Martin Kippenberger, Paris Bar, 1992 – Er war der letzte deutsche Bohemien, er war Maler, Schriftsteller, Bildhauer, Konzertveranstalter, er war eine Uhr, die zu schnell tickte. Er lebte in der Welt der Nervengifte, es war ein Versuch der Beruhigung durch Belagerung, rauchte, trank, er konnte nicht alleine sein ausser morgens im Atelier. Kippenberger (1953–1997) starb standesgemäss: Leberkrebs. Er wusste ein paar Jahre lang, dass er auf einem highway to death unterwegs war. Es war ihm egal; Tropfen ungezügelten Lebens zählten mehr als ein geruhsamer Fluss der Zeit.
Jede Phase seiner Kunst brauchte eine neue Stadt; Berlin, Florenz, Paris, Los Angeles, Wien, Madrid. Das war sein Leben v ...