Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem buchstäblich hochmobilen Institut für fortgeschrittene Gegenwartskunde und angewandte Wirklichkeitsstudien. Zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Freitag, dem 15. Mai 2026. Ich hoffe, Sie konnten ein paar ruhige Stunden verbringen an Auffahrt. Der Auffahrtsfeiertag ist ja jener Tag im Jahr, der uns daran erinnert, dass der Mensch nicht das Mass aller Dinge ist. Es hat etwas Entlastendes. Das hat etwas Befreiendes, denn wenn man sich zum Dreh- und Angelpunkt des Universums erklärt oder dazu neigt, sich so zu sehen, dann würde ich doch behaupten, das ist ein eher anstrengendes Lebensgefühl. Ist besser, wenn man sich da in ein anderes Koordinatensystem einordnet. Das grosse Thema und die wichtigste Botschaft In dieser Sendung lautet, die Schweiz muss die völlig aus dem Ruder gelaufene Zuwanderung begrenzen. Dass man darüber überhaupt diskutieren muss, ist ja an sich schon bemerkenswert und interessant. Die Schweiz hat eine höhere Pro-Kopf-Zuwanderung als die Vereinigten Staaten von Amerika, als Neuseeland und als Australien. Assist unglaublich. Die Schweiz wächst bevölkerungsmässig 16 Mal schneller als die Bundesrepublik Deutschland, die ja auch eine ganz intensive und schon fast toxische Diskussion über die Zuwanderung führt. In der Schweiz haben seit dem Jahr 2000 650'000 Menschen ein Asylgesuch gestellt. Und lediglich 17% dieser Asylsuchenden haben tatsächlich einen nach unserem Recht gültigen Asylanspruch. Von den Abgewiesenen bleiben aber 60% im Land als vorläufig Aufgenommene, vorläufig für immer. Das sind unglaubliche Missstände, die natürlich Milliarden kosten. Als ich angefangen habe als Chefredaktor bei der Weltwoche, auch schon ziemlich lange her, 2001, da hatten wir einen Artikel, der zu einem landesweiten Aufreger wurde, weil wir die Ersten waren, die das im medialen Mainstream, könnte man sagen, etwas kritisch hinterfragt haben. Markus Scherr hat das damals geschrieben, eine Million Franken pro Flüchtling. Und er hat ausgerechnet, was eigentlich die Vollkostenrechnung des Asylwesens in der Schweiz ist. Damals hiess es, die Ausgaben betrügen 937 Millionen Franken. Aber tatsächlich, errechnete Markus Schär, belaufen sich die tatsächlichen Ausgaben auf 2 Milliarden. Und mittlerweile, das hat einen gewaltigen Aufschrei produziert, es gab Untersuchungen des Presserats, ich musste mich da verantworten an journalistischen Podien, was uns denn einfalle, solche Befunde zu erheben. Meine Damen und Herren, heute sind wir bei... 4 Milliarden Franken Ausgaben fürs Asylwesen allein und einzig auf Bundesstufe. Müssen Sie sich das einmal vor Augen halten. Ich habe in dieser Woche berichtet, dass die Gefängnisse in der Schweiz eine Rekordauslastung aufweisen. 97 Prozent. Das hat die Ringe Medienberichterstattung zutage gefördert. 97 Prozent. Der Grossteil der Gefängniseinsassen, weit über 60%, sind Personen ausländischer Herkunft. Diese Zuwanderung, diese masslose, grenzenlose Zuwanderung, gefährdet den Wohlstand in der Schweiz, sie gefährdet die Freiheit in der Schweiz und sie gefährdet die Sicherheit in der Schweiz. den Wohlstand Seit der Einführung der Personenfreizügigkeit, das sind also 500 Millionen Menschen aus der EU potenziell, wenn sie einen Job finden, aber das kann auch ein ganz kleiner Job sein. Das können ein paar Stunden Arbeit pro Woche sein. in die Schweiz kommen können. Das heisst also eine ungehinderte Zuwanderungsmöglichkeit. Dies vor dem Hintergrund massiver wirtschaftlicher Verwerfungen in der Europäischen Union. Natürlich auch die Attraktivität unserer Sozialwerke, die eine eigene Sogwirkung erzielen. Seit Einführung dieser Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union nimmt die Produktivität der Schweizer Wirtschaft ab. Wir hatten vorher eine höhere... Produktivität, das heisst einen höheren Wohlstand pro Kopf. Jetzt haben wir einen tieferen Wohlstand pro Kopf. Wir haben ein quantitatives Wachstum, aber eine qualitative Rückverlagerung, einen qualitativen Rückschritt. Und das, meine Damen und Herren, ist für mich das Gefährlichste an dieser ganzen Zuwanderungsdebatte, dass da eben die Gegner der Zuwanderungsbegrenzung Sie huldigen einem Kult des Kolossalen, sie huldigen einem Kult der Masslosigkeit und sie huldigen einem Kult des Wachstums, das nicht Rücksicht nimmt auf die Qualität des Lebens, der Institutionen und letztlich natürlich auch der Umweltbedingungen, unter denen dann die Menschen, die hier... sich aufhalten, zu leben haben. Also der Wohlstand nimmt nicht zu, der Wohlstand nimmt ab, qualitativ, und wir haben ein quantitatives Wachstum, das eben nicht nachhaltig ist, eine Art Schneeballsystem. Die Freiheit wird gefördert durch die Zuwanderung, ganz klar. Seit der Einführung der Personenfreizügigkeit geht einer der wichtigsten Trümpfe der Schweiz zunehmend zu schamdern. Es ist für mich unverständlich, dass die freisinnige Partei, dass die FDP und dass die Wirtschaftsverbände, wenn sie den Ernst nehmen würden, was sie angeblich glauben, dass sie dieser Freiheitsbeschränkung, die die Personenfreizügigkeit mit sich bringt, einfach mitmachen. Wenn sie an der Grenze die Kontrollen aufgeben, preisgeben, weitgehen, Wenn einfach... beliebig viele Leute kommen können, dann müssen sie den Kontrollapparat im Inland hochfahren. Und genau das erleben wir seit 25 Jahren. Die Gewerkschaften schwingen sich da auf, die profitieren massiv von dieser Zuwanderung durch Gesamtarbeitsverträge, durch Abkommen mit den Arbeitgebern, durch Einzahlungen, die gemacht werden müssen. Unser Werkplatz wird überzogen von einem Korsett. mit einem Netz von Beschränkungen, von Kontrollen, von Festschraubungen und kollektivistischen Abmachungen, die die Beweglichkeit, die Freiheit der Unternehmer, die eine grosse Stärke unseres Landes ist, zunehmend und massiv beeinträchtigen. Die Freiheit nimmt aber auch ab. Wenn Sie im Ausgang, und das erzählen mir viele junge Frauen, darum stimmen Sie dafür, wenn Sie sich im Ausgang in Zürich schon überlegen müssen, wie ziehe ich mich an, wo kann man eigentlich noch durch, wo kann man noch hin und ab welcher Uhrzeit wird es gefährlich? Ich habe Ihnen hier schon Anekdoten erzählt, die mir berichtet worden sind von jungen Schweizer Frauen. Berichtete am helllichten Tage, Nachmittag in der Nähe des Uto-Ges, sei sie von einem Eritreer belästigt worden. Erst als ein anderer Mann eingeschritten ist, konnte das Ganze entschärft werden. Und das sind unhaltbare Zustände. Und diese Tage ist auch ein Kriminalitätsbericht erschienen, die Medien haben darüber berichtet. Und auch dieser Bericht zeugt von den zunehmenden Kriminalitätsproblemen, die wir in der Schweiz haben. Die Belastung der Sozialwerke ist natürlich auch massiv durch diese Zuwanderung. Auch dazu eine kleine Anekdote. Ich habe mich dieser Tage mit einem sehr sympathischen Deutschen unterhalten, Anfangs 40, und er hat mir gesagt, er sei in der Schweiz, er habe bis vor kurzem in Deutschland gearbeitet, er mache jetzt das Gleiche da bei uns, und er habe einfach die Rechnung gemacht. Wenn er in Deutschland von jetzt Anfangs 40 bis 65 arbeitet, dann habe er eine Rente von 1'400 Euro. Wenn er aber in der Schweiz arbeite, im gleichen Job, und er habe diesen Job gefunden, dann bekomme er bei seiner Pensionierung 4'000 Franken. Und natürlich sei das eine viel bessere Situation. Man müsste sich zwar aufgrund der hohen Lebenskosten in der Schweiz etwas einschränken, aber dann würde er bei der Pensionierung wieder zurückgehen nach Deutschland und könne mit diesen 4'000 Franken natürlich viel besser leben als mit den 1'400. Wenn man da hört, dass also... Auch in der Schweiz behaupten Politiker, dass... Wenn unsere Sozialwerke keinen Migrationsfaktor darstellen, dass es da keine Magnet-, keine Sog-, keine Staubsaugerwirkung gibt, dann leben sie auf einem Planeten, in einem Paralleluniversum, das mit unserer Wirklichkeit nichts zu tun hat. Eine starre Deckelung der Bevölkerung ist gefährlich. Das ist das Mantra, das ist der Slogan der Gegner der Nachhaltigkeit. Initiative. Das wiederholen sie, das beten sie herunter, Land auf, Land ab. Hier das Zentralorgan der Grenzöffnungsbefürworter, der Massenzuwanderungsfreunde, die Neue Zürcher Zeitung, die ja ganz massiv, wie alle Medien, Stimmung macht gegen die 10 Millionen Schweiz Initiative der SVP, Tagesanzeiger, NZZ, Ringier, Schweizer Fernsehen. sowieso am Mittwoch noch eine Arena, in der man sich diese Konfliktkonstellation sehr genau anschauen konnte. Das ist das Hauptargument der Gegner der Zuwanderungsbegrenzung. Eine starre Deckelung der Bevölkerung ist gefährlich. Also wenn man Grenzen zieht, ist das gefährlich, nach Auffassung dieser Kommentatoren. Und da sehen Sie natürlich den Kerngedanken. Und da entstellt sich sozusagen das Denken zur Kenntlichkeit. Denn wer so redet, wer sagt, eine Deckelung ist gefährlich, der huldigt der Grenzenlosigkeit, der huldigt der Masslosigkeit. Der betreibt eben diesen Kult des Kolossalen, der sagt, ja, wir brauchen einfach immer mehr Menschen, um den Wohlstand aufrecht zu erhalten. Aber dieses Argument ist so falsch, und da müssen Sie ja nicht einmal Mathematik, Politik oder Migrationswissenschaften studiert haben. Denn wenn die Quantität der Menschen der ausschlaggebende Faktor für den Wohlstand wäre, ja warum ist dann der Kontinent Afrika nicht einer der reichsten Kontinente der Welt? Und warum war dann China, obwohl die grösste Zahl an Menschen auf chinesischem Territorium lebte? Während der ganzen Zeit des 20. Jahrhunderts ein Armenhaus bis in die 70er Jahre und jetzt erst allmählich und immer schneller und für viele auch überfordernder kommen die Chinesen auf die Überholspur. Nicht, weil sie immer mehr Leute reingeholt haben, sondern weil sie eine vernünftige, eine kluge Politik eben auch der Nachhaltigkeit in Bezug auf die chinesischen Verhältnisse betrieben haben. Und im gleichen Zusammenhang hören wir dann, dass diese Zuwanderung nicht nur nötig sei, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, sondern auch unsere Sozialwerke würden kaputt gehen, wenn da nicht laufend Zehntausende, Hunderttausende von Ausländern in die Schweiz kämen. Das ist ja auch wieder so eine Gaga-Rechnung, die dahinter steht. Natürlich kurzfristig zahlen da die Werktätigen ein, aber erstens kommen nicht nur Werktätige in die Schweiz, sondern auch Familienangehörige und dieser Familiennachzug ist schrittweise ausgebaut worden. Nicht einfach nur der Ehepartner und die Kinder, sondern sie können die ganzen Sippen mittlerweile in die Schweiz bringen, die dann nicht arbeiten, aber die dann irgendwann einmal, und zwar schon ziemlich bald, die Leistungen unserer Infrastrukturen in Anspruch nehmen. Nicht zuletzt des Gesundheitswesens, in das sie nie einen Rappen einbezahlt haben. Und all die Werktätigen, die aus dem Ausland kommen, Die werden dann auch irgendwann einmal pensioniert und möchten ihre Rentenansprüche auch gewährleistet sehen. Das heisst, wenn man dieses Argument ins Zentrum stellt, dann huldigt man nicht nur einem Kult des Kolossalen, man huldigt auch einem Kult des exponentiellen Bevölkerungswachstums. Denn wenn immer mehr kommen, die dann eben auch in Rente gehen, müssen ja immer noch mehr Leute aus dem Ausland geholt werden. Das geht ja hinten und vorne nicht auf. Das ist ein argumentativer Notstand. der hier zutage tritt und darum treten natürlich die Gegner der Zuwanderungsbeschränkung auch im Modus der Gutmenschen auf. Fangen sie an, die Befürworter einer Begrenzung, die Befürworter des Masshaltens, des Rassismus zu bezichtigen und einer unmenschlichen Gesinnung. Das machen vor allem die SP-Leute und auch die Gewerkschaften. Ich habe das selber in einer Diskussion mit dem von mir eigentlich geschätzten Gewerkschaftschef Pierre-Yves Maillard gesehen. also dann wirklich nichts mehr zu sagen wusste, hat er gesagt, ja, ihr wollt einfach eine reinrassige Schweiz. Wenn die Schweiz wachsen würde, bevölkerungsmässig, biologisch, dann hättet ihr ja nichts da geben. Also das ist sozusagen die Esoterik der Argumente. Es geht hier darum, ein Problem zu lösen, meine Damen und Herren. Und dieses Problem heisst maßlose Zuwanderung, die die Sicherheit, die Freiheit und den Wohlstand in unserem Land gefährdet. Und die Sicherheit ist... Ein Thema, das wir noch gar nicht in dieser Tiefe angesprochen haben, steigende Kriminalitätsraten. Natürlich auch die Situation auf den Strassen, die gewaltige Überfrachtung der Infrastrukturen. Das ist die Mobilitätssicherheit, die hier nicht mehr gewährleistet ist. Wir haben die Sicherheit der Sozialwerke, die nicht mehr vorhanden ist, die eben auch durch eine Massenzuwanderung nur im Sinne einer oberflächlichen... Betrachtung kurzfristig vielleicht ein bisschen erleichtert werden kann. Aber wenn denn die Zuwanderung tatsächlich so dringend notwendig sein sollte, wie da all diese Auguren und insbesondere Bundesrat Jans behaupten, dann müsste man ja erst recht... auf die Bremse stehen und sagen, ja, wenn wir uns dermassen von einem Bevölkerungswachstum abhängig machen, dann ist das ja sowieso nicht nachhaltig, weil die Schweiz ist nicht Australien, wir sind nicht die Vereinigten Staaten von Amerika, also für uns kann die Masse sowieso nicht die Lösung sein, das heisst, wir müssen die Sozialwerke reformieren. Und wenn wir von der sozialen Sicherheit sprechen in der Zukunft, und das ist ja das Tragische jetzt auch bei den Freisinnigen, bei der Wirtschaftspartei, da müsste man ja argumentieren, Wir müssen die Qualität des Werkplatzes hochhalten. Wir dürfen doch nicht zulassen, dass dank der Personenfreizügigkeit die Gewerkschaften unseren liberalen Arbeitsmarkt zerstören. Wir müssen auf die Produktivität setzen. Wir müssen auf Altersversorgungsinstrumente setzen, die eben vom Wachstum der Wirtschaft profitieren, aber von einem qualitativen Wachstum und von einem Wachstum, das nicht einfach auf der Zahl der Angestellten beruht. Und es wird heute so getan, als sei diese Zuwanderung Die Lebensversicherung für unsere Wirtschaft, ein absolutes Bedürfnis, das man unbedingt, unbedingt befriedigen müsse. Und das ist Geschichtsklitterung, meine Damen und Herren. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, alle Reden damals zur Einführung der Personenfreizügigkeit der damaligen Bundesräte nachzulesen. Und stark exponiert hat sich damals Bundesrat Kaspar Villiger, der Finanzminister FDP. Und Sie können jede Rede von ihm lesen und in keiner sagt er, dass die Schweizer Wirtschaft angewiesen sei auf eine Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union. Im Gegenteil, das sei eigentlich ein Wunsch der EU. Diese Kröte müsse man schlucken, aber das eröffne ja auch den Jungen, den Studenten Möglichkeiten im Ausland zu studieren. Und man solle ihnen doch diese Erleichterungen gewähren. Also eine Kröte, die geschluckt werden musste. Kein Bedürfnis der schweizerischen Wirtschaft, weil wir aufgrund der Qualität unserer Unternehmen die Arbeitskräfte immer bekommen haben. Und es war nie einfach, Fachkräfte zu gewinnen. Also aus einer Kröte, die man schlucken musste, ist durch diese Geschichtsklitterung und ideologische Unbedeutung, durch diesen Kult, durch diese Religion des Kolossalen, jetzt gewissermassen ein alleinselig machender, tiefer Wunsch der Schweiz geworden. Also das war es eigentlich im Interesse. Der EU war, hat man sich hier irgendwie angeschminkt und man redet sich jetzt ein, die Schweiz sei angewiesen darauf. Aber das sagen eben auch nur Politiker, die mit dem Mainstream gehen, die mit den Moden gehen und die offensichtlich nicht die Kraft haben, hier auch auf die Bevölkerung zu hören. Und das ist natürlich eine Dimension, die jetzt ganz deutlich zutage tritt und das beobachten wir ja schon seit vielen, vielen Jahren. und es ist, ich habe das in meinem Leitartikel in der neuen Weltwoche zum Ausdruck gebracht. Es ist natürlich das ganz grosse Verdienst von Christoph Blocher, dass er das kristallklar auf den Punkt gebracht hat. Christoph Blocher, der nach wie vor der intelligenteste und weiseste Beobachter der schweizerischen Politik und auch der Aussenpolitik ist, trotz seinem ja auch schon oder vielleicht auch gerade wegen seines auch schon etwas fortgeschrittenen Ich hoffe, ich habe das auch geschrieben, lege meine Interessensbindung hier schonungslos offen. Ich habe ein grosses Interesse, dass sich Christoph Blocher noch möglichst lange zu den politischen Vorgängen in der Schweiz und um die Schweiz äussern kann. Er hat das seit vielen, vielen Jahren immer wieder ins Zentrum gestellt. Es gibt eben hier, man sieht das, einen Interessenskonflikt zwischen der Klasspolitik und der Bevölkerung. Die Bevölkerung... möchte die Zuwanderung begrenzen. Darum ist ja auch damals die Masseneinwanderungsinitiative angenommen worden, gegen den geballten Widerstand schon damals der politischen Kaste. Die Schweizerinnen und Schweizer, die Kantone haben gesagt, es braucht eine Begrenzung, wir müssen raus aus dieser Masslosigkeit. Was hat die Klasspolitik gemacht? Sie haben die Umsetzung dieses Volksentscheids verweigert. Ich war damals im Nationalrat, Dezember 2016, FDP-Nationalrat Fluri, Wenn die SVP ihn kritisiert hat, hat er gesagt, ich stelle meine Ohren auf Durchzug. Ja, kein Wunder, dass dann eine nicht so intelligente Zuwanderungspolitik herauskommt, wenn sie ihre Ohren auf Durchzug stellen können. Denn ich kann meine Ohren nicht auf Durchzug stellen, dazwischen hat es noch ein Organ. Aber wenn ihnen eben dieses Organ fehlt und sie die Durchzugohren haben, dann kann man auch nicht erwarten von diesen Politikern, dass sie eben eine intelligente, eine gute, eine auf die Schweiz zugeschnittene Zuwanderungspolitik machen. Man hat die Leute damals angelogen, meine Damen und Herren. Man hat gesagt, wir haben wirksame Instrumente. Wir werden das anders schaffen als mit dieser untauglichen SVP-Lösung. Aber die, die schon damals gesagt haben, das sei keine Lösung, obwohl es ein Volks- Sie verweigerten die Umsetzung eines Volksentscheids. Diese Leute haben ja jetzt bewiesen, dass ihre Lösung nur immer noch mehr Zuwanderung ist. Und das ist ja auch die Antwort, die ich gehört habe am Dienstagabend auf einem Podium in Wetzikon, an dem ich teilnahm. Da sagen einfach die Gegner, wir müssen einfach noch mehr Wohnungen bauen. Ja, wollt ihr die Schweiz in einen Küngelistall umbauen? Wollt ihr aus den ehemaligen Regwibunkern? gewaltige Wohnsilos machen. Klar, wir können natürlich das ganze Alpenmassiv aushöhlen, um dort dann noch mehr Menschenmassen unterzubringen. Die Schweiz als eine Art riesiger Batterie-Legebetrieb für Menschen, wo alle dann pünktlich ihre Eier legen können, in Dienste der Economy Suisse, die dann die entsprechenden Effizienzberechnungen vornimmt. Meine Damen und Herren, das sind doch, Entschuldigung, kranke Visionen für unser Land. Und das ist eben genau das Gegenteil, was auch die Grünen... Was all die Gutmenschen, die Linken in den letzten Jahren gepredigt haben, Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit, Umwelt schützen. Jetzt predigen sie die Zubetonierung der Schweiz, diesen Kult der Hochhäuser, die Singapurisierung, all diese Dinge. Das geht doch hinten und vorne nicht auf und sie merken es. Und man merkt ihnen auch die argumentative Verzweiflung an. Und deshalb sind eben auch die Fake News, die jetzt aus der Schublade gezogen werden. In einer also noch nie dagewesenen Dichte zu beobachten, zumindest ist mir das bis jetzt noch nicht aufgefallen. Nehmen Sie den durchs Land tingelnden Bundesrat Jans, der in der Arena gesagt hat, ich tingle durchs Land, damit ihre Mutter auch in Zukunft gepflegt wird. Also ist jetzt Beat Jans sozusagen die heilige Mutter Teresa aller Pfleger, der wir dann vertrauensvoll unsere Grossmütter zur Obhut überlassen können. Da sehen Sie auch schon die Hybris, die in dieser ganzen Selbstdarstellung drinsteckt. Abgesehen davon erzählt er Unsinn, denn die Prämisse seines Arguments ist, wenn diese Initiative angenommen wird, dann gibt es keine Pflegekräfte mehr in der Schweiz, dann kommen keine Pfleger in die Schweiz mehr. Punkt 1, vor der Personenfreizügigkeit und vor dieser Massenzuwanderung hatten wir also auch in der Schweiz funktionierende Altersheime und ich glaube auch unsere Spitäler. waren nicht so schlecht. Zumindest war das Universitätsspital Zürich noch vor der Personenfreizügigkeit, als da irgendwelche Starchirurgen aus Italien oder sonst irgendwo herkommen. Hatte es also nicht den schlechteren Ruf als heute. Man soll doch mal aufhören, diese Untergangsszenarien da zu bringen. Abgesehen davon sind die Pfleger, und da hat Beat Jans vor allem vom Universitätsspital Basel gesprochen, dort würden die Lichter rausgehen, kompletter Unsinn. Denn in diesem Spital sind ja vor allem Grenzgänger zugange. die gar nicht betroffen wären durch diese Initiative. Also da wird brandschwarz die Unwahrheit erzählt. Dann heisst es, man fände keine Pflegekräfte mehr, keine Fachkräfte mehr im Pflegeberuf zum Beispiel. Schauen Sie mal die Arbeitslosenstatistiken an. 0,6% der Gesamtzuwanderung in die Schweiz, das sind die Pfleger. Aber die Arbeitslosigkeit in diesem Segment ist genau gleich hoch wie in allen anderen Branchen im Durchschnitt, nämlich 3%. Das heißt, wir haben ja... Arbeitslose Pfleger in der Schweiz. Und das ist ja genau der Punkt, das ist ja genau das Problem dieser Masslosigkeit, dass eben die Betriebe laufend neue Leute aus dem Ausland nehmen können, ohne dass man zuerst die, die bei uns schon arbeitslos sind, wieder in den Arbeitsprozess zurückintegriert. Und das hat die Schweiz eben früher gemacht, das hat sie eingeführt in den 60er und 70er Jahren, aufgrund einer damals schon von einer übrigens viel nachhaltiger denkenden Klasspolitik. Beobachtete Massenzuwanderung. Hans-Peter Giudi, der Bundesrat, der Vater der AHV, 1965 Bundespräsident, hat einen wirklich eindringlichen Bericht verfasst. Ich habe vor über zehn Jahren in der Weltwoche darüber geschrieben. Und da hat er alarmiert durch die Zuwanderungszahlen. 112'000 Nettozuwanderung im Jahr 1961 in die Schweizer Arbeitskräfte. Und Giudi, der Sozialdemokrat, warnt. Er hat gesagt, das ist zu viel, das geht zu weit, das überhitzt. Und es schafft auch die falschen Anreize für unsere Unternehmen, denn man baut einfach die Personalbestände aus, vernachlässigt die technische Innovation, verliert dann Produktivität und es treibt die Inlandnachfrage nach oben, es befördert die Inflation und dies wiederum erzeugt eine Missstimmung bei den bereits in der Schweiz lebenden Menschen. Und dieser Missstimmung müsse man begegnen und man müsse hier diese Zuwanderung drosseln. Man müsse darüber nachdenken, den Ausländerbestand in der Schweiz zu verringern. Wissen Sie, was das ist? Was da der SP-Bundespräsident als Szenario in den Raum gestellt hat? Die sogenannte Remigration, die Ausschaffung von Ausländern, die zu viel hier sind. Das war noch vor der politischen Korrektheit, als es noch erlaubt war, sachlich und ergebnisoffen zu denken. Und das ist für mich auch das Alarmierende an der heutigen Diskussion, dass sie dermassen vermoralisiert ist, dass eben eine Art wie Denkblockade da zu beobachten ist, dass viele Protagonisten gar nicht mehr bereit sind, die Sache für sich genommen anzuschauen. Nehmen wir einen anderen Exponenten der Fake News. Reto Knutti, der Klimapapst, der Mann, der Souffleur, der Klimapolitiker mit seinem prestigiösen ETH-Professoren-Post. Da müsste man sich von Seiten der ETH-Leitung einmal fragen, wann ist eigentlich die Grenze überschritten, wenn diese Professoren ihre... Reputation, also die Reputation ihrer Institution, das Ansehen der ETH missbrauchen für politische Stimmungsmache, für politische Fake News. Und Professor Knutti behauptet in diesem Manifest, das da verabschiedet wurde mit all den Intellektuellen und so weiter, und solchen, die sich dafür halten, da hat Knutti gesagt, wenn diese Initiative ankommt, Müsste die Schweiz die Europäische Menschenrechtskonvention kündigen? Das ist einfach eine Lüge, das ist falsch, das stimmt nicht. Und das sagt ein Mann mit Professorentitel ETH. Und das geht einfach nicht, meine Damen und Herren. Wo ist da die Führung der Hochschule, die durch Steuergelder finanziert wird? Missbrauch des Professorenamts. Man darf sich bei dieser Gelegenheit natürlich auch fragen, wenn dieser Akademiker mit der Wahrheit so beliebig umspringt, wenn es einfach seinen politischen Interessen dient, was ist dann von seinen klimatischen Theorien zu halten, die er mit der gleichen Vehemenz vorgetragen hat? Und da sehen Sie natürlich... Noch ein anderes Problem, das wir in der Schweiz haben, ich komme dann vielleicht in der Sendung noch drauf. Offensichtlich ist eben auch die ETH eine Institution, die nicht geführt wird. Nicht nur das Bundesgericht, wo sie einfach ein Liebespaar haben können, da unter Bundesrichtern. Und jetzt versuchen sie es herunterzuspielen. Dann das Unispital Zürich, da sind ja Abgründe aufgetaucht im Zusammenhang mit diesem Professor Maisano, die wir in diesem Podcast mit dem Whistleblower zutage gefördert haben. Das geht ja noch viel weiter. Das ist die Frage der Leitung eines solchen Spitals. Aber sie können auch in die Wirtschaft gehen, nehmen sie einen Fall Credit Suisse. Das sind alles Anzeichen einer Verlotterung, die eben auch im Zusammenhang steht mit dieser Moralisierung, wenn du eben nicht mehr die Wirklichkeit anschaust, sondern nur noch in diesen grossen, aufgedröhnten Vorstellungen und Ideologien herumschwirrst. Dann vernachlässigst du offensichtlich den Kernauftrag. Der Kernauftrag eines Wissenschaftlers würde darin bestehen, nicht offensichtliche Unwahrheiten zu verbreiten. Das wirft ein ziemlich schiefes und schales Licht auf die entsprechenden Institutionen. Universität Zürich. Da habe ich jetzt gesehen, am 18. Mai findet ein... Podiumsgespräch statt, eine Podiumsveranstaltung. Der Titel sagt schon alles. Fragwürdige Framings. Eine Podiumsdiskussion zur Nachhaltigkeitsinitiative. Fragwürdige Framings. Also quasi das Framing der Nachhaltigkeitsinitiative. Der Begriff Nachhaltigkeit ist hier eben nicht zurecht geframed. Es ist also eine Diskussion, die nicht ergebnisoffen über diese Initiative reden möchte, sondern die ganz klar schon im Titel mit dem Auftrag antritt, diese Initiative zu widerlegen, sie als Ausdruck von Unwahrheit neben eines falschen Framings zu bezeichnen. Und die Teilnehmer an dieser Podiumsdiskussion sind allesamt Gegner der Initiative. Und der Moderator ist von der linken bis linksextremen Wochenzeitung VOTS. die ein Manifest veröffentlicht hat und offiziell im Sinne eines Kampfplatz diese Initiative eben nicht zum Erfolg kommen lassen will, aktiv diese Initiative bekämpft. Und dem gibt man jetzt eine Plattform an der Universität Zürich, Steuerzahler finanziert. Meine Damen und Herren, das sind himmeltraurige Missstände. Sie sind natürlich auch Ausdruck der Verzweiflung, aber sie sind eben auch Ausdruck dessen, dass diese Institutionen, die wir alle zu bezahlen haben, von Linken gekapert worden sind, um ihre... Weltsicht, ihre Weltanschauung exklusiv und dann eben auch noch moralistisch abgepanzert nach vorne zu bringen, das geht nicht. Dem muss man entgegentreten. Das ist nicht zulässig, was da passiert. Eine weitere Fake News, die Sie hören, lautet, wenn die Initiative angenommen wird, dann müssen wir aus Schengen-Dublin raus. Dann fallen die europäischen Flüchtlings- und Grenzöffnungsabkommen dahin. Punkt 1, Schengen und Dublin funktionieren nicht. Das sagen mehrere EU-Ministerpräsidenten seit Jahren. Zweitens, diese Volksinitiative Nachhaltigkeit 10 Millionen Schweiz hat nichts mit Schengen und Dublin zu tun und überhaupt nichts mit dem Dubliner Abkommen zu tun, denn die sind gar nicht betroffen. Vom Wirkungsbereich dieser Initiative, was die Vertraglichkeit angeht, ist es also nicht so, dass wenn diese Volksinitiative angenommen würde, dass dies eine Verletzung der Verträge bedeutete oder sozusagen ein automatisches Dahinfallen dieser Verträge. Das wird hier einfach auch in den Raum gestellt. Weiter wird behauptet, dass mit dieser Initiative die Schweiz zu einer Art Parkhaus-Schweiz werden würde. Das ist auch ein Argument des durchs Land tingelnden Bundesrats Beat Jans. Das könnte man übrigens auch gleich als Beispiel dafür nehmen, wie die Institutionen verlottern, dass ein Bundesrat dermassen massiv sich da ins Zeug legt. Das geht einfach nicht, dass er da als Abstimmungskämpfer in Erscheinung tritt. Jans sagt, wird die Initiative angenommen, haben wir eine Schweiz wie ein volles Parkhaus. Für jedes Auto, das rein will, muss eines vorher raus. ist auch eine Unwahrheit, das sind Fake News. Tatsache ist, die Initiative verlangt, dass der Bundesrat ab einem Bevölkerungsstand von 9,5 Millionen Massnahmen einleitet, um die Zuwanderung zu drosseln. Sei es im Asylbereich, sei es durch die Anrufung von Ventilklauseln in den EU-Verträgen, das wird vom Bundesrat verlangt. Und wenn Bundesrat Jans sagt, dass offensichtlich der Bundesrat gar nichts machen kann und machen wird, bis sie dann 10 Millionen haben, dann sagt Bundesrat Jans, dass er seinem eigenen Bundesrat, also sich selber, gar nicht zutraut, diese Beschränkungsmassnahmen zu ergreifen. Man könnte das auch als eine Art Arbeitsverweigerung betrachten. Ja, dann müsste Bundesrat Jans zur Ruhe rücktreten. Ich meine, was er hier macht, ist natürlich, er verknüpft sein ganzes Schicksal mit dieser Frage. Und wenn diese Initiative durchkommt, dann ist er ja gar nicht glaubwürdig, sie als Justizminister umzusetzen. Aber ich glaube, er will sich sowieso aus diesem Departement... verabschieden Ende Jahre, er möchte Außenminister werden, wo er dann auf anderen Gefechtsfeldern Schaden anrichten kann. Nein, meine Damen und Herren, hier werden also von obrigkeitlicher Seite wirklich brandschwarze Unwahrheiten in Umlauf gebracht. Die Medien, anstatt zu hinterfragen, ventilieren sie, geben ihre Gesinnung zu erkennen, eben eine starre Deckelung ist gefährlich, Kult der Masslosigkeit und die Bevölkerung. die eben unter dieser Massenzuwanderung zu leiden hat, die zeigt in wachsendem Ausmass Zustimmung zu diesem Anliegen weit, weit über die SVP-Stammlande hinaus. Und das ist eben die Dimension, was wir angesprochen haben, dieses Konflikts zwischen Klasspolitik und... Die Klasspolitik profitiert natürlich. Die Gewerkschafter kassieren massiv ab durch die Zuwanderung. Die Politiker, die dann die Zuwanderung managen müssen. All die Sozialinstitutionen, die Sozial-NGOs, die dann Integrationskurse machen müssen. Die Linken, die ja möchten, dass man möglichst viele Zuwanderer hat, damit man sie dann als Reserveherr und zukünftige Wähler, Sozialstaatsabhängige, dann zur Machterhaltung der SP einsetzen kann. Die Unternehmen... Profitieren natürlich die internationalen Manager, billige Arbeitskräfte, die man reinholen kann. Und wenn es schlecht geht, delegiert man sie an den Sozialstaat. Das sind Leute, die zur Schweiz keinen Bezug haben, diese Manager. Die kommen hier einfach mit dem Köfferchen, füllen es und gehen wieder. Was gehen denen die Probleme der Schweizer an? Sie leben ja sowieso in Villen, die abgeschottet sind von diesen Problemen. Dann natürlich die Immobilienbranche. In ihrer umfassenden Art, sowohl die Bauunternehmen wie auch die Immobilienhändler, die natürlich von dieser massiven Zuwanderung profitieren, die grossen Detailisten. Der Mikrochef, der sagt, die Zuwanderungsinitiative sei gefährlich. Klar, weil er natürlich von 100'000 zusätzlichen Menschen, Kunden entsprechend profitiert und immer mehr Produkte verkaufen kann, ist auch nur ans eigene Portemonnaie gedacht. Aber für die Bevölkerung sieht es anders aus. Sie hat zu gewärtigen steigende Mieten. Druck am Arbeitsplatz, sinkende Produktivität, natürlich der ganze Dichtestress, die Unsicherheit, die Kriminalität im Alltag, Belastung der Sozialwerke, Belastung der Schulen. Das ist ja ein gewaltiges Problem, wie unser Bildungssystem den Bach runtergeht, einfach weil wir, weil die Lehrer, vor denen ich grössten Respekt habe, gar nicht mehr in der Lage sind, diese Klassen zu managen, wo Kinder aus unterschiedlichsten kulturellen... Bezügen ohne Kenntnis der Landessprache in Erscheinung treten. Also das ist ein Interessenskonflikt, den wir da sehen. Und es ist sehr erhellend, dass die Medien sich da einmal mehr in den Dienst der Klasspolitik und eigentlich nicht in den Dienst der Leser stellen. Und dazu vielleicht noch eine schöne abschliessende Episode. Ich habe im Tagesanzeiger gelesen einen Artikel, dass die Leser des linken Tagesanzeigers sogar empört sind, dass da Bundesrat Jans durchs Land tingelt. Um eben den Leuten zu erklären, er sei der Retter ihrer Grossmütter. Sie sagen, das ist doch nicht die Aufgabe des Bundesrates, die Leute dermassen zu manipulieren, sie dermassen an der Nase herumzuführen. Der soll seinen Job machen in Bern und soll sich da doch nicht als oberster Propagandamegafon, Mensch und Politiker in Szene setzen. Und der Tagesanzeiger hat sich sogar gezwungen gesehen. darüber einen Artikel zu bringen, das zeigt, dass eben auch in diesen Milieus die Zustimmung zu dieser Initiative bzw. das Unbehagen an dieser Masslosigkeit spürbar ist und auch entsprechend dann nach vorne dringt. Ich habe in einem Podiumsgespräch, das bereits erwähnt wurde, in Wetzikon... auch eine Frage beantworten müssen, die wurde damals gestellt. Man hat gesagt, ja, was wäre denn das für ein Signal, wenn die Schweiz Ja sagte zu diesem Anliegen? Nachhaltigkeit, keine 10 Millionen Schweiz. Und dann haben natürlich alle Teilnehmer, es waren drei gegen einen, drei Gegner, ein Befürworter, also ich hatte leichtes Spiel, die drei Gegner haben dann gesagt, ja, das wäre ein ganz frärendes Signal in Europa. das wäre natürlich ganz schlimm, es gäbe so viel Kritik von der EU. Dann habe ich auch gedacht, um Himmels Willen, unsere Schweizer Politiker schauen nur darauf, was die EU sagt. Natürlich ist die EU verärgert, das ist ja auch die Elite, das sind ja auch die Leute, die davon profitieren, wenn hier eben die Grenzen, die Schleusen geöffnet werden. Aber unsere Politiker denken zuerst an die Befindlichkeit der Europäischen Union, als an die Interessen der schweizerischen Bevölkerung. Das war sehr, sehr interessant, das in diesem Moment zu erleben. Und es ist natürlich die kreuzfalsche Optik. Und ich habe dann gesagt, dieses Signal wäre ein Triumph für die Schweiz. Und die 500 Millionen EU-Bürger, die ja mit der Schweiz sympathisieren, nicht da diese Politparasiten, die da profitieren und sich da an den Schalthebeln der Macht sich gemütlich eingerichtet haben, diese Diese Profiteure, die würden die Schweiz bewundern. Wir haben es ja bei der Masseneinwanderungsinitiative auch gesehen. Ich habe noch nie so viele Reaktionen bekommen, als ich damals in einer deutschen Talkshow diese Initiative verteidigt habe. Die Schweiz würde ein ganz starkes Signal setzen, aber es geht ja nicht darum, ein Signal zu setzen, sondern ein Problem zu lösen. Aber wenn wir schon vom Signal reden, dann wäre dies sicherlich zu betonen. Und Sie sehen einfach hier die verschobene Optik unserer Politiker und insbesondere Beat Jans ist ja ein Meister darin, die Interessen der Europäischen Union über die Interessen der Schweizer Bevölkerung zu stellen. Umso wichtiger ist es, in dieser Initiative an die Urne zu gehen, um eben in Erinnerung zu rufen, wer der Chef ist in der Schweiz und wessen Interessen hier zu gewichten sind. Und dieses Gejammer, das sei ja keine Lösung, es gäbe keine Lösung, Entschuldigung, das höre ich seit zwölf Jahren von jenen Leuten, die mit den genau gleichen Jammerjaden damals die Masseneinwanderungsinitiative nicht umgesetzt haben. Sie haben gesagt, wir haben eine bessere Lösung. Sie haben gar keine Lösung. Sie haben nur ihren Kult des Kolossalen und sie haben nur den Slogan eine starre Deckelung der Bevölkerung ist gefährlich. Nein, nichts ist gefährlicher als ein grenzenloses Bevölkerungswachstum. Und die Verlogenheit dieser Stimmen sehen sie auch daran, dass keiner dieser Leute nach vorne tritt und sagt, ja bei wie vielen ist dann genug? Niemand nennt einen Deckel. Aber alle sind der Meinung, dass es ungedeckelt ja auch nicht geht. Also eine Milliarde Menschen werden sie ja wohl in der Schweiz nicht unterbringen wollen und können. Also muss man ja früher oder später über einen Deckel reden. Das machen sie nicht. Und daran zeigt sich eben auch die Unglaubwürdigkeit dieses Masslosigkeitsdenkens, Teaser. Religion der Grenzenlosigkeit. Das war jetzt ein etwas längeres Daily, monothematisch. Ich werde alle weiteren Themen in der internationalen Ausgabe ansprechen. Vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Aber es ist schon wichtig, dass wir uns hier detailliert mit der Sache auseinandersetzen. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.