Die russische Regierung hat die alljährliche Flottenparade in Sankt Petersburg zum «Tag der Marine» kurzfristig abgesagt. Die Entscheidung sei aus «Sicherheitsgründen» erfolgt, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut russischen Nachrichtenagenturen. Konkrete Bedrohungen wurden nicht genannt.
Laut dem Moskauer Verteidigungsministerium wurden in der Nacht insgesamt rund hundert Drohnenangriffe abgewehrt. Wie der Spiegel berichtet, wurden im Raum Leningrad am Morgen über zehn ukrainische Drohnen abgeschossen. Eine Frau wurde durch Trümmerteile leicht verletzt, der Flugbetrieb am Flughafen Pulkowo musste vorübergehend eingestellt werden.
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Die Parade war seit ihrer Wiedereinführung im Jahr 2017 ein zentrales militärisches Ritual. Präsident Wladimir Putin betonte in einer Videobotschaft am Sonntag den Beitrag der Marine zur «Sicherheit und Souveränität» Russlands. Die Absage der Parade markiert aus Sicht westlicher Beobachter einen symbolischen Einschnitt – sie zeigt, dass der Krieg nun auch sichtbar auf russischem Boden ankommt.