Kapitel
- Einleitung und Begrüssung
- Interview mit Wladimir Solovyov
- Ankündigung weiterer Interviews
- Interview mit Dieter Stein
- Interview mit Björn Höcke
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Freitag, dem 5. Juni 2000. und 26. Nicht verpassen Heute ab 12.00 Uhr. Hi nun Auf YouTube der zweite Teil meines epischen Gesprächs mit dem russischen Fernsehmoderator und Journalisten Wladimir Solovyov. Nach überwältigendem Interesse an Teil 1 lancierten wir bereits am Mittwochabend auf unserer Website den zweiten Teil. Die Surfer liefen... Heiss und wir haben natürlich auch aus Interesse, sie in die Gefilde der Weltwoche hinein zu verführen, auf unserer Website hier den Vorzug gegeben. Aber jetzt die Umlaufbahnen des YouTube-Kanals werden angesteuert, sozusagen das YouTube-Universum. Wladimir Solovyov, der einflussreichste, ja auch der umstrittenste Meinungsmacher Russlands, hier tritt. uns eine Wahrnehmung entgegen, die Millionen von Russen teilen. Egal, ob uns das passt oder nicht, das ist eine Realität. Und sie können eben auch tragischerweise ablesen, an dem, was Solowjow sehr eloquent, übrigens auch humorvoll, aber auch dröhnend vorträgt, wie weit sich da auch auf russischer Seite gewisse Feindbilder verselbstständigt haben. Und ich bin ja da gewissermassen der Brückenbauer vom Dienst. Ich versuche immer auch, diesen Klischees entgegenzuwirken, also diesen Abgesängen auf die europäische Dekadenz und Vogue-Kultur. Natürlich stimmt das alles, was er sagt, aber es wird im Moment verabsolutiert und umgekehrt natürlich auch. Russland wird dermassen dämonisiert, die Staatsführung, man ist nicht mehr bereit, die Zwischentöne, die Schattierungen zu sehen. Und deshalb sind wir hier bei der Weltwoche nach Kräften beschäftigt, immer wieder zum Abbau. wechselseitige Vorurteile beizutragen. Natürlich auch nicht unfehlbar. Und selbstverständlich brauchen wir auch da immer wieder Ihre kritische Anleitung. Aber wenigstens versuchen wir hier noch etwas Verbindungs- und Luftlinien herzustellen. Wladimir Solowjow, ab 12.00 Uhr auf YouTube, der zweite Teil meines Gesprächs. Und da sind wir uns dialektischer, etwas stärker in die Quere gekommen. Aber auf jeden Fall eine rhetorische Urgewalt, auch ein schauspielerisches Grosstalent, die Authentizität des begnadeten Schauspielers, der vielleicht auch ganz andere Rollen zu interpretieren verstünde und schliesslich natürlich auch für mich als Interviewer eine grosse kommunikative Herausforderung. Seien Sie gespannt, viel Vergnügen, aber auch viel Erkenntnisse beim Schauen dieses zweiten Teils. Zuschauen, selbstverständlich auf eigenes Risiko, könnte Ihre Vorurteile erschüttern oder allenfalls auch betonieren. Aber es gibt noch weitere Interviews, die ich geführt habe. Dieter Stein, der Medienpionier und Herausgeber der jungen Freiheit. Vor 40 Jahren hat alles begonnen, eine Erfolgsgeschichte, ein konservatives Wochenblatt gegen den Zeitgeist, lanciert von einem jungen Schüler. der schon sehr früh mit Schülerzeitungen usw. angefangen hat. Er hat es durchgezogen gegen alle Anfeindungen, gegen den Verfassungsschutz, gegen die Verleumdungen der Linken und er hat eine Zeitung gemacht, die zu einem Kristallisationspunkt der deutschen Öffentlichkeit geworden ist. Und dafür gebührt natürlich Dieter Stein grosser Respekt, auch Bewunderung. und ich habe mich mit dem immer noch relativ jungen Verleger und Chefredaktor unterhalten über die Geschichte der jungen Freiheit, über das publizistische Profil der jungen Freiheit und wie sich Deutschland in diesen letzten 40 Jahren in seinen Augen verändert hat. Wir haben auch über die AfD gesprochen, über das konservative Lager in Deutschland, über Friedrich Merz, den Bundeskanzler, und natürlich auch über die Parteialternative für Deutschland. Ein zweites Interview, das ich ebenfalls geführt habe, werden wir am Wochenende... ausstrahlen mit der umstrittensten, mit der polarisierendsten, mit der grössten Reizfigur der deutschen Politik. Er war bei mir hier auf dem Sofa zu Gast im Büro der Weltwoche in Zollikon. Schnallen Sie sich an, Björn Höcke, der Fraktionschef und Co. Landesparteichef der Alternative für Deutschland in Thüringen. Der Fraktionsanführer im Landtag, seit vielen Jahren dort eingebettet in die kommunale Politik. Und wir haben uns auch lange und ausführlich unterhalten. Sie haben das mitbekommen, vor einigen Wochen gab es ein Interview mit Björn Höcke im Podcast von Ben Berndt. Ungeskriptet, vier Stunden lang, fünf Millionen haben sich das angeschaut. Und dort ging es vor allem um den Menschen Höcke. Und das Gespräch über das Menschliche, das haben wir ja in der Weltwoche schon 2019 mit ihm einmal geführt, in schriftlicher Form allerdings. Ich war in Erfurt bei ihm im Büro. Und jetzt sozusagen als Kontrapunkt zu der Diskussion, die er mit Ben Berndt geführt hat, nicht der Mensch Höcke im Zentrum, sondern der Historiker, auch der Intellektuelle, der Geschichtslehrer und jemand, der sich intensiv beschäftigt mit der deutschen Identität. Und das sind die Themen. die wir versucht haben, innerhalb unserer Sendezeit abzuzirkeln, wohin treibt die Bundesrepublik und vor allem, was ist Deutsch? Und was steckt eigentlich hinter dieser deutschen Identitätskrise? Wo sieht Björn Höcke die entscheidenden Ursachen, die falschen Weichenstellungen? Ich habe da auch immer wieder Gegensteuer gegeben bei bestimmten Deutungen von ihm und so hat sich eine Sehr interessante Diskussion ergeben zu einer Frage, die eben wirklich schwierig zu beantworten ist, nämlich die Frage nach der deutschen Identität in Zeiten, in denen eben bisherige Identitätsbestände Deutschlands, der Bundesrepublik, fragwürdig geworden sind. Die Westbindung an die Vereinigten Staaten von Amerika ist schwierig geworden. Die Europäische Union, einst sichere Bank, ist zum Problemherd geworden. Wo steht Deutschland eigentlich in der Welt? Was ist der Auftrag da in dieser Welt der Raubtiere? Wie sollte sich die Bundesrepublik positionieren? Und vor allem, welches nationale Selbstgefühl sollte Deutschland entwickeln? Und da habe ich natürlich den Björn Höcke auch gefragt, er als ein Konservativer, der in Generationen oder Übergenerationen hinausdenkt, wie muss man denn diese fürchterlichen zwölf Jahre des letzten Jahrhunderts In integrieren in diese nationale Identität. Stimmt eben der Vorwurf, dass er eben doch diese Episode verharmlose? Oder was lerne er daraus? Was ziehe er daraus aus diesen zwölf Jahren für Erkenntnisse? Darüber und über viel mehr haben wir uns unterhalten. Hier in meinem Büro übrigens anhand von Büchern. Das hat das Gespräch gegliedert. Werke der deutschen Geistesgeschichte, auch aktuelle Sachbücher. Und entlang dieser Titel haben wir das Gespräch strukturiert. Also ich glaube, diese Form von Auseinandersetzung haben Sie noch nie gesehen mit einem Björn Höcke auf einem, ja, ich würde sagen, anspruchsvollen Reiseflughöhenniveau. Und ich bin da auch nach Kräften bemüht gewesen, nicht abzustürzen. Ein Balanceakt, auch zu abstrakten, aber eben sehr, sehr wichtigen Fragen. Schauen Sie selbst, werden das dann am Wochenende freigeben, das grosse Gespräch mit Björn Höcke über die Deutschen, ihre Identität und ihre Zukunft. Und der Titel des Gesprächs hat es in sich. Ich darf das hier vorwegnehmen. «Ich bin der Versöhner». «Ich bin der Versöhner», das sagt Björn Höcke über sich selbst. Seien Sie gespannt, demnächst auf diesem Kanal. So, jetzt aber, um Himmels Willen, schleunigst, muss ich zu den... Nachrichten kommen zu den aktuellen Schlagzeilen. Widerstand gegen Trumps Entschädigungsfonds und den Iran-Krieg. Der Kongress lässt die Muskeln spielen, sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat. Verweigern republikanische Abweichler Präsident Trump die Gefolgschaft. Das sorgt in Washington für eine veränderte Dynamik. Ja, man drückt auf Frieden im Iran. Und ich kann Ihnen sagen, schreibt das auch in der Neuen Weltwoche, dass Trump jetzt bemüht sein wird, diesen Konflikt einzufrieren im nahen... Osten, denn die Temperaturen steigen auf über 50 Grad. 50 Grad, da können sie keine Bodentruppen mehr irgendwo hinschicken. Und abgesehen davon muss er sich jetzt um die Zwischenwahlen kümmern, denn wenn es dort zu sehr nach hinten losgeht für ihn, dann drohen Impeachment-Amtsenthebungsverfahren. Das war beim letzten Mal auch schon so. Und ich befürchte, dass Trump eben einige geschäftliche Verpflichtungen mit einem merkwürdigen Goo sagen wir es mal so, ihm stärker zusetzen könnten, als ihm lieb ist. Wobei Trump ja auch ein Entfesselungskünstler ist, ein Stehaufmännchen. Aber das sind schon gravierende Themen, die sich da abzeichnen. Insgesamt bin ich noch nicht bereit, über Trump den Stab zu brechen. Und Sie sehen jetzt die Lage in der Ukraine, und das haben wir mit Björn Höcke auch besprochen. Wie gefährlich ist eigentlich im Moment diese Kriegssituation? Wie nahe stehen wir da eigentlich einem... Krieg in Europa. Und ich teile die Auffassung des AfD-Fraktionsvorsitzenden in Thüringen, dass wir viel, viel näher an so einer Eskalation stehen, als uns lieb ist. Und ich glaube, man muss dankbar sein, dass im Kreml ein Mann wie Putin sitzt und nicht ein Mann wie Solowjow oder andere, die da eben viel entschiedener auf entsprechende Knöpfe drücken würden. Und Putin ist ein Bremser, ist ein Konktator, Bis dann. Zögerer ist einer, der, vielleicht auch ein bisschen Wunschdenken drin, nach wie vor die übergeordneten Interessen Russlands im Blick hat und die zielen eben nicht auf eine totale Zerstörung der Beziehungen mit Europa. Also dieser Pragmatismus, den man früher ja auch Putin zugebilligt hat, in europäischen Kreisen, der ist eben nach wie vor vorhanden nach meiner Auffassung. Also ich bin da nicht sozusagen in der gleichen... Meinungskurve unterwegs. Aber Sie sehen eben jetzt in dieser ganzen Zuspitzung, in dieser Eskalation, wie gefährlich es ist, dass Trump eben seinen mässigen Einfluss vor allem auf die Europäer nicht mehr geltend machen kann. Trump ist bei allem, was man jetzt über ihn sagen kann, ein auch pragmatischer Politiker. Natürlich im Nahen Osten, er vertritt knallhart seine geopolitischen Interessen, auch in Südamerika, darüber ist viel Kritisches zu sagen, aber er ist kein Kriegspräsident, kein neokonservativer Ideologe, der hier bis zum bitteren Ende die Dinge durchzieht, sondern einer, der eben auch schnell, wenn er merkt, dass es nicht klappt, typisch Immobilienhändler, der Deal funktioniert nicht, abspringen raus, das ist besser als diese Verbordheit bis in den Untergang. Und man merkt jetzt, dass er fehlt in Europa und da haben sie jetzt Zuspitzung, da haben sie grössere Kriegsgefahr. Iran-Krieg, Israel zieht sich aus libanesischem Grenzort zurück, auf Druck des amerikanischen Präsidenten. Er hat ja Netanyahu die Leviten gelesen, hat gesagt, bist du eigentlich völlig verrückt geworden, was du da im Südlibanon machst. Also Trump jetzt wieder deeskalierend unterwegs, das muss man wahrzunehmen, bereit sein. Dann auffällig, wie die Medien sich... Überheblich, also voller Hochmut äussern da über das St. Petersburger Wirtschaftsforum Putins geopolitisches Gruselkabinett, was in St. Petersburg als Fenster nach Westen begann, ist zum Davos der Verfehmten degradiert. Und auch die ganze sprachliche Zurüstung ist einfach Ausdruck dieses Hochmuts, dieser Sorglosigkeit, dieser Arroganz und eben auch dieser propagandistischen Verhärtung der Kriegsfronten auf Seiten Europas. Null Bereitschaft, auch da von Seiten der Medien, sich etwas anders zu äussern. Es ist nämlich interessant, dass jetzt viel mehr westliche Vertreter in St. Petersburg dabei sind. Letztes Jahr war ich einer der ganz, ganz wenigen. Ich war ja, habe da berichtet aus St. Petersburg, Sie erinnern sich. Jetzt sind schon etwas mehr Leute gekommen, also die Weltwoche einmal mehr hier als Trendsetter unterwegs, gewissermassen. Und zum Beispiel schreibt die NZZ, die Teilnehmer dort aus dem Westen, für die sei Russland das friedfertigste Land überhaupt. Das ist doch auch wieder eine Karikatur der Positionen. Und mit so einer unredlichen Berichterstattung bestätigt man natürlich auch alle Vorurteile auf russischer Seite, dass die Russen sagen, die Europäer hätten vollkommen den Verstand verloren. Die seien da sozusagen hypnotisiert von ihren eigenen ideologischen Irrlehren. Donald Trump Jr. war in Zürich am gestrigen Nachmittag und zwar, glaube ich, im Rahmen einer Wirtschaftsvisite, hat er da in einem der schönen Zunfthäuser am Limatge Red und Antwort gestanden, moderiert vom ehemaligen Schweizer Botschafter in Berlin, Dr. Thomas Bohrer und Donald Trump Jr. hat sich da als auch sehr prononcierter Kritiker der europäischen Kultur, Europas von heute, Ähm... Er hat gesagt, Europa hat seine Werte verraten, Europa ist sich abhanden gekommen. Stimmt, nicht falsch. Aber auch da, mir geht das schon zu sehr jetzt in die Richtung... Untergang. Ich sehe natürlich in Europa auch eine Renaissance dieser Werte. Ich sehe in Europa auch eine Renaissance der etwas konservativen, bürgerlichen, soliden Werte. Und dieser ganze woke, verrückte Überbau, den wir uns da selber aufgestülpt haben, ist natürlich auch eine Folge der Wohlstandsverwahrlosung gewesen. Und je weniger Wohlstand da ist, desto schneller kehrt die Vernunft. Zurück. Wie konnte es zu Deutschlands Niederlage in der UNO kommen? Experten sagen, es habe an der eigenen Anspruchshaltung gelegen. Meine Damen und Herren, ist das eigentlich so wahnsinnig schlimm, wenn jetzt die Deutschen nicht im UNO-Sicherheitsrat sind? Muss uns das besorgen, dass Politiker, die meines Erachtens nur noch von Waffen und Kriegstüchtigkeit reden, die nicht bereit sind, diplomatische Brücken zu schlagen nach Russland, die sie hier total einseitig zur Kriegspartei gemacht haben, ist das jetzt wirklich so verheerend, dass die nicht im UNO-Sicherheitsrat ihre zum Teil kriegsverrückten Meinungen kundtun können? Also wenn Sie mich fragen, ich finde das eigentlich noch eine gute Nachricht, dass Deutschland nicht in diesem UNO-Sicherheitsrat dabei ist. Ich weiss, das werden jetzt einige nicht so gerne hören, die sich da am liebsten aufspreizten. auf diesen Teppichetagen da. Nein, ich bin der Meinung, das ist gar nicht so schlecht, denn mein Plädoyer geht ja dahin, Deutschland gerne klein und nicht Deutschland gerne gross. Wehrfähige Ukrainer sollen in der EU nicht mehr automatisch Schutz erhalten. Das ist interessant jetzt, allmählich auch da kommt man vielleicht zur Vernunft. Krieg in der Ukraine, US-Repräsentantenhaus stimmt für Russland-Sanktionen und Ukraine-Hilfen. Dass Amerika sozusagen am Gängelband des Kreml hängt, diese Nachricht, die man auch schon gehört hat, ist also stark übertrieben. Selenskyj lädt Putin in offenem Brief zu Friedensgesprächen ein, während er gleichzeitig einen Krieg eskaliert, den er nicht gewinnen kann. Jetzt auch auf St. Petersburg. Ich halte das für brandgefährlich. Und vor allem hat er ja selber gesagt, dass er seine Kriegsziele nicht erreichen kann. Warum führt er diesen Krieg weiter? Darüber lesen Sie kein Wort in unseren Medien. Putin zeigt sich bei Wirtschaftsforum siegessicher. Er beharrt auf seine Forderung nach einer vollständigen russischen Kontrolle der Gebiete Donetsk und Luhansk als Voraussetzung für einen Frieden in der Ukraine. Das wiederum wollen natürlich die Ukrainer nicht zulassen, weil es geht um diese letzten befestigten Stellungen da. Im Norden von Donetsk, Luhansk, das ganz hart umkämpfte Gebiet, wir haben darüber gesprochen, Das sind sozusagen die Golanhöhen. Der Ukraine, und wenn die Russen das besetzen, dann fühlen sich natürlich die Ukrainer schutzlos ausgeliefert, weil nach diesen Festungen, nach diesen Hügeln, kommt die grosse Ebene. Und das ist jetzt der ganz grosse Zankapfel. Darum ist das so heftig umstritten. Aus ukrainischer Sicht natürlich nachvollziehbar, aus russischer Sicht aber auch, weil sie von diesen Höhen aus eine Bedrohung der russischsprachigen Gebiete... Die fürchten dort in diesem Gebiet, und die hat ja auch stattgefunden, denn diese Russen sind ja auch diskriminiert worden aus Kiew. Also Recht haben aus ihrer Sicht beide, und darum ist es eine schwierige Sache. Die russische Seite Putin sagt weiter, wir sind zweifellos dazu bereit, mit der Ukraine eine Vereinbarung zu treffen. Basis dafür seien jedoch die Abmachungen von Anchorage, betont der Kreml-Chef. Darüber habe ich Sie informiert, vor dem Treffen in Alaska hatten sich Buten Putin und die Unterhändler Trumps geeinigt. Luhansk, Donetsk vollständig an Russland, die südlichen Oblasten bis zur heutigen Frontlinie, keine NATO, Ukraine, neutraler Status, internationale Sicherheitsgarantien, vielleicht auch unter Einbezug der Chinesen und der Rinder. Da sind fantasievolle Gespräche da gewesen. Die Krim geht vollständig völkerrechtlich an Russland. Das waren die Grundlagen, aber Trump hat sich dann in Alaska in letzter Sekunde von diesem Deal entfernt. Für Russland ist das die verbindliche Grundlage, die aber eben Selenskyj nicht akzeptiert, weil er die Golanhöhen der Ostukraine nicht abzugeben bereit ist. Sechs Tage noch bis zur Fussball-WM. Eine Ablenkung in schwieriger Zeit, viel Kritik im Vorfeld. ja, in der Öffentlichkeit ist das Gefühl durchaus auch vorherrschend, dass man es irgendwie übertreibt mit dieser Fussball wäre mit der Kommerzialisierung, mit dem ganzen Tam-Tam. Meistens ist es dann so, kaum rollt der Ball, ist der Mensch und vor allem der Mann im Banne des sportlichen Geschehens. Und das ist schon etwas auch Wunderbares, wie einen so etwas dann ablenken kann. Und ich lobe hier Gianni Infantino, den FIFA-Präsidenten, der eben dafür plädiert, diesen Sport universell zu machen. Aufhören mit diesem Russland-Bann. Die russischen Sportler sollen wieder teilnehmen und Donald Trump hat gesagt, auch die iranische Fussballnationalmannschaft soll doch spielen dürfen. Also das sind auch in kriegerischen Zeiten Hoffnungszeichen. Das sind Exponenten, Pragmatiker, die hier in verantwortlicher Stellung sind, die eben nicht mehr bereit sind, diese ideologischen Schemen einfach eins zu eins weiterzutragen. man das in der unmittelbaren Vergangenheit erlebt hat. Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen ganz herzlich für die Aufmerksamkeit. Verpassen Sie nicht Solowjow, heute 12.00 Uhr, dann Dieter Stein und Björn Höcke über die Identität der Deutschen im anspruchsvollsten Interview, das je mit diesem umstrittenen, das heisst interessanten Politiker geführt worden ist. Ihnen viel Vergnügen, danke, bleiben Sie uns gewogen, bleiben Sie bei der Weltwoche. Und wenn Ihnen diese Sendung gefallen hat auf YouTube, gehen Sie auf Thanks, machen Sie eine Spende, dann können wir das investieren in unabhängigen Journalismus. Der Journalismus der Weltwoche ist eben so unabhängig, dass hier auch mal ein Putin gut wegkommt, beziehungsweise sagen darf, was er denkt, oder ein Höcke oder auch sonst jemand. Das ist eben die Unabhängigkeit, dass man nicht einfach nur diese Narrative des Mainstreams nachvollziehen muss. Aber auch bei den anderen Narrativen immer schön kritisch bleiben. Wenn ich das Wort Narrativ höre, gibt mir schon das Sackmesser in der Hose auf. Bis bald und ein schönes Wochenende. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf... dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung. an die Meinungsvielfalt, denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. 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