Mal angenommen, die Fahrt ginge durchs Berner Oberland, zum Beispiel nach Adelboden, und das Auto wäre kein Elektroflaggschiff mit der 100-kWh-Batterie, sondern ein verhältnismässig leichtes, kompaktes, aber elektrisches Fahrzeug wie der Suzuki eVitara: leise, souverän, mit dieser feinen Note von echter japanischer Zurückhaltung und Bescheidenheit. So oder so ähnlich lässt sich der Kern der Marke Suzuki beschreiben. Das 1909 gegründete Unternehmen gilt als weltweit führender Anbieter von Kompaktwagen, und die jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Gebiet wird fortgeschrieben und gewissermassen leise elektrifiziert: Der eVitara ist Suzukis erstes batterieelektrisches Serienmodell (BEV). Es basiert auf dem Konzept «eVX», das 2023 in verschiedenen Ländern für Aufsehen sorgte. Das Motto lautet «Hightech und Abenteuer», es verbindet echte Allradkompetenz und zeitgemässes Design mit grossen Rädern, langem Radstand und robuster Optik, die Lust auf Entdeckungen machen.
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Es geht um Physik
Im Cockpit werden digitale Displays mit klassischen Schaltern und Drehreglern kombiniert – das ist ebenso praktisch wie intuitiv bedienbar. Der Innenraum ist vielseitig nutzbar, die Rücksitzbank lässt sich bis zu 16 Zentimeter verschieben, auch das ist praktisch – und insgesamt wirkt der eVitara trotz den kompakten Aussenmassen des SUVs überraschend grosszügig und geräumig.
Je schwerer das Auto, desto mehr Energie braucht es, um einfach nur zu rollen.
Doch der Suzuki eVitara ist nicht nur ein sinnvolles Auto für den schweizerischen Alltag: Er ist ein klug konzipiertes Fahrzeug. Erstaunlicherweise geht im Elektroautozeitalter gern vergessen, dass Grösse und Gewicht als Faktoren der Energieeffizienz nicht einfach wegelektrifiziert werden können. Viel PS und eine grosse Batterie sind noch nicht automatisch ein Fortschritt. Schliesslich geht es um Physik, und davon scheinen sie bei Suzuki in Hamamatsu etwas zu verstehen.
Gegen den Teufelskreis
Hier können wir kurz wissenschaftlich werden, auch wenn dafür etwas Nachhilfeunterricht bei der künstlichen Intelligenz Grok notwendig war. Aber die Grundlagen sind nicht schwer zu verstehen: Der Energieverbrauch eines Autos hängt entscheidend von seiner Masse und vom Rollwiderstand ab. Je schwerer das Auto, desto mehr Energie braucht es, um einfach nur zu rollen.
Bei der Beschleunigung kommt die kinetische Energie hinzu. In der Stadt, im Stop-and-Go-Verkehr, multiplizieren sich diese Faktoren. Und fährt man, wie eingangs angenommen, ins Berner Oberland, wird es noch deutlicher. Ein zusätzliches Gewicht von 200 Kilogramm kann den Verbrauch um 5 bis 10 Prozent steigern – das kostet bei gleicher Batteriegrösse Dutzende Kilometer Reichweite.
Die Folge? Man braucht eine grössere Batterie. Die wiegt wieder mehr und so weiter: Es braucht mehr Ressourcen (Lithium, seltene Erden), die Kosten steigen, die Effizienz wird schlechter. Leichtere Fahrzeuge durchbrechen diesen Teufelskreis. Sie brauchen weniger Energie für die gleiche Leistung, haben oft eine bessere Aerodynamik relativ zur Grösse und sind agiler. Genau das macht Suzuki seit vielen Jahrzehnten: kompakt und effizient bauen. Gerade in einem Land wie der Schweiz mit Bergen, Schnee, engen Städten und notorischem Parkplatzmangel ist «kompakt» kein Kompromiss, sondern eine ziemlich clevere Idee.
Deshalb werden wir nach dem wissenschaftlichen Teil jetzt historisch: Die Geschichte der Marke Suzuki beginnt 1909 mit Michio Suzuki, der eine Firma zur Herstellung von Webstühlen gründet. Präzision, Effizienz und Langlebigkeit stehen im Zentrum – Werte, die bis heute gelten. Aus den Webstühlen wird ein globaler Mobilitätsriese mit drei starken Beinen: Automobile, Motorräder und Aussenbordmotoren. Weltweit ist Suzuki in 200 Ländern präsent und beschäftigt rund 70 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Synergien der verschiedenen Disziplinen der Mobilität sind viel grösser, als man vielleicht annehmen könnte: Kompakte, robuste Technik aus dem Motorradbau fliesst in die Autos, Effizienz aus den Marinemotoren macht sie sparsam. In der Schweiz schätzt man Suzuki seit Jahrzehnten genau dafür. Modelle wie der Swift, der klassische Vitara oder der S-Cross stehen für Allradkompetenz in kompakter Bauweise und auf engem Raum, für Zuverlässigkeit im Alltag und unter anspruchsvollen Bedingungen.
Der eVitara verkörpert diese Philosophie in geradezu mustergültiger Art und Weise. Die neu entwickelte Heartec-e-Plattform von Suzuki ist speziell für BEVs optimiert: leicht, mit Hochspannungsschutz und kurzem Überhang für eine möglichst gute Raumnutzung. Die Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) sind besonders sicher, langlebig und robust – und 49 oder 61 kWh Kapazität reichen für bis zu 426 Kilometer WLTP-Reichweite. Der Antrieb kommt aus dem hocheffizienten eAxle-System mit wahlweise 106 kW (144 PS) oder 128 kW (174 PS). Und bei der Allradversion Allgrip-e 4x4 kommt ein zweiter Elektromotor an der Hinterachse zum Einsatz, womit eine Systemleistung von 135 kW (184 PS) erreicht wird.
Realistische Szenarien
Die beiden unabhängigen E-Motoren sorgen dabei für präzise Steuerung und direktes Ansprechverhalten. Zusätzlich gibt es den Trail-Modus, bei dem durchdrehende Räder abgebremst und das Drehmoment auf die anderen Räder verteilt wird. Das ist ideal für Schotterwege, schneebedeckte Strassen oder den Waldweg – Szenarien, die im Berner Oberland, im Emmental und im Rest der Schweiz realistischerweise eintreffen können.
Der eVitara verkörpert diese Philosophie in geradezu mustergültiger Art und Weise.Suzuki eVitara: Mit Frontantrieb in den Ausstattungslinien Unico, Compact+ und Compact Top ab Fr. 31 990.–, Allgrip-e 4×4 als Compact+ und Compact Top ab Fr. 37 490.–. Mehr Informationen: www.suzuki.ch