Mit dem Walliser Prälaten Emil Paul Tscherrig, von Franziskus zum Kardinal ernannt, fühle ich mich verbunden durch Geburt im selben Monat (Februar 1947) und epochale Prägung 1968. Es ging «uns» um die Alternative, dem Lärm lauter Kollegen zuzustimmen oder ein eigenes konservativeres Profil zu schärfen. Das Dilemma des Freiburger Theologiestudenten: «In dem Durcheinander von Ideen und Ideologien war die Entscheidung, sein Leben Gott zu widmen, sicherlich nicht die attraktivste.» Die durchgehaltene Berufung zum Priestertum führte den kommunikativ begabten Walliser Bauernsohn in höchste Ämter der katholischen Weltkirche: dank Sprachgewandtheit bei richtiger Mischung von Theolo ...