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Wegen neuer EU-Regeln gegen «Greenwashing»: Hersteller fürchten massive Vernichtung brauchbarer Produkte

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Wegen neuer EU-Regeln gegen «Greenwashing»: Hersteller fürchten massive Vernichtung brauchbarer Produkte
Wegen neuer EU-Regeln gegen «Greenwashing»: Hersteller fürchten massive Vernichtung brauchbarer Produkte
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Neue EU-Regeln gegen sogenanntes Greenwashing könnten ab Herbst Millionen Alltagsprodukte in Europa unverkäuflich machen. Darüber berichtet die Bild unter Berufung auf ein internes Memo des deutschen Markenverbands. Betroffen wären unter anderem Shampoo, Waschmittel, Kaffee, Babynahrung und haltbare Lebensmittel, obwohl Inhalt und Qualität der Produkte unverändert bleiben.

BARBARA GINDL / KEYSTONE
Kunststoff-Sortieranlage von TriPlast in Enns (Symbolbild)
BARBARA GINDL / KEYSTONE

Hintergrund ist die neue EU-Richtlinie «Empowering Consumers for the Green Transition», mit der Brüssel strengere Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitswerbung einführen will. Ab dem 27. September 2026 müssen Unternehmen Begriffe wie «umweltfreundlich» oder «klimaneutral» deutlich genauer belegen. Auch Nachhaltigkeitssiegel werden stärker reguliert. Produkte mit älteren Verpackungen könnten dadurch rechtlich angreifbar werden, obwohl sie bislang vollständig den geltenden Vorschriften entsprachen.

Der Markenverband warnt vor erheblichen Folgen für Handel und Industrie. Viele Waren würden Monate oder sogar Jahre im Voraus produziert, verpackt und eingelagert. Millionen bereits hergestellter Verpackungen müssten deshalb möglicherweise vernichtet, überklebt oder neu produziert werden. Verbandschef Patrick Kammerer sagte zur Bild: «Am Ende könnten völlig brauchbare Produkte im Müll landen – nur weil sich Regeln auf der Verpackung ändern.» Der zusätzliche Aufwand und die Kosten seien enorm.

Besonders brisant ist der Zeitdruck. Laut dem Bericht verlangen einzelne Handelsketten bereits ab Juni neue Verpackungen – also noch vor Inkrafttreten der eigentlichen Vorschriften. Zwar habe die EU-Kommission nationale Behörden aufgefordert, die neuen Regeln «mit Augenmass» umzusetzen. Branchenvertreter bezweifeln jedoch, dass dies in der Praxis ausreichen wird.

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