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«Sehr enttäuscht von der Nato»: Rubio droht Europas Bündnispartnern mit Kurswechsel der USA

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«Sehr enttäuscht von der Nato»: Rubio droht Europas Bündnispartnern mit Kurswechsel der USA
«Sehr enttäuscht von der Nato»: Rubio droht Europas Bündnispartnern mit Kurswechsel der USA
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Die USA haben den europäischen Nato-Partnern offen mit einer Neubewertung des Bündnisses gedroht. US-Aussenminister Marco Rubio erklärte vor dem Treffen der Nato-Aussenminister im schwedischen Helsingborg, Washington sei «sehr enttäuscht von der Nato» und erwarte einen konkreten Nutzen für die Vereinigten Staaten. Andernfalls stelle sich die Frage nach der amerikanischen Mitgliedschaft. Das berichtete die ARD unter Berufung auf Rubios Aussagen vor seiner Abreise nach Schweden.

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
US-Aussenminister Marco Rubio am Nato-Aussenministertreffen in Helsingborg
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Hintergrund der scharfen Worte ist vor allem der Streit über den Krieg gegen den Iran und die Rolle europäischer Staaten dabei. Rubio kritisierte insbesondere Länder wie Spanien, die den USA die Nutzung militärischer Stützpunkte für Angriffe gegen den Iran verweigerten. Gerade diese Basen seien jedoch ein zentraler strategischer Vorteil der Nato für Washington. Wenn amerikanische Streitkräfte im Ernstfall nicht auf europäische Infrastruktur zugreifen könnten, verliere das Bündnis aus Sicht der USA seinen praktischen Wert.

Zugleich warf Rubio den europäischen Verbündeten mangelnde Unterstützung im Konflikt mit dem Iran vor. Präsident Donald Trump verlange nicht, «dass sie ihre Kampfjets schicken». Doch zahlreiche Nato-Staaten weigerten sich laut Rubio, «überhaupt etwas zu machen». Darüber sei man in Washington «sehr verärgert».

Die Spannungen prägen auch das Ministertreffen in Helsingborg. Ursprünglich sollte dort vor allem der Nato-Gipfel Anfang Juli in Ankara vorbereitet werden. Inzwischen dominieren jedoch der Krieg gegen den Iran sowie der geplante Teilabzug amerikanischer Truppen aus Europa die Beratungen. Damit rückt erneut die Frage in den Mittelpunkt, wie stark Europa künftig sicherheitspolitisch von den USA abhängig bleiben soll.

Für Deutschland nimmt Aussenminister Johann Wadephul an dem Treffen teil. Er erklärte vor seiner Abreise, Deutschland sehe sich angesichts einer grösseren europäischen Verantwortung innerhalb der Nato in einer «Führungsposition». Ziel sei eine neue Lastenverteilung, die dem wirtschaftlichen und militärischen Potenzial Europas entspreche.

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