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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem stets hellwachen Institut für fortgeschrittene Gegenwartskunde und angewandte Wirklichkeitsstudien zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Dienstag, dem 16. Juni 2026. Intensives Abstimmungswochenende in der Schweiz, die Schweiz als Leuchtturm der direkten Demokratie, nicht nur in Europa, sondern weltweit beobachtet. Wir hatten auch amerikanische Journalisten im Land, die fasziniert und staunend zugeschaut haben. Wie in der Schweiz am Ende eben die Demokratie im Wortsinn von den Bürgern ausgeübt wird. Und diese direkte Demokratie, diese unmittelbare Demokratie, in der eben die Bürger noch im umfassenden Sinne des Wortes Bürger sind, die ist, Entschuldigung, ein weltweites Vorbild. Und das müssen wir pflegen und es gibt eben Angriffe auf diese direkte Demokratie. Es gibt Versuche, diese direkte Demokratie zu unterlaufen, nicht zuletzt und vor allem aus der Europäischen Union, denn die Schweiz ist der Stachel im Fleisch der EU. Weil in der EU haben die Politiker alles und die Bürger fast nichts zu sagen. Und in der Schweiz ist es umgekehrt. Da haben die Politiker wenig und die Bürger fast alles zu sagen. Obwohl natürlich auch bei uns die Politiker immer wieder versuchen, diese lästige direkte Demokratie abzuschütteln und Volksentscheide nicht umzusetzen, vor allem die, die ihnen nicht passen. Und das Thema Zuwanderung wird in der Schweiz intensivst diskutiert und auch politisch umstritten dann in der Arena umkämpft. Viel, viel früher als dies schon in Deutschland. der Fall gewesen ist. Seit den 90er Jahren debattieren wir über illegale Zuwanderung, Asylmisere. Es gab zahlreiche Migrationsvorstösse, Volksabstimmungen. Eine der bedeutendsten 2014 Februar, da wurde die Massenzuwanderungsinitiative angenommen, aber eben nicht umgesetzt durch das Parlament. Es gab verschiedene Versuche, das dann doch noch irgendwie zu bewerkstelligen, wurde allesamt abgeschmettert. Und nun also diese 10 Millionen Schweizer Initiative, die mit einem Erfolg der Initianten endete. 45 Prozent, sie haben zwar nicht die Mehrheit erreicht, sie konnten das Problem der Massenzuwanderung, das ist ganz wichtig, meine Damen und Herren, der Massenzuwanderung nicht lösen. Sie sind in ihren Medien meistens falsch informiert worden. Es ist da die zuwanderungskritische Partei oder man wollte die Zuwanderung abstellen, die Schweiz maure sich ein. Alles Unsinn, Fake News, diese Initiative hat sich nicht gegen Zuwanderung gerichtet, aber gegen eine masslose Zuwanderung, gegen einen Kult des Kolossalen. Und da ist es ein gigantischer Erfolg für die Schweizerische Volkspartei. Das ist die Partei, die diese Initiative lanciert hat. Da müssen sie 100'000 Unterschriften sammeln, dann kommt es zur Volksabstimmung und sie hat 45% Zustimmung erreicht. Das ist ein unglaubliches... Resultat von dem Hintergrund, dass das geballte schweizerische Establishment, die Wagenburg, da alle möglichen Brandmauern und Unsinnigkeiten hochgezogen hat. Man hat da wie eine geschlossene Kampfphalanx diese SVP und ihr Anliegen bekämpft. Man hat alle möglichen Schweizer Untergangs-Horrorszenarien an die Wand gemalt. Man hat versucht. die Leute zu manipulieren, ihnen Fake News in die Grosshirnrinde hinein zu massieren. Aber, und das ist auch ganz wichtig, man unterschätze nie die Urteilskraft des Bürgers. Die Menschen sind eben nicht so leicht zu manipulieren wie die meisten Politiker. Das ist mein Eindruck. Ich glaube, die Politiker sind viel leichter zu manipulieren, sie sind viel abhängiger davon. anderen Meinungen und Stimmungen da in ihren geschlossenen Zirkeln als die Bürger in ihrer Lebenswirklichkeit. Der Bürger hat schon ein gesundes Misstrauen gegenüber dem, was da oben so alles verzapft wird. Und deshalb hat man nicht aus Manipulation heraus jetzt diese Initiative mehrheitlich abgelehnt, sondern weil diese Initiative eben für schweizerische Begriffe eine sehr drastische Massnahme hier den Bundesrat verpflichtet hätte, anzuwenden, nämlich einen Bevölkerungsdeckel bei 10 Millionen und diese starren Quotenregelungen, die widersprechen dem flexiblen Wesen des Schweizers. Die Schweizer sind wie die Deutschen im Grunde Pragmatiker, sie wollen etwas sachlich lösen. Klar, wenn etwas aus dem Ruder läuft, dann muss man manchmal mit dem Hammer draufschlagen und einen Deckel draufhemmern, aber in aller Regel versucht man das zu vermeiden. Das war eine ziemlich drastische Initiative, die aber trotzdem 45% Zustimmung bekommen hat. Und nur eine Partei, eine Organisation hat sich stark gemacht dafür. Und das ist natürlich aus Sicht dieser Partei ein grosser Triumph. Was wir übrigens am Wochenende auch gesehen haben, ist interessant, das beobachten wir ja auch in Deutschland, das ist die Erosion der bürgerlichen Mitte. Die FDP und die Mitte-Partei, die CVP, das wäre sozusagen das Pendant zur CDU, allerdings viel, viel stärker. schon geschrumpft, als das die CDU noch vor sich hat, die CDU-CSU, mit allen deutschen Eigenheiten, die sind regelrecht eingebrochen. Und diese beiden bürgerlichen Mitteparteien haben sich am vehementesten mit den Linken zusammen gegen diese Initiative gestellt. Und die Quittung haben sie dann bekommen bei den kommunalen Wahlen, Kanton Graubünden, aber auch Kanton Glarus, ganz massive Verluste. Einbrüche geradezu bei der FDP und bei der Mitte Partei, während die SVP triumphieren konnte, die liberal-konservative Schweizerische Volkspartei. In den deutschen Medien wird sie natürlich als rechtspopulistisch und fürchterlich und Gott sei bei uns mässig in den Senkel gestellt. Aber das können Sie alles vergessen. Die SVP ist eine solide im Schweizerischen... Rechtsstaat in der schweizerischen Demokratie, seit 1848 verwurzelte Partei. Damals hat es sie zwar noch nicht gegeben als eigenständige Kraft, war sie noch Teil der liberalen, der radikalen Bewegung, die unseren demokratischen Bundesstaat, den modernen Bundesstaat, errichtet hat von 1848. Im Zuge dieser liberalen Revolutionen, die es auch in Deutschland gegeben hat, dort allerdings gescheitert. In der Schweiz ist dieser nationale Liberalismus zum Durchbruch, zum Erfolg gekommen, wie auch in Grossbritannien. oder in den Vereinigten Staaten von Amerika. Darum haben diese Länder auch eine gewisse, sagen wir einmal, intellektuelle politische Wahlverwandtschaft, könnte man vielleicht sagen. Die Schweizerische Bundesverfassung sehr eng am amerikanischen Vorbild entwickelt. Und die SVP, die eigentliche SVP, die Bauern-, Bürger- und Gewerbepartei, die ist 1917 im Kanton Zürich entstanden als Abspaltung von der FDP. Warum Abspaltung? Weil man angesichts der... russischen Revolution, des Triumphs des Bolschewismus, die etablierten bürgerlichen Kreise im Verdacht hatte, allzu schnell mit den Linken zu paktieren. Also die Probleme, die Sie heute in Deutschland sehen, dass eben die CDU, CSU im Zweifelsfall mit den Linken und nicht mit den Liberalkonservativen, mit den Konservativen der AfD zusammengeht, das hat man 1917 schon befürchtet in der Schweiz, bei der SVP, bei der Ur-SVP. dass die Liberalen nicht die Kraft haben, den Linken entschieden entgegenzutreten. Und so ist dann diese Partei entstanden und schon bald im Bundesrat vertreten und eben seit einiger Zeit auch mit zwei Exponenten im Bundesrat mittlerweile wählerstärkste Partei mit einem liberal-konservativen Grundsatzprogramm marktwirtschaftlich, aber eben auch auf Eigenständigkeit der Schweiz ausgerichtet. Kein EU-Beitritt, keine masslose Zuwanderung. Riesiger Erfolg für diese SVP in der Schweiz, die wieder einmal ihre Funktion als Freiluftbühne der direkten Demokratie weltweit Aufmerksamkeit gefunden hat. Auch wenn ich das jetzt nicht an die ganz grosse Glocke hängen muss und möchte. Aber es ist schon bemerkenswert, dass... Die Schweiz hier dermassen im Fokus steht und auch in den deutschen Zeitungen hat das Votum ja zu reden und zu denken gegeben. Natürlich die deutschen Journalisten, dann ein Stossseuf zu der Erleichterung. Ja, die schwer erziehbaren Schweizer, diese böse SVP, es ist ihr jetzt doch nicht gelungen, mit ihren zuwanderungsfeindlichen, mit ihren ausländerfeindlichen Programmen da durchzustossen. Hat überhaupt nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, nichts mit Zuwanderungsfeindlichkeit. Die SVP sagt, und viele Menschen empfinden es so, nicht die Zuwanderung ist das Problem, die masslose Zuwanderung ist das Problem. Es kommen zu viele und es kommen zu viele von den Falschen. Der Bevölkerungsdeckel ging den Schweizern zu weit, aber das Bewusstsein heute ist da, man muss etwas machen. Und wenn man in der Europäischen Union dieses Signal ernst nehmen würde, dann unternehme man etwas dagegen. Ich glaube, man tut es auch. Schwierig für mich zu beurteilen, was diese Massnahmen taugen, die jetzt da in Deutschland, aber auch in Brüssel gross verkauft und gefeiert werden. Ob sie es dann bringen, das werden wir. Sehen G7-Gipfel in Evian. Die Staats- und Regierungschefs tauschen sich beim Abendessen aus. Selenskyj schlug Treffen mit Putin vor. Selenskyj ist da ja fix eingemeindet. In der Schweiz übrigens Ausschreitungen, für die Frankreich nicht zahlt. Das ist die europäische Solidarität. Man macht eine Veranstaltung an der Grenze zur Schweiz. Wir müssen da auch Tausende von Polizisten stellen. die Demonstrationen. Die finden dann natürlich nicht auf französischem Boden statt, weil die grösste Stadt in der Nähe von Evian eben Genf ist. Und da sind dann die Schäden durch die Schweiz zu berappen. Das ist Frankreich. Das ist hier die gute nachbarschaftliche Freundschaft. Allerdings, die Schweizer sind ja auch blöd. Unsere Politiker sind dumm, dass sie sich überhaupt auf so etwas einlassen und nicht sicherstellen, dass sie da entsprechend entschädigt werden. Vor einer Woche hatte ich hier in meinem... Studio zu Gast eine Reizfigur der deutschen Politik, den AfD-Vorsitzenden von Thüringen, Björn Höcke. Wir haben über deutsche Identität gesprochen, über deutsche Geschichte und warum uns das eigentlich heute interessieren muss. Dieses Interview hat in Deutschland ganz grosse Wellen geworfen, ist überall aufgegriffen und zitiert worden. Vor allem ein Satz, Höcke sagte, die Westdeutschen seien deutsch sprechende Amerikaner. Er hat ihnen also gewissermassen das Deutschsein abgesprochen oder ihnen eine Art Ersatzidentität, eine amerikanische Ersatzidentität zugesprochen. Und jetzt war natürlich die Empörung, der Aufschrei riesengroß. Was allerdings keine Zeitung bemerkt hat, keiner dieser sicherlich hochintelligenten Journalisten registrieren konnte, ist die Tatsache, dass ja die Abwehrreaktion auf Höcke ja sozusagen eine Erregung deutscher Identität war. Die Westdeutschen haben sich ja dann gemeldet, vertreten durch ihre Journalistik. Das ist ja völliger Unsinn. Wir sind doch keine deutsch sprechenden Amerikaner. Wir sind Deutsche. Und da hat natürlich der schlaue Herr Höcke, ob er es jetzt absichtlich gemacht hat oder nicht, hat hier sozusagen eine dialektische, die patriotische Dialektik in Gang gesetzt. Dass also aus dieser Provokation heraus... eine Gegenreaktion erfolgt, eine Erregung könnte man sagen dessen, was Höcke vermisst bei den Deutschen, nämlich so etwas wie ein vernünftiges, ein gesundes Nationalgefühl. Seine Kritiker würden natürlich sagen, das ist ein völlig überschiessendes Nationalgefühl, ein Nationalrausch, der einen da zurückkatapultieren soll in die grauenhaftesten Abgründe der deutschen Geschichte. Dem würde Höcke vehement widersprechen und Sie können sich ja anhören, was er sagt, ob das zu weit geht. Nun allerdings haben diese... Aussagen zu reden gegeben. Meines Erachtens hätte Höcke natürlich sofort nachlegen müssen. Wenn du schon so einen Nerv triffst, so eine Diskussion auslöst, dann musst du sofort dabei bleiben. Dann musst du gleich mit dem Nächsten kommen, musst du hier natürlich diese Debatte führen. Und ich glaube, er hat hier einen interessanten Punkt angesprochen, nämlich die Frage der nationalen Identität. Jetzt nicht als festgeschriebener Monolith. kritischer Block, das hat es ja in Deutschland so nie gegeben. Deutschland ist ja gerade wegen seiner Vielfältigkeit, seiner inneren Pluralität auch immer ein kompliziertes Gebilde. Ich habe ja das Buch gezeigt von Dieter Borchmeyer «Was ist Deutsch?» über tausend Seiten. Das ist nicht so einfach zu beantworten. Aber ich glaube, da sind wir uns einig, ohne ein gewisses Wir-Gefühl. Wer sind wir? Was ist so unser kulturelles Fundament? Wie wollen wir leben? Wo stehen wir in der Welt? Was ist die Rolle von unserem Deutschland in der Welt? Das sind ja alles akute Fragen und jetzt natürlich besonders akut geworden vor dem Hintergrund, dass eben frühere Pfeiler des deutschen Selbstverständnisses, zum Beispiel die Europäische Union oder eben auch die amerikanische, die transatlantische Freundschaft, die sind etwas prekärer geworden. Auch die NATO-Mitgliedschaft als identitätsstiftendes Element, vor allem im Westen, ist brüchig geworden, weil dieses Bündnis nicht hält, was es verspricht. Und von diesem Hintergrund sind natürlich die Deutschen wieder auf Deutschland zurückgeworfen. Aber man scheut sich davor zurück, diese Diskussion zu führen. Stattdessen errichtet man Brandmauern und verteufelt die, die diese Frage eben nach vorne bringen. Und das ist die AfD in Deutschland. die sich ganz explizit hier auf Deutschland, auf den Patriotismus bezieht. Und Höcke ist da sozusagen der Vordenker. Und jetzt habe ich gestern gesprochen mit dem Vordenker des Vordenkers, nämlich mit Götz Kubitschek, dem Verleger, der natürlich auch als leibhaftiger Gott sei bei uns in den Mainstream. Wenn Sie den Namen googeln, dann haben Sie das Gefühl, um Himmels Willen, der müsste ja eigentlich sofort verhaftet werden. Aber da sage ich einfach, geh mach, geh mach. Sie können in dieser völlig hysterisierten deutschen Öffentlichkeit nicht mehr davon ausgehen, dass diese Adjektive irgendetwas zu bedeuten haben. Rechtsextremismus. Meinen Rechtsextremismus würde ich definieren als gewaltbereite Springerstiefel, mehr oder weniger paramilitärische Angelegenheit, die eben ihre Ziele, einen diktatorischen Ständestaat nach Nazi-Vorbild einzurichten mit gewalttätigen Mitteln, durchzusetzen bereit ist, das ist für mich sozusagen der Rechtsextremismus wie der Linksextremismus, das kommunistische Pendant ist genauso gewaltbereit. Wenn ich in die deutsche Szene schaue, vielleicht irre ich mich, dann sehe ich vor allem gewalttätigen Linksextremismus, und zwar einen Linksextremismus, der also weitgehend toleriert zu werden scheint, bei dem man immer wieder das Gefühl hat, das sind ja Kavaliersdelikte, wenn die Linksextremen da auftrumpfen, wenn da die sogenannten Rechtsextremen sich das Gleiche. anmassen würden, dann wäre vermutlich das, was von der Bundeswehr übrig geblieben ist, sofort in Alarmbereitschaft. Nun also, Götz Kubitschek, ein hochinteressanter Mann, aufgewachsen in der Nähe des Bodensees, Ravensburg, war in der Bundeswehr, war im Jugoslawienkrieg dabei, Publizist, hat studiert bei bedeutenden Professoren, unter anderem bei jenem Professor, der das Buch «Was ist Deutsch?» geschrieben hat, Dieter Borchmeier. Er hat sich dann zu einem Publizisten entwickelt, Junge Freiheit, hat Thinktanks gegründet, einen Verlag gegründet, Anteios, der sehr erfolgreich im rechten Spektrum des Denkens tätig ist, mit speziellen Buchreihen, auch historischen Aufbereitungen von Autoren, mit interessanten Texten, das muss man einfach sagen, in der ganzen... intellektuellen Auseinandersetzung, wenn man mal davon ausgeht, dass es nicht nur linke Angebote geben soll, sondern auch etwas auf der anderen Seite. Und mit diesem Vordenker des Vordenkers Höcke, wenn man denn so sagen will, habe ich mich am Schluss dann während vier Stunden unterhalten in einem Podcast. Und wir haben diese Fragen einfach nochmal aufgerollt. Ich wollte wissen, wer sind sie eigentlich? Sind sie so schlimm? Wie man da behauptet. Und ja, die Frage der deutschen Geschichte, was ist da das Referenzmodell? Wie sie gibt man die Nazizeit und vor allem, warum ist es eigentlich noch wichtig, sich mit dem auseinanderzusetzen und warum braucht es überhaupt diese Frage nach der Identität? Warum ist das nicht einfach eine papierige, abgehobene Angelegenheit? Das habe ich mit Götz Kubitschek ausgedehnt diskutiert. Wir sind jetzt dabei, dieses Interview aufzubereiten und das ist sozusagen eine informelle Fortsetzung dessen, was wir in der letzten Woche... begonnen haben, was ist Deutsch? Und hier einmal gesprochen mit jenen Leuten, die eben zu dieser Frage in der Öffentlichkeit überhaupt keine Rolle spielen, die sich allerdings schon sehr lange damit auseinandersetzen. Und man kommt eben an Götz Kubitschek nicht vorbei, wenn man sich mit diesen Fragen auch mit dem Denken der deutschen Rechten auseinandersetzen möchte. Und mein Angebot an Sie ist das folgende. Bilden Sie sich selber ein Urteil. Hören Sie zu. Und ja, Urteilen Sie selbst, was Sie von diesem Verleger halten. Ist das jetzt so ein rechtsextremistischer Giftschrankmensch, den man da am besten einmauern sollte und den man vom Verfassungsschutz überwachen muss? oder ist das einfach ein besorgter Patriot, der sich bemüht, auf diesem schwierigen Minenfeld der deutschen Geschichte ein einigermassen verträgliches Verhältnis der Deutschen zu sich selber zu verändern. zu definieren. Das scheint mir hier die ganz entscheidende Frage zu sein. Donald Trump, eine Einigung mit Iran, ein Friedensvertrag, zeichnet sich ab mit verschiedenen Eckpunkten. Er soll am Freitag in Genf unterzeichnet werden und dieser Vertrag besagt, dass alle Kampfhandlungen eingestellt werden, sowohl im Iran wie auch in Libanon. Nicht zur Freude der Israeli, wie wir gehört haben. Das ist eine Art Einfrieren dieses Konflikts. Natürlich, die Ursachen werden da nicht gelöst oder irgendwo beseitigt, aber es ist mal eine Beendigung der unmittelbaren Kampfhandlungen. Wir hören, dass die Amerikaner Wiederaufbauhilfe versprochen haben, dass sie die Sanktionen auf iranisches Öl aufheben und dass die Iraner im Gegenzug sagen, wir wollen unser angereichertes Uran abreichern, wir verzichten auf die Atompompe und wir verzichten auf eine Sperrung der Strasse von Hormuz. Die Medien Und... Ich bezeichne das als einen löchrigen Frieden, ein löchriges Abkommen oder andere Titel. Trump habe im Grunde das erreicht, beziehungsweise die Probleme beseitigt, die er selber verursacht habe. Also ein eher kritischer, negativer Tenor. Wenn ich in mich hineinhorche, sehe ich es eigentlich positiver. Und wissen Sie, in der Geopolitik muss man, auch wenn es einem manchmal schwerfällt, aufs Moralisieren verzichten. Ob jetzt etwas gut, böse, gerechtfertigt oder nicht gerechtfertigt ist, darüber sollen die Juristen und es sollen die Philosophen und die Moralisten und die Theologen streiten. In der Geopolitik geht es um etwas anderes, um Aktion und Reaktion. Es geht um Interessen. Und es geht immer um die Frage, bin ich bereit, die Konsequenzen meines Handelns zu ertragen, wenn ich das mache. Wenn zum Beispiel der Westen sagt, es ist uns schnurzpieps egal, was der Russe meint, wenn wir unsere NATO in die Ukraine ausdehnen. Das kann man machen, das hat es immer gegeben in der Weltgeschichte. Aber man muss die Konsequenzen ertragen. Umgekehrt muss der Russe die Konsequenzen ertragen, wenn er sagt, Das lasse ich mir nicht bieten, ich marschiere jetzt in der Ukraine ein. Dann musst du es ertragen, wenn nachher halt diese ganze Westen gegen dich steht. Weisst du ja, worauf du dich eingelassen hast. Also ich plädiere hier für Nüchternheit. Und in diesem Licht sieht es eben nicht so düster aus. Was ist das Problem im Nahen Osten? Die Amerikaner und die Israeli sagen, es ist einfach für uns... Das akzeptieren wir nicht, dass der Iran an einer Atombombe bastelt und dass die da irgendwelche Organisationen unterstützen, die die Existenz Israels bedrohen. Fertig. Wir schlagen jetzt zurück und wir sehen, da ist ein günstiger Moment. Wir versuchen jetzt diese Bedrohung Iran weniger bedrohlich zu machen. Wir bombardieren das und wir sind auch bereit mit den Konsequenzen zu leben. Und wir gehen jetzt dieses Risiko ein. Das wird gemacht. Umgekehrt müssen sich die Iraner das Gleiche fragen. Lohnt sich das Ganze, diese Feindschaft zu Israel? Dieser permanente Krieg gegen Amerika. Wollen wir aus unseren religiösen Überzeugungen hier auch eine geopolitische Strategie machen? Lohnt sich das für uns mit all diesen Sanktionen und so weiter? Und deshalb ist für mich dieser Deal eine positive Angelegenheit. Nicht jetzt die Erfüllung innerster Wunschträume und der geniale Durchbruch, aber manchmal schaffen sie das eben auch nicht, weil es unversöhnliche Differenzen gibt. Aber ungeachtet dieser versöhnlichen Differenzen, hat man verhandelt und da sieht man eben, dass Donald Trump, der immer wieder da jetzt schon als Versager abgeschrieben wird und als Witzfigur und als Irrläufer oder gar als senil, als verrückter alter Mann, dass der vielleicht doch ein bisschen weniger verrückt ist, als das seine Kritiker behaupten. Zumindest hat er jetzt dieses Abkommen, wie ich Ihnen übrigens schon vor einigen Wochen gesagt habe, hingekriegt, natürlich auch mit Blick auf seine eigenen Wahlen, die für ihn allerdings persönlich schon wichtig sind, aber auch nicht. Matsch entscheidend, der bleibt ohnehin im Amt. Allerdings bei einer allzu deutlichen linken Mehrheit könnten dann wieder Amtsenthebungsverfahren ihm drohen. Also das ist für mich jetzt eine positive Nachricht, eine gute Nachricht. Hoffen wir, dass dieser Frieden standet. Und hoffen wir, dass hier eben auch die Interessenpolitik sich durchsetzt und nicht dieser Moralismus, der in Europa Regie führt. Dann auch Amerika. soziologisch hochinteressant. Zum 80. Geburtstag des Präsidenten hatte dieses Ultimate Fighting, diese Ganzkörperschlägerei, dieses unglaublich blutige Kämpfen, diese Sportart, da stattgefunden. Ein Käfigkampf als Symbol für die Brutalisierung Amerikas. Ja, natürlich ist das auch Inszenierung und natürlich möchte da auch eine letztlich, wie bei uns in Europa, eine Hochdekadente Okay. wohlstandsverwahrloste amerikanische Gesellschaft die Zähne zeigen und in dieser geopolitischen Epoche der Revierkämpfe und der Raubtiere demonstrieren, dass man also noch nicht vergessen habe, wie es da geht, der Kampf Mann gegen Mann. Also ich glaube, dass der Entscheid von Trump hier ausgerechnet, diese barbarische Sportart zu wählen, die übrigens bei den Jungen extrem populär ist, Das hat natürlich auch damit zu tun, dass man hier ein Zeichen setzen will des Martialischen. Also wenn Putin früher auf einem Pferd mit nacktem Oberkörper geritten ist oder vielleicht sogar auf einem Bären am liebsten, dann ging es da natürlich mit diesem Machokult immer auch ein Signal auszusenden und ähnliche Signale jetzt also aus den brutalisierten Vereinigten Staaten. Allerdings brutalisiert vor allem insofern, als das Ganze in einer Art menschlichem Raubtiergehege stattfindet. Das Höhlenkloster in Kiew wurde in Mitleidenschaft gezogen durch den Ukraine-Krieg. Bei uns heisst es natürlich, die Russen hätten dieses Urkloster der Orthodoxie, in dem übrigens bis vor kurzem die ukrainische orthodoxe Kirche war, die allerdings sehr enge Beziehungen zu Moskau unterhielt, die hätten das jetzt beschossen, diesen Urtempel der russischen Orthodoxie. Das glaube ich nicht, das ist wieder diese typische Propaganda. Verleumdung, die sie bei uns haben. Die Russen sagen ja, das sei durch Raketenabwehrsysteme, da seien einfach Trümmer runtergefallen und hätten dieses Kloster in Brand gesteckt. Und Zelensky inszeniert sich jetzt als Krokodilstränen weinender Freund der orthodoxen Kirche und vor allem auch dieses Höhlenklosters. Da gilt es einfach daran zu erinnern, dass der gleiche Zelensky die ukrainisch-orthodoxe Kirche als aufs Fürchterlichste bekämpft hat und gerade ihr Wirken in diesem Höhlenkloster. abgestellt hat, gesagt hat, ihr seid da eine terroristische Organisation, ihr habt viel zu enge Verbindungen zum Kreml, ihr dürft hier nicht mehr wirken. Also Selenskyj, dieser Vorkämpfer der Demokratie und des Freien Westens, hat hier knallhart die orthodoxe Kirche mit russischem Bezug, die ja ursprünglich einen russischen Bezug hat, weil die Russen, die Kiewer Russen, sich als Fortsetzung von Byzanz empfunden und in Kiew wurde das Ganze gegründet und dieses Hölenkloster. spielt da anscheinend eine ganz wichtige Rolle. Aber Selensky hat überhaupt nicht davor zurückgeschreckt, hier diese orthodoxe Kirche massiv zu diskriminieren, wie er auch nicht davor zurückgeschreckt hat, die russischsprachigen Minderheiten in der Ukraine zu diskreditieren. Und jetzt kommt also der gleiche Selensky und lässt sich da publikumswirksam, der Schauspieler, brillant natürlich von der Inszenierung, lässt er sich da in diesen rauchenden Trümmern filmen. Da muss man etwas dahinter blicken, um sich von dieser Propaganda-Inszenierung nicht allzu sehr blenden. zu lassen. Das wird natürlich bei uns jetzt wieder als Indiz für die fürchterliche Entmenschung bei den Russen gewertet. Auch hier der Moralismus regiert und da müssen wir uns einfach verabschieden und sagen, nein, das ist nicht der entscheidende Faktor. Der entscheidende Faktor ist, dass dieser Krieg eskalationsbedroht ist. Das ist gefährlich und man sollte sich dafür einsetzen, diesen Krieg einzugrenzen. Aber vielleicht gibt es hier einen Lichtblick, denn ich habe heute Morgen gelesen, Dass Friedrich Merz gesagt hat, Russland könne militärisch nicht siegen, das glaube ich nicht. Aber wenn der Kanzler daraus den Schluss ableitet, deshalb können wir jetzt verhandeln, dann finde ich das eine gute Sache. Dann wäre das vielleicht auch eine zweckdienliche Selbsttäuschung mit dem Ziel, eben hier die Diplomatie wieder ins Werk zu setzen. Und wenn die Deutschen hier sozusagen die Halluzination brauchen, dass sie jetzt diesen Krieg am Gewinnen sind, zusammen mit der Ukraine, Dann sei es drum. Hauptsache, man redet wieder mit den Russen. Hier muss man verantwortungsethisch handeln, nicht gesinnungsethisch. Das Ganze ist zwar slalomässig, auch unglaubwürdig letztlich, aber am Ende zählen die Resultate. Und wenn das Resultat ist, dieser Interpretation oder Fehlinterpretation des militärischen Geschehens, dann ist es eine gute Sache, wenn sie jetzt wieder da zusammensitzen. EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine gehen nun richtig los. Wahnsinn Unglaublich Das ist eben auch die Grenzenlosigkeit, die Masslosigkeit der Politik, über die ich mit Götz Kubitschek gesprochen habe. Die trauen sich etwas zu, was sie gar nicht finanzieren können. Übel. Das wird nicht gehen, das wird nicht funktionieren. Da sollte man aufhören. Dann, bemerkenswert, auch interessant, muss man sich damit beschäftigen, vielleicht auch noch etwas vertieft, was die amerikanische Anthropicsperre für Europa bedeutet. Die besten... KI-Softwares kommen jetzt nicht mehr nach Europa, die Amerikaner sperren das. Sie wollen sich also einen Vorteil bei der künstlichen Intelligenz bewahren. Das ist eine interessante Nachricht mit Anthropic. Übrigens habe ich gehört, dass auf Anthropic, je nach Frage, die sie stellen, dieser künstlichen Intelligenz, also wenn sie da eine besonders politisch unkorrekte Frage stellen, dann kann es passieren, dass sie herabgestuft werden im Intelligenzraster. dieser Anwendung, das heisst, sie bekommen eine schlechtere Variante dieser KI zugewiesen, ohne dass sie es aber wissen. Also da hat die Zensur jetzt auch schon Einzug gehalten und umso wichtiger scheint mir die Frage, dass Europa, dass die Schweiz, dass Länder wie Deutschland hier auch anfangen müssen, eigene KI-Modelle zu entwickeln, denn die Geopolitik, da die Raubtier-Revierkämpfe, die toben jetzt auch schon und vielleicht schon längst auf diesem. Gebiet. Meine Damen und Herren, das war es von Weltwoche Daily International. Vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Ihnen allen einen wunderschönen guten Tag. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... Niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. 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10-Millionen-Schweiz: weltweites Demokratie-Vorbild. Trumps Iran-Deal: gute Nachricht. Propaganda-Meister Selenskyj: Brand im orthodoxen Höhlenkloster. Trumps Käfigkampf. KI-Weltkrieg: USA sperren Anthropic-Export

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10-Millionen-Schweiz: weltweites Demokratie-Vorbild. Trumps Iran-Deal: gute Nachricht. Propaganda-Meister Selenskyj: Brand im orthodoxen Höhlenkloster. Trumps Käfigkampf. KI-Weltkrieg: USA sperren Anthropic-Export
10-Millionen-Schweiz: weltweites Demokratie-Vorbild. Trumps Iran-Deal: gute Nachricht. Propaganda-Meister Selenskyj: Brand im orthodoxen Höhlenkloster. Trumps Käfigkampf. KI-Weltkrieg: USA sperren Anthropic-Export
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Kapitel

  1. Einleitung und Begrüssung
  2. Abstimmungswochenende in der Schweiz
  3. Zuwanderung und politische Debatte
  4. Die 10 Millionen Schweizer Initiative
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