Spätestens seit dem Gaza-Krieg haben die Israel-Kritiker Oberwasser. Empört und aufgerüttelt durch die schlimmen Bilder von Bombenkratern und – man verzeihe die Drastik – sich stapelnden Zivilistenleichen, sehen sich die Interpreten im Recht, die in der konservativen Regierung von Benjamin Netanjahu den verlängerten Arm des Bösen sehen. Es ist nicht leicht, gegen diese Stimmung anzuschreiben. Ich versuche es trotzdem. Egal, was man sagt, Kritik hagelt es von allen Seiten. Sei’s drum. Hier sind die Argumente, die mich zögern lassen, ins Lager der Tucker Carlsons, der John Mearsheimers und wie sie alle heissen einzuziehen. Die von mir sonst geschätzten Deuter liegen in meine ...