertag fallen aus. Die Zürcher Kantonspolizei widerrief die Bewilligung für die geplanten Feuerwerke der Gemeinden Meilen, Horgen, Rüschlikon und Stäfa auf dem Zürichsee. Die Behörden begründeten den Entscheid mit der Signalwirkung: Gemeinden sollten ihren Einwohnern das Abbrennen von Feuerwerk nicht verbieten und gleichzeitig selbst Feuerwerke veranstalten. Abgesagt wurden zudem die Grossfeuerwerke in Basel sowie das Rheinfall-Feuerwerk.
Nur vereinzelt bleiben Ausnahmen bestehen. So dürfen Feuerwerke auf einzelnen Seen stattfinden, etwa auf dem Thunersee oder auf dem Vierwaldstättersee in Brunnen. Andere Gemeinden, darunter Chur und Interlaken, setzen stattdessen auf Drohnenshows. Neuenegg im Kanton Bern ersetzt das klassische Feuerwerk wie bereits im Vorjahr durch ein Feuerwerk aus Wasser. Insgesamt dürfte der Nationalfeiertag damit so ruhig ausfallen wie seit Jahren nicht mehr.