SP-Politiker Raphael Golta wird neuer Stadtpräsident der Stadt Zürich. Der bisherige Vorsteher des Sozialdepartements erhielt im zweiten Wahlgang 41.098 Stimmen und erreichte damit 81,3 Prozent der Stimmen. Eine offizielle Gegenkandidatur gab es nicht. Die Wahlbeteiligung lag bei 23,5 Prozent.
Der 50-jährige SP-Politiker folgt auf Corine Mauch, die das Amt während siebzehn Jahren innehatte. Golta gehört seit 2014 dem Zürcher Stadtrat an und profilierte sich mit einer aktiven Sozialpolitik. Unter anderem setzte er sich für wirtschaftliche Unterstützung von Sans-Papiers, Energiekostenzulagen und Stipendien für vorläufig aufgenommene Asylsuchende ein. Im ersten Wahlgang vom März hatte Golta bereits das beste Resultat aller Stadtratskandidierenden erzielt, das absolute Mehr aber knapp verpasst.
Auch in Winterthur wurde am Sonntag ein neuer Stadtpräsident gewählt. Der FDP-Politiker Stefan Fritschi setzte sich mit 16.144 Stimmen gegen den SP-Finanzvorsteher Kaspar Bopp durch. Bopp erhielt 15.460 Stimmen und lag damit 684 Stimmen hinter seinem Konkurrenten. Die Wahlbeteiligung betrug 44,13 Prozent.
Fritschi folgt auf den bisherigen Stadtpräsidenten Michael Künzle (Mitte), der das Amt während vierzehn Jahren innehatte. Der 54-Jährige sitzt seit sechzehn Jahren im Winterthurer Stadtrat und leitet das Departement Technische Betriebe. Nach seiner Wahl sprach Fritschi von einem «sehr fairen» Wahlkampf und dankte seinem Konkurrenten für die Zusammenarbeit. Bopp zeigte sich enttäuscht über die Niederlage. Im ersten Wahlgang vom März hatte der SP-Politiker noch knapp vor Fritschi gelegen.