Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus Tallinn, der estnischen Hauptstadt, zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht unabhängig. Kritisch gut gelaunt und zuversichtlich am Donnerstag, dem 11. Juni 2026. Das da oben ist kein Heiligenschein, auch keine bewusste Inszenierung, sozusagen der Wink mit dem Matterhorn. Nein, es ist eine Unvermeidlichkeit aufgrund der Kameraperspektive hier in meinem Hotelzimmer. Ich bitte, das entsprechend einzuordnen. Wir sind soeben gelandet, das ist nach... Mitternacht und vor mir liegt im Dunkel, allerdings wird es hier sehr früh am Morgen schon wieder hell. Im Dunkel liegt also Tallinn, früher Reval, eine Stadt von allergrösster Geschichte und natürlich auch geschichtsträchtig. Ein beeindruckender und natürlich auch zu denken gebender historischer Resonanzkörper. Ich war vor einiger Zeit in... Moskau und wie man weiss, hat Estland sehr gespannte Beziehungen zu Russland, zum Russland des Wladimir Putin. Wir befinden uns an der NATO-Aussengrenze in einem sehr, sehr tüchtigen Land. Die Esten sind modern, zukunftsgetrieben. Die Digitalisierung spielt hier eine grosse Rolle. Ostland ist sozusagen ein Laboratorium der Tüchtigkeit und der Freiheit an der europäischen NATO-Aussengrenze und deshalb auch an einer sehr markanten Schnittstelle in diesen geopolitischen Auseinandersetzungen. Als Schweizer, ich habe jetzt erst mal meine allerersten Eindrücke, als Schweizer wird einem hier natürlich bewusst in einem Land, das, wie wir in den Schlagzeilen lesen können, eine gewisse Nervosität da ist, jetzt auch aufgrund Von verirrten Drohnen, wobei die Russen das anders sehen. Die glauben, dass die Balten hier gewissermassen absichtlich ukrainische Drohnen durchleiten, um Russland zu pisacken, um dort Nadelstiche zu vollführen. Es gibt da sehr intensive Spannungen und auch ungemütliche Zuspitzungen. Und gerade als Schweizer in so einem Minenfeld der politischen Kriegslage oder der möglichen Kriegslage wird einem bewusst, wie wichtig die Neutralität ist, wie wichtig es ist, eben auch mit kühlem Kopf auf diese Hitzigkeit zu reagieren. Wir werden in den nächsten Tagen eine Reihe von sehr interessanten Begegnungen haben mit hochrangigen politischen Persönlichkeiten hier in Estland. Ich halte sie so weit, dass die Diskretionsregeln erlauben auf dem Laufenden. Ich freue mich, das ist für mich eine Premiere. nach Moskau, wo wir die ganz andere Geländekammer besichtigt haben, nun also die kritische Sicht, die sehr kritische Sicht auf das Russland des Wladimir Putin. Und diese Doppelperspektive, die haben Sie bei uns bei Weltwoche Daily immer wieder. Meine Interviews mit Wladimir Solovyov, der dritte Teil, ist nun erschienen. Ich war gestern in seiner Sendung und das war eine wiederum ganz andere Erfahrung, denn dort hat mir ein ruhiger, ein nachdenklicher, ein fragender Wladimir Solovyov entgegen, der von mir wissen wollte, warum eigentlich die russische Position in Europa nicht gesehen wird. Und wir unterhielten uns dann darüber, was sind eigentlich die Fehler der russischen Politik in der Ukraine aus meiner Sicht. Er widersprach mir dann heftig und wir fanden, das finde ich grossartig, einen gemeinsamen Boden, als nämlich Solovyov zugab, und ich glaube, das machte er unfreiwillig, Dass Russland nicht nur ein europäisches Land sei, sondern Russland sei Europa, worauf ich dann erwiderte, nein, nein, die Schweiz ist Europa, wir sind die Nummer eins. Aber wenn Russland, wie Solovyov sagt, dieser Chefpropagandist im russischen Fernsehen, wenn er Russland als dermassen europäisch bezeichnet, dann heisst das ja, dass dieses Russland auch eine Verantwortung für Europa hat und deshalb seine Idee hier Bomben. zu werfen oder gar eine Atombombe zu zünden, das würde natürlich dieser Verantwortung nicht gerecht. Und Sie sehen, glaube ich, in dieser Diskussion, in dieser neuerlichen Auseinandersetzung, sehr plastisch und sehr anschaulich, wie... Wie eben auch unverständlicherweise verbittert dieser russische, einst glühende westliche Befürworter mittlerweile ist. Er ist sanktioniert, man hat ihm die Häuser weggenommen. Ein Skandal, eine Grauenhaftigkeit, einfach deshalb, weil er Meinungen vertritt, die denen in Brüssel nicht passen. Das ist eine Schande für Europa, wie wir solche Persönlichkeiten, wie wir solche russischen Exponenten behandeln wie Wladimir Solovyov. Und das spürt man natürlich. In dieser Gekränktheit, ich habe die Russen dann als melancholische Italiener definiert, mit einem Hang eben zur allzu stark ausgeprägten Emotionalität. Aber schauen Sie sich das an, die Fortsetzung des Dialogs Solowjow gegen Köppel oder Köppel gegen Solowjow, wobei wir ja nicht in jeder Hinsicht anderer Meinung sind, aber klar, vor allem auch wenn ich im... russischen Fernsehen bin, da gibt man Gegensteuer, da verteidige ich dann auch die schweizerische Neutralität. Zurecht mit valablen Argumenten, während ich gegenüber dem Schweizer Publikum natürlich hier eine etwas kritischere Perspektive anmerke. Das ist auch richtig so, denn im Ausland kritisiert man sein eigenes Land nicht. Das ist eine Unmöglichkeit. Dann Doppelperspektive. Am Nachmittag des gestrigen Tages ein zweieinhalbstündiges Gespräch, ein Interview, dann ein Streitgespräch mit Sascha Wolkow. Sascha Wolkow ist ein Ukrainer, der mittlerweile Schweizer ist, an der Hochschule St. Gallen studiert hat, unter anderem. Er ist IT-Spezialist, Wirtschaftsinformatiker und er ist Ukraine-Aktivist. Und als solcher natürlich nicht mit allem einverstanden. was ich hier in meinen Sendungen sage oder was ich in der Weltwoche geschrieben habe. Und darüber reden wir, über unterschiedliche Auffassungen zum Ukraine-Krieg. Er schenkt mir also nichts, er setzt mir zu und konfrontiert mich mit seiner Wahrnehmung, die eine ganz andere ist als meine, was die Entstehungsgeschichte dieses Kriegs angeht. Aber wir tauschen das aus, es wird dann auch gelegentlich etwas intensiver. Und ich frage dann auch nach vielen provokativen Momenten, frage ich ihn auch, Herr Wolkow, Sie kämpfen in der Schweiz für die Ukraine, für Ihre Heimat. Sie stammen aus dem Donbass, Sie kämpfen hier vor den Mikrofonen gegen einen Schweizer Journalisten. Warum kämpfen Sie nicht in der Ukraine? Und es ist interessant, was er sagt. Hören Sie sich das an. Wir werden voraussichtlich am Wochenende dieses grosse... Streitgespräch aufschalten, sozusagen die ganz andere Perspektive als die von Wladimir Solowjow, auf den er dann übrigens auch mehrfach zu sprechen kommt. Sie sehen also, es wird einem nicht langweilig hier bei Weltwoche Daily und schon kommt das nächste Highlight, der nächste Höhepunkt, die gedruckte Ausgabe ab heute am Start. Lotterschweiz, stiller Putsch im Parlament, Bundesgericht als Dating-Plattform. Staatspropaganda total und täglich grüsst der Doppeladler David Biener mit seiner niederschmetternden, brillant geschriebenen Standortbestimmung. Vielen herzlichen Dank an den Kollegen. Kurt W. Zimmermann, eine Klatschgeschichte über die NZZ, die Affäre Feusi, Nebelspalter, die Berufung in die Wirtschaftsredaktion, die dann wegen einer Plagiatsaffäre, wegen eines abgeschriebenen Artikels irgendwo ins... Abseits ins Unterholz driftete nicht zustande, kam die NZZ danach abgerückt von einstigen Zusagen. Eine schwankhafte Komödie der Medienszene, die hier aufgearbeitet und nacherzählt und mit vielen neuen Details und Fakten garniert wird. Rassismus gegen Weisse, der Tod des britischen Studenten Henry Nowak und seine Folgen. Das geht ja weiter. Unglaublich, was da in Grossbritannien los ist. die Rache des Kolonialismus, könnte man fast sagen. Auf jeden Fall Unruhe, ich komme dann in der internationalen Ausgabe darauf zu sprechen. Europa steht am Rande eines heissen Krieges. Der russische Senator Alexej Puskov über Putin, die Ukraine, Hitler, Max Frisch, Pink Floyd und die Irrationalität des Westens. Ein, wie soll ich das sagen, fundamental Interview. Mit diesem Mann, mit dieser Persönlichkeit der russischen Politik. Ich habe Alexej Pushkov, den Senator, den früheren Vorsitzenden des aussenpolitischen Ausschusses der Staatsduma in Moskau besucht. Wir haben uns auch etwa zwei, zweieinhalb Stunden unterhalten. unterhalten und was er hier in wirklich grösster Eloquenz, aber auch in Differenziertheit, er langt da nicht so zu, er ist kein Showman jetzt wie Solovyov, obwohl auch er eine charismatische Persönlichkeit ist und auch eine Fernsehsendung, eine Diskussionssendung macht am russischen TV. Er erläutert noch einmal aus russischer Sicht diese ganze Zuspitzung, die Problematik. Er hält uns den Spiegel vor. Und das ist eben wichtig, meine Damen und Herren, und ich bekomme ja gelegentlich auch mal Zuschriften, die sagen, ja, man müsste sich doch noch mehr mit Ukrainern unterhalten. Nun, die ukrainische Perspektive, meine Damen und Herren, die ist omnipräsent in unseren Medien, die kommt überall vor, die wird überall abgegriffen. Die haben Sie, wenn Sie das Radio einschalten, in den Tageszeitungen, in den Abendnachrichten, das ist die ukrainische Sicht, eins zu eins, ungefiltert. Die volle Dröhnung der Propaganda, verstehen Sie mich richtig? Die russische Seite betreibt auch Propaganda, die schweizerische auch und die EU. Und das ist das Fatale, das ist das Verrückte, weil wir alle eben Kriegsparteien sind und im Krieg betreiben alle Propaganda. Also, Alexej Puskov, die Europäer können andere Systeme nicht tolerieren, hier kommt das Religiöse ins Spiel. Oder, es ist als lebten die Balten im Jahr 1940, sie haben kein Gefühl für das heutige Russland. Russland wird sich durchsetzen, auf Dauer kann die Ukraine nicht standhalten. Der Senator spricht über das Ende der Geschichte und den Niedergang des europäischen Geistes. Kein diplomatischer Kanal mehr, die zyklische Irrationalität Europas. Vom Kalten Krieg zum Eiskrieg und an den Rand eines heissen Krieges. Die militärische Lage in der Ukraine, Russland rücke unaufhaltsam vor. Die Stimmung im russischen Establishment, Russland will keinen Krieg mit Europa, Deutschland ist zurück, gefährliche Wiederbewaffnung. War die Invasion in die Ukraine ein Fehler? Es war die Logik der Ereignisse, sagt Pushkov. Wo ist der Lichtblick, wo ist der Hoffnungsschimmer? Dies sind die Kapitel. Und das müssen Sie lesen, das ist wirklich interessant, erhellend und auch sehr... ausführlich und differenziert und detailliert geschildert. Der langjährige SP-Nationalrat, Soziologe und Systemkritiker Jean Ziegler ist mit 92 Jahren gestorben. Er war weltbekannt und eine Ikone der politischen linken Buchautor und einstiger UNO-Sonderberichterstatter. Er polarisierte jahrzehntelang weit über die Landesgrenzen hinaus mit seiner unerbittlichen Kritik Gumm. globalen Raubtierkapitalismus, die Rolle von Grossbanken und der Ungerechtigkeit der weltweiten Hungerkrise, während ihn seine Anhänger für seinen unermüdlichen Kampf für Menschenrechte verehrten, kritisierten Gegner, seine oft radikalen und wenig nuancierten Ansichten, seine markante Stimme hinterlässt eine tiefe Lücke in der gesellschaftspolitischen Debatte in der Schweiz. Ich habe ihn öfters getroffen. Jean Ziegler zum ersten Mal als junger Chefredakteur 1998 beim Tagesanzeiger Magazin. Ich bat ihn damals den Douaillens einen positiven Artikel über Gerhard Schröder, den modernen Sozialdemokraten in der Bundesrepublik zu schreiben. Und Jean Ziegler willigte sofort ein. Es kam dann allerdings ein fürchterlicher Verriss, denn Gerhard Schröder war dem Jean Ziegler zu wenig links. und John Ziegler. Er war Weltwoche-Redaktor, er war Soziologie-Professor, er war eine unglaublich liebenswürdige, charismatische Persönlichkeit und natürlich auch mit einer sprachlichen, rhetorischen Kraft begabt, die inspirierend, mitreissend war und eben auch in ihren Irrtümern bzw. in ihrer provokativen Gegenakzenskraft dann den Widerspruch herausforderte. Ein grosser Verlust, ein trauriger Verlust. Sean Ziegler, das ist... Schade und bei aller Kritik an seiner, ja mitunter Verherrlichung, marxistischen Systeme und sogar Diktatoren, in seiner Kritik an den Schweizer Banken, lag Ziegler nicht gänzlich falsch, wenn wir da das CS-Debakel anschauen oder den unrühmlichen Untergang oder eben den Fast-Kollaps der UBS einige Jahre vorher. Jean Ziegler, er war auch ein Freund und in meinem Komitee damals bei der Wahl in den Nationalrat, Man vermisst ihn bereits heute. Martin Pfister, der Bundesrat, der Wehrminister, war gestern in der Rundschau und hat dort alarmistische Töne angeschlagen. Er hat gesagt, die Bedrohungslage habe sich noch einmal massiv verschärft. Und jetzt sei es wichtig, aufzurüsten, die Schweizer Armee wieder in Schuss zu bringen. Und das kostet sehr, sehr viel Geld. Und jetzt ist ja die interessante Frage, was macht dieser Wehrminister? Er versucht es über nicht mehrheitsfähige Mehrwertsteuer und sonstige Abgabensteuererhöhungen durchzubringen. Aber wenn es diesem Mann ernst wäre und wenn er ein kreativer Politiker wäre, aber vielleicht wird das ja noch. Dann müsste er doch jetzt mit dem Bundesrat zusammensitzen und sagen, diese Steuererhöhung, das bringt es nicht, das schaffen wir gar nicht, das bringen wir gar nicht durch. Also wir müssen anfangen, andere Akzente im Staatshaushalt zu setzen. Wir müssen umlagern, die Milliarden für Entwicklungshilfe, für die Ukraine, fürs Asyl, Europäische Union und so weiter, das muss man konzentrieren. Das müssen wir... dem schweizerischen Militär zur Verfügung stellt, damit unsere Verteidigungsfähigkeit wiederhergestellt wird. Das ist eine Säule unserer Staatlichkeit. Wenn wir das nicht haben, sind wir ein Trittbrettfahrer. Da hat Solowjow natürlich recht, wenn er sagt, die Schweiz ist nicht mehr richtig neutral, obwohl ich die Neutralität in seiner Sendung verteidigt habe. Noch vor wenigen Jahren, meine Damen und Herren, hat der Bundesenat bei Corona ein Notrecht angewandt für einschneidendste Massnahmen. Aber hier... Klaffen Rhetorik und Handlungen ganz klar auseinander. Während man im Dringlichkeitston des Notstands Budgeterhöhungen fordert fürs Militär, ist man nicht bereit mit jener Konsequenz der Corona-Zeit, die sich hinterher als irregeleitete Konsequenz, als herdenartige Mitläufer-Konsequenz entpuppt hat am falschen Objekt. In der falschen Hysterie, hier macht man es nicht. Und das zeigt Ihnen einmal mehr die Unernsthaftigkeit unserer Politik deutlich. Patrick Müller von CH Media macht das gesamte Mail von SRF-Mitarbeiter Pascal Schmitz an den Eishockey-Verbands-Medien-Schiff Finn Sulzer öffentlich. Öffentlich zitierte Ex-Nationaltrainer Patrick Fischer daraus einen Satz des Journalisten. Ich zitiere, mir ist die Bedeutung einer Off-the-Record-Aussage bewusst und ich nehme das sehr ernst. Zitat Ende. Dem widersprach am selben Tag das Schweizerische Fernsehen. Der Sender erklärte, Fischer lasse einen entscheidenden Teil des Mails weg. Es habe vor dem Gespräch keine Off-the-Record-Vereinbarung gegeben. Das ist so festgehalten. Keine Off-the-Record-Vereinbarung. Eine solche müsse vorgängig ausdrücklich abgemacht werden. Bereits zu Beginn des E-Mails. Schrieb allerdings Schmitz, und jetzt müssen Sie aufpassen, also hier haben die Fernsehverantwortlichen brandschwarz gelogen. Sie haben brandschwarz gelogen, und das decken jetzt die Kollegen von CA Media auf. Das ist sehr, sehr lobenswert. Gut, dass Sie das gemacht haben. Ich zitiere, ich schreibe dir bezüglich, das sagt Pascal Schmitz an den früheren Nationaltrainer Patrick Fischer, Ich schreibe dir bezüglich unseres Off-the-Record-Gesprächs am Mittagstisch in Altstetten, dass mich in einer verzwickten Lage... gebracht hat. Wie du weisst, wurde dabei ein Thema angesprochen, das für die Öffentlichkeit von grossem Interesse ist. Mir ist die Bedeutung einer Off-the-Racket-Vereinbarung sehr bewusst und ich nehme dies ernst. Dann schreibt Schmitz, er müsse aus Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit diese Off-the-Racket-Regelung brechen. Zitat, wir können nicht anders. Wir können nicht anders, meine Damen und Herren. Fazit, Chefredakteur Tristan Brenn hat gelogen, also behauptet, Es habe sich nicht um ein Off-the-Record-Sprech gehandelt. Gregor Mayer von SRF hat ebenso gelogen und SRF hat noch einmal gelogen. Sie haben alle bestritten, dass das Gespräch ausdrücklich Off-the-Record war und SRF-Reporter Schmitz dies auch schriftlich bestätigt hat. Man stelle sich vor, dieser Skandal hätte sich im Vorfeld der SRG-Halbierungsinitiative zugetragen. Susanne Wille und der neue SRF-Direktor müssen in diesem Laden aufräumen. Wissen Sie, wenn wir schon dabei sind, diese abgründigen Aussagen von Medienprofessoren, unter anderem Vinzenz Wies, die behauptet haben, das seien oft Rekordgespräche, das sei gar nicht oft Rekord, da könnte man auch zitieren. Ein derartiger Unsinn und das dann auch noch von Ausbildern zukünftiger Journalisten, da muss man sich auch nicht fragen, wenn dieser Berufsstand den Bach runtergeht. Die Schweiz befindet sich im Abstimmungsendspur zur Initiative Keine 10 Millionen Schweiz wenige Tage vor dem Tag der Wahl. Untergang. Am 14. Juni erreicht die Debatte um die Nachhaltigkeitsinitiative ihren Siedepunkt. Gastronomie, Hotellerie und die Baubranche schlagen Alarm. Auch der Dachverband «Economie Suisse» warnen alle vor einem massiven Fachkräftewangel sowie unabsehbaren wirtschaftlichen Folgen bei einer Annahme. Am weitesten allerdings geht meines Erachtens die Baufirma «Implenia». Ich kenne das Management, das sind gute Leute, das sind bestandene... Managern und Fachkräften unserer Wirtschaft. Aber hier, Freunde, da geht ihr jetzt einfach zu weit. Da liegt ihr falsch. Da habt ihr einen Übersprung, sozusagen eine durchgebrannte Sicherung. Denn sie haben nun den Angestellten geschrieben, dass die Baubranche auf Zuwanderung aus dem Ausland zwingend angewiesen sei. Also ein Notappell an die Angestellten von Implenia. auf keinen Fall diese Initiative anzunehmen, dieser Initiative zuzustimmen. Nun, das ist zunächst einmal einfach eine Bevormundung der Mitarbeiter. Das schickt sich nicht, dass ein Unternehmen sich auf diese Art und Weise, derart eindringlich an die Mitarbeiter wendet. Man kann davon ausgehen, dass die Implenia-Mitarbeiter mündige Menschen sind. 100 Prozent, selbstverständlich. Die wissen schon, was sie da tun. abstimmen müssen. Das sind freie Staatsbürger. Darauf sollte man verzichten, auf solche Abstimmungsempfehlungen. Abgesehen davon ist Implenia entschuldigt, könnte man sagen. Denn ein Unternehmen wie Implenia lebt von der Zubetonierung der Landschaft. Das ist so offensichtlich. Da macht man sich ja unglaubwürdig mit diesen Kampagnen. Und dann blenden natürlich diese Fachkräfte an der Spitze des Implenia. Konzerns, die blenden das Wesentliche aus unter den ausländischen Mitarbeitern. Im Sektor Tiefbau waren im Januar und Februar dieses Jahres 9,9% arbeitslos. Im März waren es 9,5% und im April immer noch 9,3%. Bei den Schweizern ist die Arbeitslosigkeit im Tiefbau deutlich unter dem landesweiten Schnitt. Es wäre also der Firma Implenia dringend zu raten, nicht dafür zu trommeln, noch mehr Ausländer in die Schweiz zu holen, zum Beispiel im Sektor Tiefbau, sondern zuerst einmal die arbeitslosen Tiefbaufachkräfte in der Schweiz anzustellen. Und da sehen Sie eben diese gewaltige Interessenkollision zwischen den Interessen eines von der Zubetonierung lebenden Konzerns und den Interessen der Schweiz, und das sind eben auch die Interessen gesunder Sozialwerke. Mit ihrer unrühmlichen Abstimmungspropaganda beweist die Firma wenig Weitblick. Sie opfert eine gesunde, massvolle Entwicklung der Schweiz, ihrem kurzfristigen Eigennutz. Ja, sagen wir es deutsch und deutlich, der Profitgier. Das Bundesgericht erlaubt kommunale Mindestlöhne im Kanton Zürich. In einem wegweisenden Urteil hat das Bundesgericht entschieden, dass Städte und Gemeinden im Kanton Zürich eigenständig gesetzliche Mindestlöhne einführen dürfen. Gesetzliche Mindestlöhne, meine Damen und Herren, an diesem Punkt sind wir die richterweisen Beschwerden von Wirtschaftsverbänden zurück und folgen den linken Stadtbehörden und den Gewerkschaften. Damit ist der Weg frei für die Umsetzung von kommunalen Mindestlohninitiativen, wie sie beispielsweise in den Städten Zürich und Winterdorf im Stimmvolk angenommen worden waren. Das Bundesgericht widerspricht dem Bundesverwaltungsgericht, das Gegenteil geurteilt hat. Interessant ist, wer diesen sozialpolitischen Präzedenzfall entschieden hat. Es sind fünf Richter der zweiten öffentlich-rechtlichen Abteilung, darunter, Sie hören richtig, Yves Donsalat, der von Amors Flammenpfeil getroffene Richter, Bundesrichter, losgelöst. Sie lesen in der aktuellen Weltwoche, wie und warum die grüne Abteilungspräsidentin Florence Aubry-Girardin und die dritte Kollegin Marianne Rieter von der SP, sie ist auch Mitglied der Gerichtsleitung, Donsalat keinesfalls im Amt suspendieren wollen, damit genau solche linken Urteile durch die Mehrheit von 3 zu 2 möglich sind. Das sollte allen Bürgerlichen zu denken geben. Donsalat hat eben nicht nur internationalistische, wie die SPP monierte, sondern auch sozialistische Schlagseiten. Die Schweizer Hotellerie hat die erfolgreichste Wintersaison aller Zeiten. Hinter sich gewaltig 18,7 Millionen Logiernächte, ein Plus von 1,1% gegenüber dem Vorjahr. Sowohl die ausländische Nachfrage auch die Urlauber aus dem Inland plus 1,6 trugen massiv zu diesem historischen Höchstwert bei. Krisenresistente Hotellerie, eine tolle Nachricht. In der Schweiz wird ein markanter Trend sichtbar. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger schlagen ihr Erbe aus. Warum? Weil die Erblasser verschuldet sind. Weil sie am Ende ihres Lebens bankrott gegangen sind. Und wenn sie das erben, müssen sie natürlich auch die Verbindlichkeiten übernehmen. Das machen immer weniger. Man will nicht in diese Konkursverfahren gehen. Experten sehen darin eine direkte Folge steigender Lebenshaltungskosten, privater Verschuldung und veränderter Altersstrukturen. Meine Damen und Herren, das war es von... Weltwoche Daily Schweiz, jetzt dann gleich die internationale Ausgabe im Anschluss. Vielen Dank und bleiben Sie dran, ich halte Sie hier auf dem Laufenden aus Estland, aus Tallinn, der faszinierenden Stadt der tüchtigen Esten, die sich ja als Kleinstaat behauptet haben, in einer Welt der Raubtiere und die es natürlich auch zukünftig gewählt sein werden. Machen Sie es gut, einen wunderschönen Tag. Musik Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... Niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. 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