Deutsche Autobauer am Ende?
Der Ökonomieprofessor Christian Rieck von der Frankfurt University of Applied Sciences analysiert das Verhalten der deutschen Autobauer im Zusammenhang mit der Umweltpolitik und dem Abwürgen des Verbrennungsmotors. Rieck ist bekannt für die Anwendung der Spieltheorie, und aus dieser Sicht erklärt er, wie fatal es für etablierte Konzerne wie VW war, sogenannte disruptive Strategien zu verfolgen. Das hiess, dass VW beschloss, den ganzen Verbrennerteil hinter sich zu lassen und direkt in die nächste Geländekammer, die Elektromobilität, vorzustossen. Das ist, wie Rieck darlegt, nicht disruptiv in dem Sinn, dass ein neuer, kleiner Spieler die Grossen mit Innovationen angreift und bedrängt, sondern in dem Sinn, dass der Grosse sich selber seine angestammte Grundlage zerschlägt. Nicht besonders intelligent.
Klima und Chaos
Im Artikel «Freispruch für CO2» (zur Story) legt Michael Limburg dar, dass Klima chaotisch sei; Klimawissenschaft sei eine Anwendungswissenschaft der Chaostheorie. Niemand könne das besser darstellen als der Physiker und Mathematiker Heinz-Otto Pleitgen von der Universität Bonn – und zwar im hier angegebnen Video. Pleitgen erläutert diese Zusammenhänge im Gespräch mit Christian Wildmoser, einem privaten Investor mit langer Erfahrung im Private-Equity-Geschäft und Commercial Banking. Pleitgen erklärt im Frage-Antwort-Pingpong, wie Naturgesetze, Berechenbarkeit, Zufall und Chaos einzuordnen sind – bis hin zum Schmetterlingseffekt, der veranschaulicht, dass kleinste Parameteränderungen grosse Wirkungen haben können.
Der Blackout in Spanien
Die Iberische Halbinsel wurde am 28. April von einem grossflächigen Stromausfall heimgesucht, die öffentliche elektrische Energieversorgung fiel aus:. Was sind die Ursachen und Hintergründe? Der deutsche Netzexperte Daniel Bleich referiert hier über seine Sicht auf die Ereignisse und die – seiner Meinung nach vorhersehbaren – Systemprobleme. Das Video ist auch ein Kurzkurs in Elektrotechnik.