Der französische Audiohersteller Devialet versteht sich selbst mit der Bezeichnung «Ingénierie Acoustique de France». Mit den kabellosen Netzwerklautsprechern Phantom und Phantom Ultimate 108 dB hat das 2007 in Paris gegründete Unternehmen aufsehenerregendes Design und Technologie in die Wohnzimmer für Leute mit hohen akustischen Ansprüchen gebracht. Die ebenso auffälligen wie digital hochentwickelten Lautsprecher kosten bis zu 3800 Franken pro Stück (für das Modell «Opéra de Paris»), setzen einen hohen Standard für Innovation und zeigen eindrücklich, was mit moderner Audiotechnik heute möglich ist.
Enorme Räumlichkeit
Im Luxus-Gran-Turismo Denza Z9GT kommt erstmals ein aufwendiges Car-Audiosystem von Devialet zum Einsatz mit insgesamt zwanzig Lautsprechern und 27 Kanälen. Sechs Hochtöner, sieben Mitteltöner, vier einzigartige 3D-Lautsprecher, vier Basselemente sowie ein Subwoofer im Heck sorgen für eine imposante Klangkulisse, die in Kombination mit der räumlichen Darstellung von Dolby Atmos das Musikhören im Auto mit einer Gesamtleistung von 1100 Watt tatsächlich auf ein erstaunlich hohes Niveau hebt. «Die zwanzig Lautsprecher spielen wie ein Orchester zusammen», sagt ein Techniker von Devialet bei der Präsentation des Systems in der Oper von Paris.
«Die 20 Lautsprecher spielen wie ein Orchester zusammen», sagt ein Techniker von Devialet.
Das Audiosystem ist eine besondere ästhetische wie akustische Erfahrung. Startet man das Auto, werden drei elegant illuminierte Lautsprecher aus ihrer Versenkung im Armaturenträger gehoben. Die in den A-Säulen, den Türen oder über jedem Sitzplatz angebrachten Hoch- und Mitteltöner sind mit soliden, feinziselierten Aluminiumabdeckungen versehen. Auf der technischen Seite des digitalen Klangprozesses sorgt die spezifische Anordnung der Lautsprecher für eine enorme Räumlichkeit bei der musikalischen Darstellung. Ein spezieller Algorithmus, so erklären es die französischen Audio-Ingenieure, sorge ausserdem dafür, dass die tiefen Bassfrequenzen für die Insassen im Auto auch physisch wahrnehmbar würden. Auf diese Weise wird Musikhören im Auto zu einer ganzheitlichen Erfahrung.
Unterwegs im Denza Z9GT, fordern wir das Devialet-System mit «Keith Don’t Go», einer Live-Aufnahme von Nils Lofgren, heraus, der als Solomusiker ebenso bekannt ist wie als Mitglied von Bruce Springsteens E-Street-Band. Das Schwingen der Saiten der akustischen Gitarre wird ebenso kristallklar wiedergegeben wie der dynamische Gesang.
Die fliegenden Klangteppiche in Pink Floyds Klassiker «Shine On You Crazy Diamond» werden in beeindruckender Dreidimensionalität dargestellt, und die Synthesizer-Hymne «Oxygène» des französischen Musikers Jean-Michel Jarre aus den siebziger Jahren wirkt auf der Fahrt durch den Frühling erstaunlich lebendig.
Völlig ungestört
Der Innenraum eines akustisch gut isolierten Elektroautos wie dem Denza Z9GT eignet sich perfekt für den anspruchsvollen Musikhörer. Durch die unverrückbare Sitzposition in einem kleinen geschlossenen Raum wird die Akustik oft besser als im Wohnzimmer beispielsweise. Durch die intelligente Verteilung der verschiedenen Lautsprecher in Kombination mit der digitalen Signalverarbeitung wird Musik aller Art viel intensiver wahrgenommen, und der Bass kommt besser zur Geltung. Und schliesslich ist man im besten Fall völlig ungestört, um das alles auch in sehr hoher Lautstärke zu erleben. (das)