Die Zuwanderung der letzten Jahre wirkt sich spürbar auf den Schweizer Immobilienmarkt aus, berichtet der Blick. Wie aus einer Studie des Beratungsunternehmens Wüest Partner hervorgeht, ist der Preisauftrieb bei Häusern und Mietwohnungen eng mit dem Bevölkerungswachstum verknüpft. Seit 2022 kamen jährlich durchschnittlich 75.000 zusätzliche Arbeitskräfte in die Schweiz, ergänzt durch rund 63.000 Geflüchtete aus der Ukraine.
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Diese Entwicklung führte zu einer deutlich erhöhten Nachfrage nach Wohnraum – insbesondere in städtischen Gebieten und Agglomerationen. «Ausländische Haushalte bevorzugen bei der Wohnungssuche urbane Räume», erklärt Robert Weinert von Wüest Partner. Entsprechend steigt dort der Druck auf dem Mietmarkt. Die Wohneigentumsquote unter Zugewanderten bleibt mit 12,3 Prozent tief – zum Vergleich: 44,1 Prozent der Schweizer Haushalte besitzen eine eigene Immobilie.
Doch auch auf den Kaufmarkt wirkt sich die Migration aus. Laut der Studie erhöht ein Bevölkerungswachstum von 1 Prozent den Preis von Einfamilienhäusern um durchschnittlich 0,88 Prozent, bei Eigentumswohnungen gar um 1,37 Prozent. Für Angebotsmieten beträgt der Anstieg rund 1 Prozent.
Weinert relativiert: Die Migration sei nicht der einzige Preistreiber. Hypothekarzinsen, Wirtschaftswachstum und die Leerwohnungsziffer spielten ebenfalls eine wesentliche Rolle. Migration sei vor allem eine Folge des wirtschaftlichen Erfolgs der Schweiz. «Letztlich ist die Wohnungsnot ein Wohlstandsproblem», so der Experte.
Besonders betroffen vom Zuzug sind die Kantone Genf, Zürich, Wallis, Basel-Stadt, Schaffhausen und Neuenburg.