Als wir nach dem Abendessen in der Strassburger Altstadt am palastartigen Amtssitz des Generalsekretärs des Europarats vorbeischlendern, klingen von drinnen Flügelklänge in die Nachtluft. Ob Alain Berset, der als guter Pianist gilt, selbst spielte oder jemand ihm zu später Stunde ein Ständchen brachte, ist nicht bekannt. Sicher ist: Berset ist in Strassburg angekommen, er fühlt sich dort im Element. Nachdem der Bundesrat und «Corona-General» in seiner schweizerischen Heimat Affäre um Affäre geliefert hatte, am Ende lustlos wirkte und selbst in den eigenen Reihen zunehmend als Hypothek angesehen wurde, blüht er in seiner neuen Rolle auf dem europäischen Parkett sichtlich auf ...